Mold-ID, Balluff, Spritzgiessform, Schokoladenherstellung

Schon seit mehr als 60 Jahren werden Schokolade-Gießformen in allen Variationen für die industrielle Schokoladen-Fertigung hergestellt. - Bild: Produktion

Spritzgießwerkzeuge zur Herstellung von Kunststoffteilen sind meist sehr komplex und teuer. Sie unterliegen Verschleiß und Verschmutzung und bedürfen regelmäßiger Pflege, Reinigung und Wartung. Dabei hängt die Regelmäßigkeit der Inspektionen oft von Erfahrungswerten der einzelnen Mitarbeiter oder von handschriftlichen Aufzeichnungen ab. Häufig werden Inspektionen und Wartungen in vielen Fällen erst dann durchgeführt, wenn die produzierten Teile nicht mehr die geforderten Qualitätsstandards erfüllen oder das Werkzeug seinen Dienst versagt. Abhilfe leistet hier Mold-ID von Balluff. Es unterstützt die zustandsorientierte Wartung und sorgt für mehr Transparenz bei der Werkzeughandhabung. Eine wichtige Messgröße ist dabei die sogenannte Schusszahl.

Bei häufigem Werkzeugwechsel den Überblick behalten

Ein Unternehmen  in der Schweiz stellt schon seit mehr als 60 Jahren Schokolade-Gießformen in allen Variationen für die industrielle Schokoladen-Fertigung her.

Solche Formen, wie sie letztlich bei Schokoladen-Herstellern in deren Produktionslinien im Durchlauf zum Einsatz kommen, werden in vergleichsweise geringen Losgrößen von üblicherweise 1500 bis 2000 Stück hergestellt. Aus diesem Grund sind die Spritzgießwerkzeuge zur Herstellung der Schokolade-Gießformen modular aufgebaut. Die Basis sind Stammformen mit austauschbaren Einsätzen. Daraus resultieren kurze und häufige Werkzeugwechselzyklen. Deshalb ist es besonders wichtig den Überblick zu behalten, wie oft eine Stammform bereits eingesetzt wurde. „Mit Mold-ID von Balluff können wir dies wunderbar tracken und dokumentieren“, erläutert Urs T., Leiter Engineering beim Schweizer Unternehmen.

In allen Maschinen einzeln nachrüstbar

Mold-ID macht den Einsatz der Spritzgießwerkzeuge rückverfolgbar und gewährleistet ihre optimale Auslastung. Eine Kernkomponente sind RFID-Datenträger, die an jedem Werkzeug befestigt werden. Diese BIS M Tags gewährleisten eine superschnelle Datenübertragung mit 13,56 MHz und einen großen Schreib-/Leseabstand.

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Die Spritzgießwerkzeuge zur Herstellung der Schokolade-Gießformen unterliegen Verschleiß und müssen regelmäßig gewartet werden. Bild: Balluff

Ergänzend wird an geeigneter Stelle an der Maschine ein Schusszähler in Form eines induktiven oder optischen Sensors angebracht. Damit werden die tatsächlichen mechanischen Schusszahlen erfasst. Zur Kommunikation mit dem Datenträger des in der Maschine befindlichen Werkzeugs dient eine RFID-Schreib-/Leseeinheit. Das zentrale Mold-ID-Modul mit Prozessoreinheit und Software beinhaltet ein Gateway zum Firmennetz sowie den Anschluss für eine SmartLight Signalleuchte, welche gut sichtbar für den Maschinenbediener positioniert wird und er dadurch permanent den aktuellen Status des Werkzeuges visualisiert bekommt.

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Ein Smart-Light signalisiert dem Bediener kontinuierlich den Werkzeugzustand. Bild: Balluff

Über die RFID-Datenträger sind die aufgezeichneten Produktionszyklen sowie alle weiteren relevanten Daten einschließlich einer eindeutigen Werkzeugkennung direkt und unverwechselbar mit dem jeweiligen Werkzeug verbunden. Zum Auslesen der Daten können Anwender mobile Endgeräte, wahlweise ein Handheld von Balluff oder ein Android Smartphone mit moderner Near Field Communication (NFC) und der entsprechenden App von Balluff verwenden. Einen weiteren Zugriff auf das Mold-ID-System bietet eine Webservice-Schnittstelle. Sie ermöglicht die Einbindung in übergeordnete Systeme, um alle Werkzeugdaten auch im Firmennetzwerk nutzen zu können.

Balluff

Video: Balluff Smart Light

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