20.01.2011 | Wettbewerbsfaktor Flexibilisierung der Arbeit

Gesamtmetall: Beschäftigungswunder durch Zeitarbeit

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall hat Zeitarbeit als einen unverzichtbaren Bestandteil des deutschen ‘Beschäftigungswunders’ bezeichnet, der nicht zerstört werden dürfe.

“Die Industrie ist auf die Ausgleichswirkung der Zeitarbeit angewiesen”, betonte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes, Gabriele Sons. “Die Industrie ist auf die Ausgleichswirkung der Zeitarbeit angewiesen”, betonte die Hauptgeschäftsführerin des Verbandes, Gabriele Sons. “Eine übereilte und undifferenzierte Angleichung der Entgelte an jene der Stammkräfte (Equal Pay) würde die Wettbewerbsfähigkeit der Metall- und Elektro-Industrie deutlich verschlechtern und damit den Arbeitnehmern letztlich schaden.”

Die IG Metall hat unterdessen bereits Widerstand gegen die Ausweitung von Leih- und Zeitarbeit angekündigt.

Zwei Drittel aller Zeitarbeitnehmer seien vorher ohne Beschäftigung gewesen, so der Arbeitgeberverband. “Eine Equal-Pay-Regelung würde vielen Betroffenen deshalb eher Hartz IV bringen als höhere Löhne”, warnte Sons. “Wer die Zeitarbeit aus politischen Beweggründen in die Bedeutungslosigkeit reguliert, der gefährdet den wirtschaftlichen Aufschwung und zehntausende Arbeitsplätze. Um es deutlich zu sagen: Zeitarbeit auf diese Weise zu beschneiden beseitigt nicht das Problem, sondern die Lösung”.

Trotz der Wirtschaftskrise sei die Arbeitslosigkeit kaum gestiegen, die Sockelarbeitslosigkeit erstmalig sogar geringer als vorher. Sons: “Wenn die Politik will, dass sich dieses ‘Beschäftigungswunder’ fortsetzt, darf sie nicht Bausteine dieses Erfolges nicht zerstören.”

Insbesondere in der Metall- und Elektro-Industrie haben die Unternehmen trotz des Einbruchs an ihren Stammbelegschaften weitgehend festgehalten und bauen diese inzwischen wieder auf. Die Behauptung, Zeitarbeit würde Stammbelegschaften verdrängen, sei gerade vor diesem Hintergrund nicht haltbar.

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