07.05.2012 |

Im Metall-Tarifkonflikt bleiben die Fronten verhärtet

Die Gewerkschaft plant für die gesamte Woche Warnstreiks in der Metall- und Elektroindustrie (Bild: motorradcbr - Fotolia.com).

Während zum Wochenende erneut zehntausende Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie dem Aufruf zu Warnstreiks folgten, blieben die Arbeitgeber nach außen hart. Bis zum Nachmittag legten nach Gewerkschaftsangaben 90.000 Beschäftigte deutschlandweit die Arbeit zeitweise nieder.

FRANKFURT (Dow Jones/ks)–In Baden-Württemberg beteiligten sich 30.000 Metaller aus über 120 Betrieben an den Warnstreiks. Auch in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen waren Tausende Mitarbeiter im Ausstand. Die IG Metall fordert 6,5 Prozent mehr Lohn, die unbefristete Übernahme von Lehrlingen sowie mehr Mitsprache beim Einsatz von Leiharbeitern.

Während die Gewerkschaft den Druck auf die Arbeitgeber aufrecht hielt, gaben sich diese bewusst unbeeindruckt. Der Präsident der Bundesvereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände, Dieter Hundt, kritisierte das Verhalten der IG Metall als ein längst überholtes Ritual. Die Forderung sei “realitätsfern und entbehrt jeder Grundlage”, sagte Hundt der Passauer Neuen Presse. Gesamtmetall-Chef Martin Kannegiesser nannte die Warnstreiks ein weiteres Mal “nicht zu rechtfertigen”. Die Arbeitgeber bieten bisher eine Lohnsteigerung von 3 Prozent über eine Laufzeit von 14 Monaten.

Am Dienstag beginnt die nächste Verhandlungsrunde zwischen den Tarifparteien im wichtigen Bezirk Baden-Württemberg, der häufig Vorbildcharakter für andere Regionen hat. Trotzdem sollen die Warnstreiks während der gesamten nächsten Woche fortgesetzt werden.


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