Grafik Schädel und Netzwerkkomponenten

Der Erfolg von Edge-Computing hängt vom Menschen ab – und von der Plattform, die zu ihm passt. - Bild: pixabay

| von Nutanix Newscenter

Erfahrene IT-Projektleiter wissen, dass größere Vorhaben, die in die Arbeitsweise der Fachabteilungen eingreifen, nur gelingen, wenn die Betroffenen von Anfang an in das Projekt mit einbezogen werden. Technik ist schließlich kein Selbstzweck, sondern immer nur ein Mittel. Wer bei IT-Projekten nicht denkt und handelt wie Menschen, die IT hauptsächlich anwenden und nicht im Detail verstehen wollen, hat schon verloren. Wer solche Projekte plant oder umsetzt, sollte dementsprechend die folgenden drei Grundsätze beachten, die sich entscheidend auf den zu erwartenden Erfolg auswirken.

Beim Design vom Anwender her denken

Wer ein derartiges Projekt entwirft, sollte wenigstens zu Beginn weniger die Sensoren des Netzwerks oder Anwendungen für Echtzeit-Analysen im Kopf haben, sondern vielmehr wie ein Designer denken und handeln. Gerade in Deutschland gibt es mit dem Bauhaus eine starke Design-Tradition, die nicht zuletzt in der Industrie viele Bewunderer und Nachahmer hat. Im Zentrum dieser Tradition steht nicht das Produkt, sondern der Anwender und die Frage: Wie und wozu wird die Technologie benutzt?

Anwender meint dabei alle Betroffenen, nicht nur in der Produktion selbst, sondern auch in der IT der Fertigungsunternehmen und je nach Anwendungsfall auch auf Kundenseite. Gut designt ist eine Edge-Computing-Plattform für Entwickler vor allem dann, wenn sie motiviert. Motivieren heißt, zu ermutigen, immer wieder neue Apps zu entwickeln, sie auf ihre Tauglichkeit in der Praxis hin zu prüfen und die damit erzielbaren Ergebnisse zu testen. Fehlschläge sind dabei unvermeidbar, Versuch und Irrtum die Regel. Da darf es nicht schwerfallen, von Neuem zu beginnen und sich nicht entmutigen zu lassen. Dafür muss die Plattform sorgen.
Und gut designt ist eine solche Plattform aus der Sicht der Anwender in der Produktion dann, wenn sie mit ihrer Hilfe den Nutzen der Applikationen am Edge zwischen IoT und Cloud für ihre tägliche Arbeit unmittelbar erkennen und wie selbstverständlich, ohne Berührungsängste und Vorbehalte der Technologie gegenüber, damit umgehen.

Mit einem überschaubaren Pilotprojekt starten

Wenn die Entwickler mit dem Ergebnis ihrer Arbeit zufrieden sind, ist ein wichtiger erster Schritt vollbracht, selbst wenn dafür eine beträchtliche Zahl an Iterations- und Optimierungsschleifen nötig war. Dennoch sollten daraus keine übertriebenen Erwartungen an den Produktivbetrieb der Apps abgeleitet werden. Administratoren wissen aus Erfahrung: Der operative Betrieb kennt ganz eigene Herausforderungen und Stolperfallen, die sich bei der Planung des Projektes nicht immer abgezeichnen.


Deshalb gilt auch hier: Die Frustrationsgefahr ist von Anfang an zu minimieren. Deshalb sollte mit einem überschaubaren Edge-Pilotprojekt begonnen werden. Erst wenn dieses seinen Erfolg in der Praxis unter Beweis gestellt hat, kann der Live-Betrieb Stück für Stück erweitert werden. Die hier empfohlene schrittweise Skalierung ist wörtlich gemeint: Denn sogar der erfolgreiche Betrieb eines Piloten kann trügen, wenn er nicht einem vollständigen Stresstest mit einer Vielzahl verschiedener Störfaktoren wie einem Cyberangriff über das Internet oder dem Einspielen eines Updates im laufenden Betrieb unterzogen wird. Erst wenn dieser Stresstest bestanden ist, sollte der nächste Schritt erfolgen.
Edge Computing gleicht eher einem Marathonlauf als einem Hundertmetersprint. Wer als Neuling mit dem Training beginnt, wird die ganze Strecke erst nach einiger Zeit und vielen graduellen Leistungssteigerungen bewältigen.

