Einer Studie der KPMG zufolge, die 260 relevante Szenarien für Virtual Reality in Unternehmen untersucht, können alle Branchen mit VR- und AR-Anwendungen (Augmented Reality, erweiterte Realität) „signifikanten Mehrwert” erzielen. „Im unternehmerischen Bereich nehmen die Akteure zunächst die Optimierung der aktuellen Wertschöpfungskette in den Blick. Die Entwicklung echter neuer Geschäftsmodelle wird erst mit einer gewissen Reife der Technologien und der zunehmenden Marktdurchdringung möglich”, schreiben die Studienautoren. 

Die Einsatzszenarien sind vielfältig und erfordern, dass sich Unternehmen zunächst mit den Möglichkeiten der neuen Technologie auseinandersetzen: Wer es noch nicht ausprobiert hat, macht sich keine echte Vorstellung davon. Im Maschinen- und Anlagenbau eignen sich VR-Brillen beispielsweise, um die Inbetriebnahme von Anlagen unterschiedlicher Hersteller zu testen und um sicherzustellen, dass alle Prozesse stimmig im realen Raum stattfinden können.

Sie helfen zudem bei der Bauraumbegutachtung für spätere Wartung, indem deutlich wird, wie viel Bewegungsfreiheit ein Techniker bei der Wartung hat: Das ist vor allem dann relevant, wenn der Zugang später schwierig ist, wie zum Beispiel bei Satelliten.

Der Nutzen von VR-Brillen

Die VR-Technologie kann dabei helfen, Planungsfehler bei der Konstruktion von Baugruppen, beim Anlagen-Layout oder Design von Autonomen Systemen zu vermeiden und Fehlinvestitionen zu verhindern. Bei der Instandhaltung und Wartung wird eine effizientere Arbeit möglich, versierte Kollegen an andern Orten können mit auf das Problem schauen. Parallel dazu bekommt das Konzept des “Digitalen Zwillings”, dem Daten-basierten Abbild von Produkten, immer mehr Gewicht.

Neben der Entwicklung liegt ein wichtiger Einsatzbereich im Schulungsumfeld, denn Abläufe lassen sich wie in der Realität trainieren und verstehen. Besonders hilfreich ist das beim Gefahrentraining und der Senkung von Unfallraten.