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08.02.2010 | Konjunktur
IG Metall verzichtet auf konkrete Lohnforderung
Die IG Metall räumt der Sicherung der Arbeitsplätze in der Metallbranche in der Tarifrunde 2010 oberste Priorität ein und verzichtet auf eine konkrete Lohnforderung.
BERLIN (Dow Jones/ks)– “Jetzt geht es darum, dass die Krise nicht zur Katastrophe für die Arbeitsplätze wird”, sagte IG-Metall-Chef Berthold Huber der Zeitung “Die Welt” (Montagausgabe) laut Vorabmeldung. Er wolle mit den Arbeitgebern für die Branche mit ihren 3,4 Millionen Beschäftigten ein Jobpaket bis in das Jahr 2012 vereinbaren.
Dabei solle auch die Entgeltfrage geklärt werden. “Wir wollen eine Reallohnsicherung haben”, betonte Huber. Auf eine konkrete Ziffer werde die IG-Metall-Spitze wohl erstmals verzichten. “Wenn wir unserer bisherigen Linie treu bleiben wollen, dass die Beschäftigung ganz oben steht, dann sollten wir in die Gespräche mit den Arbeitgebern ohne Konditionen hineingehen”, sagte der IG-Metall-Chef. Die Verhandlungsposition der Gewerkschaft werde nicht besser, wenn die IG Metall eine hohe Prozentforderung stelle. “Niemand glaubt ernsthaft, dass eine hohe Zahl jemanden erschreckt”, sagte Huber.
Die Gewerkschaft fürchtet der Zeitung zufolge, in der Branche könnten 700.000 Arbeitsplätze verloren gehen. Huber forderte deshalb weitere Unterstützung des Staates bei der Kurzarbeit. “Ohne die Politik können wir das nicht tariflich durchstehen, ganz einfach, weil unsere Kollegen finanziell an Grenzen stoßen”, sagte Huber. Entlassungen wären auch für den Sozialstaat die teuerste aller Varianten.
Die Produktion in der Metall- und Elektroindustrie ist in dem Krisenjahr 2009 um rund ein Drittel eingebrochen. Die Beschäftigung ging – dank Kurzarbeit – aber nur um 5% zurück.
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