Mit Opel bringen die meisten den Stammsitz Rüsselsheim in Verbindung. Das Werk hat schließlich eine lange Historie. 1862 produzierte Adam Opel dort die erste Nähmaschine, ab 1899 die ersten Automobile.

Opel Patent-Motorwagen, Doktorwagen, Laubfrosch, Kapitän und Admiral liefen am hessischen Standort vom Band. Heute baut das Werk in Rüsselsheim den Insignia sowie den Astra 5-Türer nach dem Global Manufacturing System, dem standardisierten Produktionssystem.

Ein weiterer wichtiger Opel-Standort befindet sich in Ostdeutschland. Opel begann sein Engagement in Eisenach 1990 mit der Gründung der Opel-AWE-PKW GmbH. Das Werk gilt hinsichtlich Umweltverträglichkeit, Fertigungstechnologie und Produktionssystem (GM Global Manufacturing System) als eines der modernsten im Opel-Produktionsverbund. In Eisenach produzieren die Werker die Modelle Corsa und Adam. In Zukunft soll dort der Mokka X vom Band laufen.

Das Zentrum der Komponentenproduktion im europäischen Opel/Vauxhall-Produktionsverbund ist das Werk Kaiserslautern. Neben der jüngsten Zweiliter-Dieselmotoren-Generation fertigt das Werk unter anderem die Mehrzahl der Karosseriekomponenten für den Astra.

Auch im Nachbarland Polen ist Opel stark vertreten. Gegründet 1996 startete das Werk Tychy 1999 die Produktion.

Seitdem fertigten dort die Werker über zwei Millionen Motoren. Diese kommen in Modellen von Opel, Vauxhall und Chevrolet zum Einsatz.

Größter ausländischer Investor in Schlesien

Ein zweiter polnischer Standort befindet sich in Gliwice (Gleiwitz). Opel baute das Werk in nur 22 Monaten. Produktionsstart war im April 1998. Vier Monate später rollte das erste Fahrzeug, ein Astra Classic, vom Band.

Opel Polska ist der größte ausländische Investor in Schlesien. Damit hat das Unternehmen laut eigenen Angaben mit zum wirtschaftlichen Aufschwung der Region und zur positiven Veränderung der industriellen Struktur beigetragen.

Das Werk Gliwice arbeitet mit Produktionssystemen auf dem neuesten Stand der Technik. So hat das Werk ein integriertes Qualitäts- und Umweltschutzsystem entsprechend ISO 9001-2000 und ISO 14001 Standard implementiert. Zwischen der Eröffnung 1998 und November 2007 fertigten die Werker eine Million Autos. Seit Februar 2013 läuft der Cascada in Gliwice vom Band.

Ein weiterer osteuropäischer Standort hat Opel in Ungarn. Das Werk in Szentgotthárd produziert seit 1992 Benzinmotoren. Für die europäischen Opel-Werke ist Szentgotthárd der alleinige Lieferant der sogenannten Familie 1 Motoren (1.6 – 1.8 l). Dort laufen auch die neusten Generationen mittelgroßer Diesel- und Benzinmotoren vom Band.

Ebenso fertigen die Werker dort Motoren und Motorenteile für weitere GM Marken. 2012 eröffnete Opel dort ein hochflexibles Motorenwerk. Innerhalb kürzester Zeit kann die Anlage auf nachfragebedingte Änderungen reagieren und die Produktion entsprechend anpassen.

Nicht weit weg von Szentgotthárd betreibt Opel im österreichischen Aspern das weltweit größte Motoren- und Getriebewerk des Konzerns. Der österreichische Standort produziert Drei- und Vierzylinder-Motoren mit Hubräumen von 1,0 bis 1,4 Liter. Darüber hinaus laufen hier die Getriebe F 17 (Fünfgang-Getriebe für Benzin- und Dieselmotoren mit maximal 1,8 Liter Hubraum) sowie M20/32 (Sechsgang-Getriebe für Benzin- und Dieselmotoren von 1,3 bis 2,2 Liter Hubraum) vom Band.

Auch in Spanien ist Opel vor Ort – und das bereits seit Jahrzehnten. Im Jahr 1982 eröffnete GM für die Fertigung des Opel Corsa ein neues Montagewerk im spanischen Saragossa. 1988 war es das erste Werk weltweit, das mit der Nachtschicht eine dritte Produktionsschicht einführte.

Seit Werksgründung liefen bei GM Spanien die Opel-Modelle Corsa, Kadett, Astra, Tigra, Combo, Meriva und der Mokka vom Band. Mehr als zehn Millionen Fahrzeuge und über drei Millionen Komponenten wurden bisher in Zaragoza produziert. Das Opel-Werk Saragossa hat große Bedeutung für die spanische Automobilindustrie, denn mit ihm wurde das Land zum drittgrößten Fahrzeugproduzenten in Europa.

Seit über 100 Jahren in Großbritannien

Traditionell stark vertreten ist Opel oder besser gesagt die Schwestermarke Vauxhall auch in Großbritannien. Das Werk in Luton wurde 1907 eröffnet und ist das größte Werk für leichte Nutzfahrzeuge in Großbritannien.

Seit 2001 laufen in Luton verschiedene Varianten des Vivaro wie Kastenwagen, Doppelkabine, Hochpritsche mit und ohne Seitenstaufläche und Plattform-Fahrgestell vom Band.

Mehr als 60 Prozent der Produktion werden exportiert. 2009 eröffnete Opel/Vauxhall auf dem Werksgelände ein eigenes Fahrzeugumbau-Center. Das Werk Luton erhielt die Zusage die neue Generation des Vivaro (X82) mit all seinen Modellvarianten zu bauen. Produktionsstart war 2014.

Darüber hinaus befindet sich im britischen Ellesmere Port der wichtigste Produktionsstandort der sechsten Astra-Generation. Es ist das einzige Werk, das den Astra Sports Tourer für Europa fertigt. Außerdem wird der Astra Sports Tourer von Ellesmere Port nach Chile, Israel und Süd-Afrika exportiert.

1962 startete das Unternehmen in Ellesmere Port die Produktion. Seitdem sind verschiedene Modelle des Astra vom Band gelaufen.

1995 erhielt Ellesmere Port als erstes Automobilwerk das ISO 14001-Zertifikat. Zahlreiche Umweltauszeichnungen wie der EON Energy Award und der National Greeen Apple Award folgten.

Video: So produziert General Motors den Opel Ampera-e, das Schwestermodell des Chevrolet Bolt, in den USA.