09.05.2012 |

IG Metall: Arbeitgeber müssen sich bei allen Themen bewegen

In der Metall- und Elektroindustrie läuft alles auf einen harten Arbeitskampf hinaus (Bild: motorradcbr - Fotolia.com).

Kurz vor dem Start der 4. Tarifrunde in der Metall- und Elektroindustrie Baden-Württembergs fordern die Arbeitnehmer ein besseres Angebot.

SINDELFINGEN (Dow Jones/ks)–Auf einer Kundgebung unterstrich IG Metall-Verhandlungsführer Jörg Hofmann den Ernst der Lage: “Ich hoffe, die massiven Warnstreiks der vergangenen Tage haben Südwestmetall zur Besinnung gebracht. Die Zeit für Spielchen vorbei.” Begleitet wurde Hofmann von 4.000 protestierenden Mitgliedern der IG Metall Jugend. Seit dem Auslaufen der Friedenspflicht Ende April 2012 haben sich allein im Tarifbezirk Baden-Württemberg bisher über 100.000 Beschäftigte an Warnstreiks beteiligt.

Hofmann bekräftigte, die IG Metall werde – wenn notwendig – spätestens nach Pfingsten die Urabstimmung zum Streik einleiten, sollte sich kein Durchbruch bei den Themen Entgelt, Übernahme und Leiharbeit abzeichnen. Den von Südwestmetall bisher vorgelegten Lösungsvorschlag wies er erneut als “Provokation” zurück. Die Arbeitgeber bieten 3 Prozent mehr Lohn für eine Laufzeit von 14 Monaten. Die IG Metall will 6,5% sowie die unbefristete Übernahme von Lehrlingen und Mitspracherechte beim Einsatz von Leiharbeitern.


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