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06.03.2012 |

Gespräche über Integration von Porsche gehen weiter

Hans Dieter Poetsch sitzt auch im Vorstand der Porsche-Holding, seit der Plan der Stuttgarter 2009 gescheitert war, die vielfach größere Volkswagen AG zu übernehmen (Bild: Volkswagen).
Hans Dieter Poetsch sitzt auch im Vorstand der Porsche-Holding, seit der Plan der Stuttgarter 2009 gescheitert war, die vielfach größere Volkswagen AG zu übernehmen (Bild: Volkswagen).

Die Gespräche über die Integration von Porsche in den Volkswagen-Konzern gehen weiter. Es sei keine Entscheidung gefallen, sagte VW-Finanzvorstand Hans Dieter Poetsch vor Beginn des Genfer Autosalons. Zum möglichen Zeitrahmen wollte er sich nicht äußern.

GENF (Dow Jones)–Im August des Jahres fanden VW und Porsche eine Einigung, im Zuge derer VW für 3,9 Mrd Euro knapp die Hälfte des Porsche-Sportwagengeschäfts und die Kontrolle über die Holding übernahm.

Im September vergangenen Jahres legten VW und Porsche den eigentlichen Plan auf Eis, der eine Verschmelzung der Porsche SE mit Europas größtem Autobauer noch 2011 vorsah. Denn es sind mehrere Gerichtsverfahren in den USA und Deutschland gegen die Porsche-Holding und die ehemalige Führungsriege um Wendelin Wiedeking anhängig, deren finanzielle Risiken schwer zu kalkulieren sind.

Für diesen Fall sieht die 2009 unterzeichnete Grundlagenvereinbarung ein komplexes Gebilde aus Put- und Call-Optionen auf die Porsche-Holding vor. Die Porsche SE kann zwischen November 2012 und Januar 2013 oder zwischen Dezember 2014 und Januar 2015 den verbliebenen 50,1-Prozent-Rest des Sportwagengeschäfts an VW verkaufen, die Niedersachsen können von März bis April 2013 oder von August bis September 2014 kaufen.

Sollte von den Optionen gebrauch gemacht werden, müsste VW aber so lange auf die Synergien verzichten, die sich durch die Porsche-Integration ergeben. In den vergangenen Monaten hat sich deshalb herauskristallisiert, dass VW schon vorher den Rest der Porsche AG übernehmen könnte. Ein Schlüsselpunkt, der in Wolfsburg gegenwärtig geprüft wird, ist eine mögliche Steuerlast von rund 1 Mrd Euro, sollten Volkswagen und Porsche frühzeitig Nägel mit Köpfen machen.

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