Schaltschrank-PC von Beckhoff.
Electronic Chart Display von Beckhoff. - Bild: Beckhoff

Salzhaltige Luft und 90 % Feuchtigkeit

Auf hoher See machen Temperaturen von 0 bis +50 °C, eine Luftfeuchtigkeit bis zu 90 %, feiner Staub sowie aggressives Salzwasser nicht nur der Besatzung zu schaffen, sondern auch der Technik.

Das Electronic Chart Display and Information System (ECDIS) und damit auch ein geeigneter Rechner sind in der Seeschifffahrt Pflicht. Auf dem Segelschoner Thor Heyerdahl dienen zwei Beckhoff Schaltschrank-PCs C6320 für die Schiffskommunikation.

Mario Bregulla, zuständig für die technische Ausrüstung an Bord, erinnert sich: „Bis etwa 2009 hatten wir für die Schiffskommunikation handelsübliche Consumer-PCs im Einsatz. Diese waren nach spätestens zwei Jahren komplett unbrauchbar. Die Laptop-Displays sind teilweise von innen korrodiert.“

Jetzt sorgt die integrierte USV der Beckhoff-PCs für zusätzliche Ausfallsicherheit. Hiermit steht eine robuste und leistungsstarke Hardware bereit.

Industrie-PCs bei MITAS.
Industrie-PCs zeigen Rezepturen auf dem Display an. - Bild: noax

Hohe Temperaturen, Ruß und Chemikalien

MITAS produziert am Standort Prag Reifen. Einige hundert Meter lang ziehen sich die Produktionsstraßen dahin. Über der Mischerzuführung zeigen Industrie-PCs die aktuellen Aufträge und Rezepturen auf einem Display an.

Die Umgebung an den Mischern ist extrem. Über allem liegt ein schwarzer, schmieriger Film. Der Gummi in den Mischern erwärmt sich auf über 200 °C – nicht unbedingt ideale Einsatzbedingungen für PCs.

„Die ersten Modelle eines anderen Anbieters fielen bereits nach kurzer Zeit reihenweise aus. Die Störungen waren so häufig und ärgerlich, dass sich keiner vom IT-Team mehr in die Produktion traute“, berichtet IT-Manager Pavel Benes.

Die Industrie-PCs Compact C15 von noax allerdings halten den aggressiven Chemikalien stand. Sie besitzen eine hochwertige Kunststoffummantelung. PC und Touchscreen entsprechend der IP65 Schutznorm.

Lichtbögenöfen für Stahlwerke.
Ein Industrie PC von noax in der Eisengießerei Dossmann trotzt Funkenflug und Staub. - Bild: noax

Dauerbetrieb und Vibrationen

Moser entwickelt und fertigt Lichtbögenöfen für Stahlwerke. Geschäftsführer Günter Moser setzte für die Visualisierung zuerst einen Office-PC ein. Der Schaltschrank mit dem PC befindet sich nur wenige Meter entfernt vom Lichtbogenofen.

„Genau dieser PC machte uns nach einiger Zeit Probleme und versagte“, erzählt er. Ursache sind die hohen Temperaturen und Vibrationen in der Nähe des Lichtbogenofens. Hinzu kommt, dass die gesamte Anlage 24 Stunden an sieben Tagen der Woche in Betrieb ist.

Zur Steuerung der Elektroden des Lichtbogenofens setzt Moser Industrieelektronik nun den Microbox PC Simatic IPC427C von Siemens ein. Er kommt komplett ohne drehende Teile wie Festplatte und Lüfter aus. Moser: „Der Microbox PC mit dem Software Controller WinAC F ist sogar vom TÜV für fehlersichere Anwendungen zertifiziert“.