Abbildung SAP IoT Simulator: I Phone-App, Bluetooth, Kästchen, in dem sich bestimmte Sensoren befinden

Der SAP Internet of Things Simulator besteht aus einer iPhone-App und einem kleinen Kästchen, in dem sich Sensoren befinden, die etwa Temperaturen, Feuchtigkeit, die Bewegung und Lichtintensität messen. - Grafik: SAP

| von Andreas Schmitz

Eine Maschine meldet, wenn es ihr schlecht geht und gibt Empfehlungen, damit es ihr wieder besser geht. Das ist die einfache Grundidee, die hinter dem SAP Internet of Things Simulator steckt. Er besteht aus einer iPhone-App und einem kleinen Kästchen, in dem sich Sensoren befinden, die etwa Temperaturen, Feuchtigkeit, die Bewegung und Lichtintensität messen.

Diese Umgebungsdaten fließen permanent in die SAP-Cloud. Die SAP HANA Cloud Platform nimmt sie auf, verarbeitet sie und ermöglicht Simulationen nach individuellen Vorgaben. "Wir können Schwellenwerte für Sensordaten definieren, um sie etwa für die vorausschauende Wartung zu nutzen", erläutert Axel Blazejewski, Head of Demand Management Service Sales MEE bei SAP.

Liegt das sensorbestückte Kästchen im Kühlschrank und die Temperatur steigt über sieben Grad Celsius, alarmiert die App den Besitzer des Geräts und "generiert aus den vorhandenen Daten mithilfe von Regeln und Machine Learning konkrete Handlungsempfehlungen für den Nutzer", erläutert Kai Wussow, Digitalisierungs- & IoT-Experte aus dem Beratungsbereich SAP Service & Support.

Prinzipiell ist es kein großer Unterschied, ob es sich bei der Maschine um den eigenen Kühlschrank handelt, oder aber eine komplexe Maschine in der Produktionshalle eines Fertigungsunternehmens mit einer Vielzahl von Sensoren.

Wohfühlindex für die Maschine schaffen

Die Sensordaten der angebundenen Geräte werden zentral in der SAP-Cloud über die SAP HANA Cloud Platform verarbeitet und ausgewertet.

Deshalb ist es im nächsten Schritt auch sowohl im Web-Browser wie auf dem iPhone oder sonstigen Smartphones möglich, die Messergebnisse zu analysieren und zu interpretieren, die übrigens hüben wie drüben in SAP UI5-basierter SAP Fiori-Oberfläche dargestellt werden, die direkt in die iOS-App eingebettet ist.

"Die hybride mobile Architektur ermöglicht uns schnell und kosteneffizient innovative Apps für unsere Kunden zu entwickeln", so Semkin.

SAP IoT Simulator
Der SAP IoT Simulator ist wie ein Sprungbrett-Modul auf der SAP HANA Cloud Platform einsetzbar. - Bild: SAP

SAP IoT Simulator für Prototypen nutzen

Der Vorteil für den Einsatz solcher IoT-Prototypen im Unternehmen liegt darin, geschäftlichen Nutzen durch die intelligente Verarbeitung von Maschinendaten anfassbar zu machen für IT und Fachbereiche gleichermaßen.

"Erst wenn man Maschinendaten mit den handelnden Personen und den zugrundeliegenden Transaktionen und Prozessen verknüpft, ensteht echter Mehrwert im Unternehmen", ist Wussow überzeugt.

"Der SAP IoT Simulator ist wie ein Sprungbrett-Modul auf der SAP HANA Cloud Platform einsetzbar", erläutert Semkin, der die Beispielszenarien in der App als guten Ausgangspunkt für neue Ideen und individuelle Entwicklungen in den Unternehmen sieht.

Weitere Informationen zum Thema Internet der Dinge erfahren Sie auf www.sap.de/iot