Firmen
- Bundesverband der deutschen Industrie (BDI)
Breite Straße 29
10178 Berlin
24.05.2011 | Wirtschaftspolitik
BDI: Netzinstabilitäten beim Atomausstieg unbedingt vermeiden

Der Bundesverband der Deutschen Industrie hat vor den Auswirkungen von Stromausfällen als Folge eines überhasteten Atomausstieges gewarnt und eine Garantie für Kosten- und Netzstabilität bei der Energiewende gefordert.
BERLIN (Dow Jones/ks)–”Neben den Kosten ist die System- und Netzstabilität die größte Sorge der Industrie bei der Energiewende”, sagte Christopher W. Grünewald, Vorsitzender des BDI-Ausschusses Energie- und Klimapolitik, am Dienstag in Berlin.
Das Abschalten der Kernkraftwerke hat sich laut BDI bereits auf die Sicherheit der Stromversorgung ausgewirkt. Industrieunternehmen mit empfindlichen Maschinen, etwa in der Papierindustrie, hätten durch kleinere Netzschwankungen im Millisekundenbereich stundenlange Produktionsausfälle gehabt. “Dies verursacht kostspielige Schäden in den Unternehmen und schwächt das Industrieland Deutschland”, kritisierte Grünewald.
“Die Politik muss bei der Energiewende die Netz- und Systemstabilität garantieren”, verlangte Grünewald. Der BDI fordere ein jährliches Monitoring, um die Entwicklung von Kosten- und Systemstabilität regelmäßig zu überwachen. Die Risiken bei der Energiewende lägen im Detail. “Es ist zwar gut, die politischen Eckpunkte jetzt zu verabschieden. Aber es wäre gefährlich, einen starren Fahrplan zu beschließen, der keine Kontrollmechanismen für mögliche Zielabweichungen enthält”, warnte der BDI-Ausschussvorsitzende.
Der vorgezogene Ausstieg aus der Kernenergie werde den Preis für Strom mit Sicherheit erhöhen. Der Klimaschutz werde schwieriger und viel teurer als bisher gedacht. Der BDI fordert daher, die besondere Ausgleichsregelung für energieintensive Unternehmen im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) unverändert fortzusetzen. Um eine Schwächung der Industrie zu vermeiden, setzt sich der BDI für eine Obergrenze von zwei Cent pro Kilowattstunde im produzierenden Gewerbe ein. Damit würde die Höhe der Umlage auf dem Stand des Jahres 2010 eingefroren.
Anzeige
Anzeige
Weitere Aktuelle News
VDMA hofft auf Freihandelsabkommen mit den USA
Der VDMA steht einem umfassenden transatlantischen Abkommen zwischen der EU und den USA nach eigenen Angaben sehr positiv gegenüber. Auch die deutschen Autobauer sehen darin großes Potenzial. (ks/Dow Jones). Voraussetzung sei, dass die Zölle und die teilweise erheblichen nicht-tarifären Handelshemmnisse nachhaltig abgebaut werden, so der V mehr
EU klagt vor WTO gegen Chinas Strafzölle auf rostfreien Stahl
Wegen chinesischer Strafzölle auf rostfreien Stahl wird die Europäische Union Klage bei der Welthandelsorganisation (WTO) einreichen. Das kündigte EU-Industriekommissar Antonio Tajani im französischen Radiosender Europe 1 an. FRANKFURT (DJ/ilk). Die EU hatte in der vergangenen Woche vorläufige Schutzzölle auf aus China importierte Solarmo mehr
“Strafzölle sind eine Sackgasse”
Dialog statt Strafzoll, fordert der Verband der Automobilindustrie (VDA) hinsichtlich der aktuellen politischen Entwicklungen in Sachen europäischer und chinesischer Strafzölle. Diese seien eine Sackgasse, so ein Verbandssprecher. von Maren Kalkowsky BERLIN. Wie wichtig der chinesische Automobilmarkt für die deutschen Hersteller ist, v mehr
China erwägt Strafzölle auf Luxuslimousinen
Nach den von den EU beschlossenen Strafzöllen auf chinesische Photovoltaikmodule droht nun die Retourkutsche aus dem Reich der Mitte. China erwägt Medienberichten zufolge, Strafzölle auf europäische Oberklassewagen zu erheben. Das würde vor allem die deutschen Hersteller treffen. (Dow Jones/ks). China könnte sich an der deutschen Autoind mehr









www.automobil-produktion.de/ase
