03.11.2010 |

Wälzlager: Neue Initiative gegen Produktpiraterie

In den letzten 20 Jahren sind die Fälle von Produktpiraterie weltweit erheblich angestiegen. Während über Produktfälschungen in der Musik- und Filmbranche oder in den Bereichen der Unterhaltungselektronik und Designer-Mode sehr häufig berichtet wird, stehen Industrieplagiate erheblich seltener im Blickpunkt des öffentlichen Interesses. Dabei kann von ihnen ein ungleich größeres Risiko ausgehen. Gerade bei sicherheitsrelevanten Produkten wie Reifen, Dichtungen oder Wälzlagern können Plagiate zu einer Gefahr für Leib und Leben werden.

HERZOGENAURACH (pd). Der Weltverband der Wälzlagerindustrie, die World Bearing Association (WBA), informiert daher in einer Aufklärungskampagne über mögliche Gefahren, die Wälzlagerplagiate für die Sicherheit darstellen. „Ziel unserer Initiative ist es, das Bewusstsein für die Gefahren durch gefälschte Wälzlager in der Öffentlichkeit zu schärfen“, so James W. Griffith, WBA Präsident und CEO von The Timken Company. „Die WBA intensiviert damit ihre Initiativen gegen Produktpiraterie – das bedeutet Information und Aufklärung der Kunden, aber auch konsequentes Vorgehen gegen Produktfälschung.“

Die WBA-Kampagne wird sich über E-Mails, Internet-Banner, soziale Netzwerke und die Website www.stopfakebearings.com an verschiedene Zielgruppen wenden. Auf dieser Seite können sich Interessierte genauer über das Thema Wälzlagerplagiate informieren und erfahren, was die Hersteller dagegen unternehmen.

Die Schaeffler Gruppe mit ihren Marken INA und FAG geht bereits seit vielen Jahren konsequent und erfolgreich gegen Produktpiraterie vor. „Wir arbeiten kontinuierlich an diesem Thema, suchen gezielt den engen Kontakt zu den Behörden, arbeiten mit Verbänden und anderen Unternehmen eng zusammen und bringen das Thema immer wieder in die Öffentlichkeit. Und wir setzen konsequent auf eine Null-Toleranz-Strategie, d.h. auch scheinbare Bagatellfälle werden konsequent untersucht und verfolgt – weltweit!“, so Dr. Jürgen M. Geißinger, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Schaeffler Gruppe.

Neben den mit ihr verbundenen Sicherheitsrisiken verletzt Produktpiraterie auch Schutz- und Urheberrechte, wie Patente und Warenzeichen. Da Plagiate in den meisten Fällen wie Original-Produkte aussehen und auch so vermarktet werden, ist es normalerweise nur für speziell geschulte Fachleute möglich, sie zu identifizieren. In solchen Fällen sollten dann die zuständigen Behörden eingeschaltet und der betroffene Hersteller informiert werden.

Die Hersteller von Markenwälzlagern investieren kontinuierlich in die Weiterentwicklung und Verbesserung der Qualität und Wertigkeit ihrer Produkte. Auch darüber informiert die Internetseite www.stopfakebearings.com .

World Bearing Association

Die WBA vertritt die Interessen der weltweiten Wälzlagerindustrie. Sie wurde im Jahr 2006 als Dachorganisation der drei führenden Wälzlagerverbände gegründet, nämlich der American Bearing Manufacturers’ Association (ABMA), der Federation of European Bearing Manufacturers’ Association (FEBMA) und der Japan Bearing Industrial Association (JBIA). Die WBA verfolgt die gemeinsamen Interessen der globalen Wälzlagerindustrie, wie z.B. den Abbau von Handelsbeschränkungen, nachhaltige Entwicklung und die Wahrung gesetzlicher Rechte der Mitglieds-unternehmen, zum Beispiel Schutz der geistigen Eigentumsrechte.

Ein eigens zur Bekämpfung von Produktpiraterie eingerichteter WBA-Ausschuss beschäftigt sich mit dem Thema Produktfälschungen bei Markenwälzlagern und unterstützt die nationalen Behörden bei der Verfolgung des Problems. Die WBA und jeder einzelne Wälzlagerhersteller ergreifen Maßnahmen wie Aufklärungskampagnen, um das Bewusstsein für das Problem zu schärfen.

Schaeffler Gruppe

Die Schaeffler Gruppe mit ihren Marken INA, FAG und LuK ist ein weltweit führender Anbieter von Wälzlagern und Linearprodukten ebenso wie ein renommierter Zulieferer der Automobilindustrie für Präzisionskomponenten und Systeme in Motor, Getriebe und Fahrwerk. Die Unternehmensgruppe steht für globale Kundennähe, ausgeprägte Innovationskraft und höchste Qualität. An 180 Standorten in mehr als 50 Ländern wurde im Jahr 2009 ein Umsatz von rund 7,3 Mrd. Euro erwirtschaftet. Mit 65.000 Mitarbeitern weltweit ist die Schaeffler Gruppe eines der größten deutschen und europäischen Industrieunternehmen in Familienbesitz.


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