Optisch orientiert sich der in goldgelbmetallic lackierte Klassiker am Design der 911 Turbo S Exclusive Series des Typs 991. Die schwarzen Räder tragen Designlinien in goldgelb, Sitze und Interieur sind in schwarz mit goldgelbfarbenen Applikationen ausgeführt.

Die Karosserie verfügt über die charakteristischen seitlichen Lufteinlässe des Typs 993 Turbo S, die 1998 auch als Option für den 911 Turbo verfügbar waren. Der 331 kW (450 PS) starke Sportwagenklassiker feiert am 27. September 2018 bei der Porsche Rennsport Reunion in Laguna Seca (USA) seine Weltpremiere.

Am 27. Oktober 2018 wird das Einzelstück, das nur auf privaten Strecken gefahren werden kann, im Rahmen einer RM Sotheby’s Auktion im Porsche Experience Center in Atlanta versteigert. Der Erlös kommt der in diesem Jahr anlässlich des Jubiläums „70 Jahre Porsche Sportwagen“ gegründeten gemeinnützigen Ferry-Porsche-Stiftung zugute.

Fingerfertigkeit und Handwerkskunst war beim "Project Gold" gefragt
Fingerfertigkeit und Handwerkskunst war beim "Project Gold" gefragt. - Bild: Porsche

"Historie verliert keinesfalls an Bedeutung"

Detlev von Platen, Mitglied des Vorstandes für Vertrieb und Marketing der Porsche AG, sagt: "Das Projekt zeigt klar unsere strategische Ausrichtung. Auch wenn wir mit dem Porsche Taycan ein neues Kapitel in unserer Sportwagengeschichte aufschlagen, verliert die Historie keinesfalls an Bedeutung. Im Gegenteil: Der goldgelbe 993 beweist, dass wir die Tradition unserer Marke mit viel Herzblut pflegen."

Das "Project Gold" ist der spektakuläre Beitrag von Porsche Classic zu "70 Jahre Porsche Sportwagen": Vor dem Hintergrund dieses Jubiläums und der bevorstehenden Markteinführung des ersten rein elektrisch betriebenen Porsche Sportwagens, des Taycan, entstand die Idee, ein komplett neues Fahrzeug auf Basis einer noch vorhandenen Original-Rohkarosse des Typs 993 aufzubauen.

Die Experten konnten dabei auf mehr als 6.500 Originalteile zurückgreifen, die Porsche Classic allein für Fahrzeuge des Typs 993 anbietet. Das gesamte Angebot der Klassik-Sparte umfasst rund 52.000 Positionen.

Rund eineinhalb Jahre dauerte insgesamt der Aufbau des Einzelstücks. Zunächst durchlief die Rohkarosse den Korrosionsschutz- und Lackierprozess der heutigen Serienfahrzeuge.

In der Restaurierungswerkstatt von Porsche entstand anschließend das Sammlerstück, montiert und abgestimmt von den Spezialisten von Porsche Classic. Sie implantierten einen vollständig neuen 3,6 Liter großen Biturbo-Motor in der damals höchsten Leistungsstufe von 331 kW (450 PS).

Schaltgetriebe und Allradantrieb kamen ebenfalls aus dem Regal für Originalteile. Die per Hand eingeschlagene Fahrgestellnummer folgt auf die des Elfers, der 1998 als letztes Serienmodell des Typs 993 Turbo vom Band lief.

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Porsche 911 Turbo
So sieht der alte, neue Porsche 911 Turbo aus. - Bild: Porsche

Bis heute gilt der 993 als ein gefragtes Liebhaberstück

Exterieur- und Interieurelemente wurden mit den werkseigenen Experten der Porsche Exclusive Manufaktur abgestimmt, unter deren Regie die auf 500 Stück limitierte 911 Turbo S Exclusive Series des Typs 991 umgesetzt wurde. Die Designer von Style Porsche entwarfen dazu Farbverläufe und Positionierung von Plaketten und weiteren Applikationen im Interieur.

Bis heute gilt der 993 als ein gefragtes Liebhaberstück, er gilt als besonders ausgereift und zuverlässig. Und agil: Als erster 911 erhielt er ein neu konstruiertes Aluminiumfahrwerk.

Erstmals war die Turbo-Variante mit einem Biturbo-Aggregat ausgestattet, das 1995 als emissionsärmster Serien-Automobilantrieb der Welt galt. Die Frontpartie ist flacher als bei den Vorgängern, möglich gemacht durch den Wechsel von Rund- zu Polyellipsoid-Scheinwerfern.

Eine weitere Innovation der allradangetriebenen Turbo-Version waren die erstmals im Automobilbau verwendeten Hohlspeichen-Aluminiumfelgen. Vom 911 Turbo S mit seinem auf 450 PS leistungsgesteigerten Aggregat wurden seinerzeit lediglich 345 Exemplare gebaut.

Das "Project Gold" von Porsche im Video