Skalierbarkeit einplanen

Der dritte wesentliche Grundsatz bei der erfolgversprechenden Realisierung von Edge-Computing-Projekten lautet: Die Skalierung selbst ist zu unterscheiden von der Skalierungsfähigkeit. Auch wenn sich Entwickler und Anwender Schritt für Schritt dem Ziel annähern, sollten sie zukünftige Entwicklungen des Netzwerks von Anfang an mit bedenken. Das bedeutet konkret, dass die Prozesse von der Entwicklung über das Testen und Pilotieren bis zur Implementierung und Produktivsetzung inklusive Feedbackschleifen von Anfang an auf Skalierung ausgelegt sein sollten.

In dieser Hinsicht hat die IT insbesondere mit dem DevOps-Konzept gute Erfahrungen gemacht. So konnten selbst immer komplexere Entwicklungsprojekte effizienter als früher und sogar schneller bewältigt werden. Das Entscheidende dabei: Die Qualität hat darunter nicht gelitten, im Gegenteil: Weil die einzelnen Teilprojekte überschaubarer gestaltet, alle Betroffenen von Anfang an mit einbezogen und Feedback nach jedem Teilabschnitt berücksichtigt und Fehler unmittelbar behoben wurden, ist diese sogar höher.

Was für die Prozesse gilt, ist genauso für die Plattform relevant. Denn es ist viel schwieriger, eine Plattform, die für eine begrenzte Anzahl von Edge-Geräten und gleichzeitigen Applikationstests gebaut und optimiert wurde, im Nachhinein so zu erweitern und umzubauen, dass sie Hunderttausende oder mehr dieser intelligenten Geräte und simultanen Tests unterstützen kann. Andererseits ergibt es betriebswirtschaftlich keinen Sinn, heute schon einen Wolkenkratzer mit 100 Stockwerken zu bauen, die man erst in zehn Jahren belegen wird. Folglich sollten Fertigungsunternehmen sich für eine Plattform entscheiden, die sich einfach nach dem Baukastenprinzip erweitern lässt, ohne dass Leistungseinbußen drohen, oder anders ausgedrückt: die linear skaliert.

Was die Technik hinter Projekten für die Schnittstelle zwischen IoT und Cloud anbelangt, gilt es deshalb, groß, das heißt vom Ende her zu denken. Andererseits muss sie in der Lage sein, den Weg zusammen mit dem Menschen zu gehen und sich Schritt für Schritt dem Idealzustand zu nähern, anstatt von dort ihren Ausgang zu nehmen.

 

Kostenreduktion, optimierte Prozesse, Linderung des Fachkräftemangels, weniger Ausfall- und Stillstandszeiten der Geräte, Erkenntnisse für neue Produkte und Dienstleistungen, eine neue Nutzungserfahrung für die Kunden – die Ziele von Edge-Computing-Projekten sind so zahlreich und unterschiedlich wie die Fertigungsunternehmen, die sie planen und umsetzen. Doch immer hängt ihr Erfolg von einer menschengerechten Vorgehensweise ab. Dazu gehören ganz wesentlich Motivation, der produktive Umgang mit Fehlern, schrittweises Herantasten und Lernen und schließlich die Nutzung der bewährten Applikationen und Prozesse im Großmaßstab. Da solche Projekte gleichzeitig nur mit einer Edge-Computing-Plattform umzusetzen sind, muss diese so designt und gebaut sein, dass sie diese Vorgehensweise in allen Phasen und Aspekten unterstützt.
Und da Probieren über Studieren geht, lässt sich eine solche Edge-Computing-Plattform hier kostenlos testen.

Der Eintrag "freemium_overlay_form_pro" existiert leider nicht.