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22.03.2012 |

VW schafft im US-Werk noch mehr neue Jobs

Insgesamt beschäftigt VW momentan mehr als 2.700 Menschen in Chattanooga - 2.200 direkt und 500 über einen Personaldienstleister (Bild: Volkswagen).
Insgesamt beschäftigt VW momentan mehr als 2.700 Menschen in Chattanooga - 2.200 direkt und 500 über einen Personaldienstleister (Bild: Volkswagen).

Autos der Marke VW sind in Amerika gefragt wie nie. Europas größter Autobauer reagiert auf die große Nachfrage und stellt in seinem Werk in den USA zusätzliches Personal ein: 1.000 Arbeiter sollen am Standort in Chattanooga in Tennessee in diesem Jahr insgesamt hinzukommen.

von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires

FRANKFURT (ks)–Bereits vor einigen Wochen hatten die Wolfsburger 200 Neueinstellungen bekanntgegeben. “Das ist ein klares Zeichen, dass der Anlauf des Werks erfolgreich gewesen ist”, sagte Werksleiter Frank Fischer.

Durch die Neueinstellungen soll die Kapazität des Standorts, der quasi seit der Eröffnung im vergangene Frühjahr unter Vollast fährt, gesteigert werden. Momentan können in Chattanooga pro Stunde 35 Autos von den Bändern rollen. VW produziert dort die für den US-Markt aufgelegte Passat-Version.

Konzernweit will Volkswagen den Absatz in den USA in diesem Jahr um rund 12,5% auf mehr als 500.000 verkaufte Autos steigern. Die Marke von einer halben Mio hatten die Niedersachsen in den USA zuletzt 1973 geknackt. Im vergangenen Jahr entschieden sich knapp 444.200 US-Käufer für ein Auto einer Marke aus dem Volkswagen-Konzern, gut 117.500 Stück davon waren Audis.

Der Jahresauftakt ist mehr als gelungen: VWs Kernmarke verkaufte in den ersten beiden Monaten knapp 58.000 Autos, fast die Hälfte mehr als im Vorjahr. Audi steigerte den Absatz um 15% auf 17.885 Wagen.
Der VW-Konzern hat in den USA das ambitionierte Ziel, bis 2018 mehr als 1 Mio Autos zu verkaufen. Der US-Markt, der sich insgesamt gesehen in diesem Jahr überraschend gut entwickelt, ist für die Niedersachsen damit ein wichtiger Eckpfeiler beim ehrgeizigen Vorhaben, an die automobile Weltspitze vorzustoßen.
Mit Einkauf und Produktion in der Dollar-Zone will der Konzern ab 2013 wieder schwarze Zahlen im US-Geschäft schreiben. 1988 hatten sich die Niedersachsen mangels ausreichender Auslastung von einer Vor-Ort-Produktion in den USA verabschiedet. Seither schlagen Wechselkursschwankungen auf das Ergebnis durch.

Auch die deutschen Konkurrenten bauen ihr Engagement in Amerika aus: BMW erweitert momentan die Kapazitäten im SUV-Werk in Spartanburg, Daimler erwägt laut Medienberichten ein zweiten Werk neben dem in Tuscaloosa und Audi plant eine eigene Produktion in den USA oder Mexiko.

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