Prof. Matthias Klingner ist Leiter des Franhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme

Prof. Matthias Klingner ist Leiter des Franhofer-Instituts für Verkehrs- und Infrastruktursysteme. - Bild: Patrick P. Palej/Fraunhofer IVI; Grafik: Produktion

Herr Prof. Klingner, ganz grob zusammengefasst, beschäftigen Sie sich am Fraunhofer-Institut für Verkehrs- und Infrastruktursysteme IVI mit der Mobilität von morgen. Wie werden wir uns denn Ihrer Meinung nach in fünf oder zehn Jahren fortbewegen?

Um bestehende Infrastrukturen besser auszulasten, die energetischen Ressourcen effizient zu nutzen und die Verkehrssicherheit weiter zu erhöhen, bedarf es neuer Konzepte und innovativer Lösungen. Dennoch wird es noch lange Zeit dauern, bis sich alternative Antriebstechnologien mehrheitlich durchgesetzt haben. Der Verbrennungsmotor bleibt uns die nächsten Jahre erhalten. Über Batteriebusse, elektrischen Verteilerverkehr und eine zunehmende Zahl an eCars wird die Elektromobilität langsam Einzug halten, auch Wasserstofftechnologien werden eine Renaissance erleben.

"Elektromobilität wird dann attraktiver, wenn sich die Reichweiten deutlich erhöhen." - Prof. Matthias Klingner

Welche der Forschungsfelder bzw. Ergebnisse des Instituts würden Sie lieber schon heute als morgen umgesetzt sehen und warum?

Elektromobilität wird dann attraktiver, wenn sich die Reichweiten deutlich erhöhen. Unser Institut arbeitet derzeit mit Partnern aus der Industrie an Schnellladetechnologien, die diesem Anspruch gerecht werden sollen. Ein weiterer Forschungsschwerpunkt am Fraunhofer IVI sind die intelligenten Verkehrssysteme. Schon jetzt wäre es wünschenswert, wenn mehrere Fahrzeuge synchronisiert die Kreuzungen passieren könnten. Das beschleunigt den Verkehrsfluss und senkt den Kraftstoffverbrauch.

Spielen diese Ergebnisse auch eine Rolle in ihrem Vortrag auf dem EMAG Technologieforum?

In meiner Präsentation gehe ich vor allem auf Entwicklungen im Bereich Fahrzeug- und Antriebstechnik ein. Ein großer Teil des Vortrags widmet sich dem brisanten Thema Luftreinhaltung und geht der Frage nach, inwieweit es sinnvoll ist, verkehrsbeschränkende Maßnahmen und Dieselfahrverbote politisch durchzusetzen.

Ein ausführliches Interview mit Prof. Klingner finden Sie hier.

Fertigungslösungen für konventionelle und E-Powertrain-Komponten auf dem Technologieforum 2019

Die Mobilität der Zukunft wird von vielfältigen Faktoren beeinflusst – insbesondere von unser aller Nutzerverhalten. Hier hat man bereits heute schon viele Optionen, sich aus dem Angebot von Mobilitätsdienstleistern den für sich passenden Mix zu erstellen. Es wird also noch über Jahre, wenn nicht gar Jahrzehnte hinweg eine Koexistenz von unterschiedlichen Mobilitäts- und Antriebsformen geben.

Für Hersteller und Zulieferer bedeutet dies, dass ein immer größeres Teilespektrum zu bearbeiten ist. Für viele dieser Teile präsentiert EMAG moderne und schlanke Fertigungslösungen, die auf dem breiten Technologie-Know-how der Gruppe basieren. In der Themenwelt können sich die Besucher des EMAG Technologieforums, das am 15. und 16. Mai in Salach stattfindet, direkt mit den Experten aus den jeweiligen Bereichen austauschen und sich über die Möglichkeiten von modernen Fertigungslösungen für E-Bike, Powertrain und Co. informieren.

Alle Informationen zum Technologieforum finden Sie unter: www.emag.com/technologieforum