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Durch den Einsatz von SAP HANA und SLT ist es mit dem Konzept Data-In Hub möglich, die Einführungszeiten für SAP S/4HANA zu verkürzen. - Bild: SAP

| von Von Charlotte Otter (SAP News Center)

Als DuPont die Fusion mit Dow und die anschließende Aufteilung in drei unterschiedliche Unternehmen ankündigte, stand fest, dass die Unternehmensdaten dringend harmonisiert werden mussten. Glücklicherweise hatte das Team für Digital Business Services (DBS) vom ‚North America Center of Excellence & Data Management & Landscape Transformation (DM&LT)’ eine Idee, wie der Chemiekonzern sein IT-System auf einer einzigen SAP-Plattform konsolidieren konnte.

SAP HANA in zwei Monaten produktiv

In diesem Plan ging es um ein Konzept namens Data-In Hub, das DuPont ein umfassendes, technologieneutrales Tool zur Definition von Datenanforderungen bot und dank einer SAP-HANA-Implementierung innerhalb von zwei Monaten den produktiven Betrieb ermöglichte.

Indem das DBS-Team alle Unternehmensdaten auf einer Plattform zusammenführte und als Grundlage zur Implementierung nutzte, konnte DuPont die Vorteile einer SAP-HANA-Plattform direkt ausschöpfen – und zwar in Realtime, ohne den Betrieb der Erfassungssysteme des Konzerns zu beeinträchtigen. Das ist das Verdienst von Bernhard Wallner, Alexandre Garske und Koustubh Waikar. Daher ist das Team als DBS-Finalist für Hasso Plattner Founders’ Award. 2016 nominiert worden.

Wallner arbeitet in der Produktentwicklung bei DM&LT und schätzt vor allem die Hochleistungsfähigkeit der Technologie. Sie wurde in einem Maße optimiert, dass sich Geschäftsausfallzeiten minimieren lassen. „Weil die Technologien zwar weiter entwickelt wurden, aber nicht völlig neu sind, ist das Ausfallrisiko mithilfe des Data-In Hub minimal. Die Quellsysteme werden davon kaum oder überhaupt nicht beeinflusst. Wir mussten nicht erst einen ausgeklügelten Plan für DuPont erstellen, sondern konnten direkt an den Daten arbeiten, durch Iterationen die Qualität sichern und gleichzeitig erste Ergebnisse präsentieren“, so Wallner.

In vier Schritten zu SAP HANA

Damit die Umstellung auf SAP HANA bei einem Kunden mit so komplexen Strukturen innerhalb von zwei Monaten gelingt, entschied sich das Team für vier Arbeitspakete, die parallel abgearbeitet wurden:

- Replikation von Echtzeitdaten für die Berichterstellung: Mit Data-In Hub war DuPont in der Lage, Live-Berichte innerhalb von acht Wochen nutzen.

- Profilierung von Stammdaten: Da Echtzeitdaten in Data-In Hub verfügbar waren, konnten Benutzer anhand verschiedener Wirtschaftsparameter in den ersten beiden Monaten wichtige Stammdaten ermitteln sowie Stammdaten filtern und bestätigen, welche davon in die Zielumgebung migriert werden mussten.

- Datentransformation, um DuPont bei der Umwandlung, der Zusammenlegung und der Trennung von Datenobjekten für die veräußerten Geschäftseinheiten zu unterstützen.

- Vorbereitung einer Zielumgebung auf einer Suite „powered by SAP HANA“ mit der erforderlichen Basiskonfiguration und Organisationsstrukturen in einem zusammengeführten Szenario.

SAP Data Architect Alexandre Garske ist der Meinung, dass diese parallelen Arbeitspakete entscheidend zum Erfolg des Data-In Hub beigetragen haben. Demnach kümmerten sich sowohl die SAP-Projektmitglieder als auch das DuPont-Team gleichzeitig um Daten und Prozesse.

„Wir konnten die Daten aus dem ERP-System extrahieren und in den Data-In Hub übertragen. Das bedeutete für uns, dass der Einsatz unserer Tools zur Neugestaltung der Landschaft möglich war und damit auch die Replikation, die Bereinigung und die Veränderung der Daten im konsolidierten System. Innerhalb weniger Wochen waren wir in der Lage, in Echtzeit Analysen und Berichte aus dem konsolidierten SAP-HANA-System zu erstellen, und zwar ohne Unterbrechungen.“

Sekunden statt Tage

Weil die Daten über den Data-In Hub in eine einheitliche Umgebung eingespeist wurden, konnte DuPont schnell die Vorteile von SAP HANA erkennen – vor allem, was die Berichterstellung betraf. „Die Erstellung von Echtzeit-Berichten auf Basis der vereinheitlichten Daten war nun in wenigen Sekunden möglich und dauerte nicht mehr einige Tage.“

Für Koustubh Waikar als Implementierungsverantwortlichen bezeichnet die Tatsache, dass durch den Einsatz des Data-In Hub viele Testzyklen überflüssig wurden, als Durchbruch. „Dank Data-In Hub können wir immer mit aktuellen Informationen in Echtzeit arbeiten. Deshalb waren wir auch in der Lage, Datenprobleme, die uns die Benutzer meldeten, sofort zu beseitigen.“

Schneller Umstieg, bessere Wertschöpfung

Der größte Mehrwert von Data-In Hub ist ein beschleunigter Migrationsvorgang für SAP S/4HANA, der den größten SAP-Kunden einen extrem schnellen Umstieg auf SAP S/4HANA mit einer noch besseren Wertschöpfung ermöglicht. Außerdem sinkt durch einen flexiblen Ansatz das Transformationsrisiko. Denn Kunden können die Systeme bereits während der eigentlichen Umstellung in Echtzeit testen und nicht erst, wenn das Migrationsprojekt abgeschlossen ist. Für die Unternehmen bedeutet dies, dass sie Schwachstellen sofort erkennen und diese mit der Hilfe von SAP beheben können.

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