25.08.2010 | Konjunktur

VDMA geht auf Distanz zum “energiepolitischen Appell”

Weder der VDMA noch der Siemens-Konzern gehören zu den Unterzeichnern der Anzeigenkampagne pro Atomkraft (Bild: Markus Kauf - Fotolia.com).
Weder der VDMA noch der Siemens-Konzern gehören zu den Unterzeichnern der Anzeigenkampagne pro Atomkraft (Bild: Markus Kauf - Fotolia.com).

Der VDMA hat sich skeptisch über die Anzeigenkampagne zur Zukunft der Energieversorgung in Deutschland geäußert.

DÜSSELDORF (ks). Thorsten Herdan, energiepolitischer Sprecher des Verbandes kritisierte im “Handelsblatt” vor allem den Tenor der Anzeige, der stark auf die Verlängerung der Laufzeit der Atomkraftwerke abhebe. “Diese einseitige Beachtung geht in die falsche Richtung”, sagte Herdan. “Dadurch werden notwendige Investitionen in effiziente Kohlekraftwerke gefährdet.” Schon jetzt würden kaum neue Kohlekraftwerke gebaut, während vor einigen Jahren noch fast 40 in Planung gewesen seien. Herdan sprach sich dagegen aus, den bisher gesetzlich festgeschriebenen Vorrang für die erneuerbaren Energien aufzuheben.

Der VDMA hat sich an der Anzeigenkampagne des BDI und der großen Stromkonzerne nicht beteiligt. Eine differenzierende Betrachtungsweise im Sinne eines notwenigen Energiemixes, bei dem auch die Kohle nicht vergessen wird, sei notwendig, so der VDMA.

Aus der Elektroindustrie habe zwar Friedhelm Loh unterschrieben, aber nur in seiner Eigenschaft als Vizepräsident des BDI, nicht als Chef des Elektroverbandes ZVEI, so das “Handelsblatt”. Siemens-Chef Peter Löscher gehört nicht zu den Unterzeichnern. Beim Kraftwerksbauer Alstom  heißt es, man sei nicht angesprochen worden. “Wir setzen auf den Energiemix, aber man darf die Kohle nicht vergessen”, sagte ein Sprecher dem “Handelsblatt”.

Weitere Aktuelle News

Zahl der Insolvenzen rückläufig

Das Ausfallrisiko für deutsche Unternehmen ist im Vergleich zum Vormonat und zum Vorjahr gesunken, besagt der Deutschland-Index von Hoppenstedt 360 (Bild: h_lunke, Fotolia).

In diesem Jahr wird es zu weniger Unternehmensinsolvenzen kommen als im Vorjahr. Das prognostiziert der aktuelle Deutschland-Index von Hoppenstedt 360. Es wird eine Stabilisierung der wirtschaftlichen Entwicklung erwartet mit einem Wachstum von bis zu 1 % in diesem Jahr. Darmstadt (gk). Die deutsche Wirtschaft hält Kurs. Das belegt der mehr

Wirtschaftslage im Euroraum wird besser

Die konjunkturelle Lage im Euroraum ist nicht einheitlich. Insbesondere Griechenland, Portugal, Italien, Spanien und Zypern bereiten noch Sorgen. Bild: Sascha Bergmann-Fotolia

Der ifo Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im zweiten Quartal 2012 deutlicher gestiegen als im Vorquartal. Während sich die Beurteilungen zur aktuellen Lage leicht aufhellten, sind vor allem die Erwartungen für die nächsten sechs Monate nun merklich positiver als im ersten Quartal. München (ilk). Die wirtschaftliche Lage mehr

DIW: Deutsche Wirtschaft legt überraschend zu

Die wirtschaftlichen Aussichten für die kommenden sechs Monate im Euroraum haben sich gegenüber dem Vorquartal spürbar verbessert. Bild: Thomas Reimer - Fotolia

Die deutsche Wirtschaft ist im ersten Quartal überraschend kräftig um 0,5% gewachsen. Dieser Zuwachs gleicht den Rückgang der Wirtschaftsleistung im Schlussquartal mehr als aus. Nach Auffassung von Ferdinand Fichtner, Konjunkturchef des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin), dürfte sich die spürbare Belebung mehr

Konjunktur im Euroraum zieht wieder an

Der Einkaufsmanager-Index rutschte zum zweiten Mal in Folge unter die neutrale Marke von 50 Zählern, ab der Wachstum signalisiert wird. (Bild: Thomas Reimer - Fotolia).

Der Ifo-Indikator für das Wirtschaftsklima im Euroraum ist im zweiten Quartal deutlicher gestiegen als im Vorquartal, liegt aber unter seinem langfristigen Durchschnitt. Während sich die Beurteilungen zur aktuellen Lage nur leicht aufhellten, sind vor allem die Erwartungen für die nächsten sechs Monate positiver als im ersten Quartal. mehr



Anzeige

Suchen