Diesel

Neue Diesel-Pkw in Deutschland stehen in der Umweltbilanz nicht besser da als Benziner. - Bild: Pixabay

Laut einem Bericht der Funke-Mediengruppe stießen die im vergangenen Jahr neu zugelassenen Diesel im Schnitt pro gefahrenem Kilometer 128 Gramm des Treibhausgases Kohlendioxid aus. Benziner kamen im Schnitt auf 129 Gramm.

Ab 2021: CO2-Grenzwert von 95 Gramm pro Kilometer

Das geht laut Bericht aus der Antwort des Bundesverkehrsministeriums auf eine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion hervor. Während der Ausstoß beim Diesel gegenüber 2015 um 2 Gramm sank, blieb er bei den Benzinern allerdings unverändert. Ab 2021 gilt in der EU ein durchschnittlicher CO2-Grenzwert von 95 Gramm pro gefahrenem Kilometer für alle neu zugelassenen Pkw.

Ein Hauptargument für den wegen höherer Stickoxidemissionen in Verruf geratenen Dieselmotor ist, dass er im Vergleich weniger Treibstoff verbraucht und damit weniger klimaschädliches CO2 in die Luft bläst. Allerdings entscheiden sich Autokäufer für schwerere Fahrzeuge mit Dieselmotor, weshalb der Umweltvorteil aufgewogen wird.

Laut der Übersicht aus dem Ministerium, die auf Daten des Kraftfahrtbundesamtes basiert, war der durchschnittliche Dieselneuwagen 2016 etwa 27 PS stärker und 400 Kilogramm schwerer als der durchschnittliche Neuwagen mit Benzinmotor. Das gilt mit leichten Abweichungen auch für die Jahre zuvor.