07.03.2013 | Wirtschaftspolitik
Maschinenbau fordert Freihandelszone zwischen USA und EU

Die Ankündigung von Verhandlungen über eine Freihandelszone zwischen den USA und der EU wird vom VDMA begrüßt. Dies werde jedoch eine schwere Aufgabe, meint der Außenwirtschaftsexperte Ackermann.
Gunnar Knüpffer
Die Ankündigung von Verhandlungen über eine Freihandelszone zwischen den USA und der EU wird vom VDMA begrüßt. Dies werde jedoch eine schwere Aufgabe, meint der Außenwirtschaftsexperte Ackermann.
Washington/Frankfurt. Der VDMA begrüßt die Aufnahme von Verhandlungen für ein transatlantisches Freihandelsabkommen. US-Präsident Barack Obama hatte in seiner Rede zur Lage der Nation in Washington gesagt: „Heute gebe ich bekannt, dass wir Verhandlungen über eine umfassende transatlantische Handels- und Investitionspartnerschaft mit der Europäischen Union starten werden.“
„Die USA sind der zweitwichtigste Zielmarkt für den deutschen Maschinen- und Anlagenbau“, sagte der Leiter der Abteilung Außenwirtschaft beim VDMA, Ulrich Ackermann. „Wir begrüßen daher den Vorstoß des US-Präsidenten.“
Die Idee eines transatlantischen Marktplatzes hatte Wirtschaftsminister Philipp Rösler bereits am 23. Januar auf dem 3. Deutschen Kongress der Weltmarktführer formuliert. Dieses sei das größte Ziel, um den freien Handel zu fördern, sagte Rösler.
Im vergangenen Jahr exportierte der deutsche Maschinenbau Waren im Wert von über 13 Mrd Euro in die USA. Das entspricht einem Exportplus von fast 20 %. Auch sind die USA nach Einschätzung des VDMA der mit Abstand beliebteste ausländische Investitionsstandort für die im Verband vertretenen Branchen. Der VDMA setzt sich für ein umfassendes Abkommen mit den USA ein. Ziel müsse es sein, sowohl die Zölle als auch die nicht-tarifären Handelshemmnisse vollständig abzubauen. „Dass dies allerdings eine schwere und gegebenenfalls langwierige Aufgabe wird, sollte allen Beteiligten klar sein“, so Ackermann.
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