Karl-Thomas Neumann

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hatte schon im Juli auf Schwierigkeiten wegen des Brexit hingewiesen. "Die Brexit-Entscheidung verheißt nichts Gutes", sagte Neumann. - Bild: GM

Das sagte ein Sprecher des Unternehmens auf Anfrage von Dow Jones Newswires. Hintergrund ist den Angaben zufolge der geplante Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union. Das Land sei der größte Absatzmarkt für die Modelle Insignia und Corsa. Das Ausmaß der Kurzarbeit hänge deshalb von den Absatzzahlen dieser Modell ab, sagte der Sprecher weiter.

Opel-Chef Karl-Thomas Neumann hatte schon im Juli auf Schwierigkeiten wegen des Brexit hingewiesen. Zwar meldete Opel für das zweite Quartal dieses Jahres zum ersten Mal seit dem Jahr 2011 einen Quartalsgewinn. Die Europa-Tochter des US-Konzerns General Motors (GM) verdiente zwischen April und Juni bereinigt um Sondereffekte und vor Steuern sowie Zinsen rund 100 Millionen US-Dollar. "Die Brexit-Entscheidung verheißt nichts Gutes", sagte Neumann aber.

Das zweite Halbjahr werde wegen des EU-Austritts von Großbritannien "alles andere als einfach werden", warnte Neumann. Der Mutterkonzern GM bezifferte die Kosten des Brexit für das Unternehmen im zweiten Halbjahr auf bis zu 400 Millionen Dollar. "Der Brexit ist aktuell ein Thema für jeden, der Geschäfte im und mit dem Vereinigten Königreich tätigt", sagte der Opel-Sprecher am Freitag.

Über die Pläne für Kurzarbeit hatte am Freitag zuerst der Spiegel berichtet.