Storage Scale

Die intelligenten Fabriken benötigen qualifiziertes Personal. - Bild: Proto Labs

Industrie 4.0 und die digitale Fertigung schaffen die Voraussetzung für eine neue Art des Datenaustauschs während des gesamten Produktlebenszyklus. Robotik und Automatisierung machen extrem kurze Durchlaufzeiten, bedarfsorientierte Produktion und kundenspezifische Massenproduktion möglich, die neue Chancen in der Fertigung eröffnen. Die vierte industrielle Revolution hat deswegen mehr als alle anderen vor ihr das Potenzial, sowohl die Industrie als auch unsere Lebensweise vollständig zu verändern.

Selbstregulierende Fertigungsprozesse

Die Smart-Factorys-Studie von Capgemini hat bereits die enorme Bedeutung von intelligenten Fabriken deutlich gemacht. 84 Prozent der Umfrageteilnehmer gaben an, bereits eine Initiative hinsichtlich intelligenter Fabriken gestartet zu haben, bei der vernetzte Fertigungsprozesse in Verbindung mit Big-Data-Analysen und dem Internet der Dinge (IoT) eingesetzt werden, um die Produktivität, Qualität und Effizienz von Fabriken zu steigern.

Außerdem gaben mehr als die Hälfte (56 Prozent) der befragten Führungskräfte von Fertigungsunternehmen an, sie hätten in den letzten fünf Jahren über 100 Millionen US-Dollar in derartige Initiativen investiert. 20 Prozent der Befragten nannten sogar Summen von 500 Millionen US-Dollar und mehr.

Die Studie sagt voraus, dass bis zum Jahr 2020 die Hälfte aller Fabriken intelligent sein könnte. Die dadurch erzielte Produktivitätssteigerung könnte bis 2022 einen zusätzlichen Beitrag zur globalen Wirtschaft von bis zu 1,5 Billionen US-Dollar bedeuten.

9. Deutscher Maschinenbau-Gipfel

Der Maschinenbau gilt als die Leitbranche und das Aushängeschild der deutschen Industrie. Doch auch die starke Branche bleibt von geopolitischen Ereignissen Protektionismus, Brexit oder länderübergreifenden Spannungen nicht unbehelligt.

Auf dem 9. Maschinenbau-Gipfel in Berlin erfahren Sie, was Branchen-Experten zu den Themen denken – und welche Tipps sie für Sie haben. Wir haben die Antworten auf Ihre Fragen.

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Digitale Fabrik der Zukunft

Smart Factory bei Proto Labs
Smart Factory bei Proto Labs – auch Proto Labs automatisiert dank der Smart Factory alle Facetten der Fabrik. Entdecken Sie auf der Infografik, wie die Zusammenhänge funktionieren. - Bild: Proto Labs

Doch wie wird die digitale Fabrik im Jahr 2020 in Deutschland genau aussehen? Antworten darauf hat eine aktuelle Studie von PwC, die sich mit dem Status Quo der Digitalisierung in den führenden deutschen Industrieunternehmen und ihren Herausforderungen beschäftigt hat.

Um bei der Digitalisierung voranzukommen, sind Investitionen erforderlich, und zwar nicht nur in neue Fertigungstechnologien. Dazu ist die Mehrheit der deutschen Unternehmen bereit, denn 9 von 10 Unternehmen investieren bereits in den Ausbau von digitalen Fabriken.

Dabei ist Deutschland als Standort enorm beliebt: 93 Prozent der Befragten, die in digitale Fabriken investieren wollen, planen alle oder einige Standorte in Deutschland. Dies zeigt, welche enorme Bedeutung Deutschland als Wirtschaftsstandort auch in Zukunft haben wird.

3D-Druck als digitale Schlüsseltechnologie der Zukunft

Die PwC-Berater sagen für die Zukunft sowohl die vernetzte Sensorik als auch den 3D-Druck als digitale Schlüsseltechnologie voraus. Dabei soll sich der Einsatz von 3D-Druck in den kommenden Jahren mehr als verdoppeln: Derzeit arbeiten 18 Prozent der Unternehmen mit 3D-Druck, bis in fünf Jahren soll diese Zahl auf 37 Prozent ansteigen.

Bereits heute erkennen viele Unternehmen die zahlreichen Vorteile: Mit 3D-Druck können Stillstandzeiten vermieden sowie neue Wege in Produktion und Entwicklung gegangen werden - und das mit einer Vielzahl unterschiedlichster Materialien und in einer Schnelligkeit, die zurzeit kaum zu übertreffen ist. Deswegen wird 3D-Druck zurecht als eine Schlüsseltechnologie angesehen, die in Zukunft noch wichtiger werden wird.

Um neue Wege zu gehen, ist jedoch die Abkehr vom Althergebrachten unabdingbar. Zur Umrüstung auf neue Fertigungsweisen, die die Industrie 4.0 mit sich bringt, ist eine Transformation notwendig, die sowohl herkömmliche Geschäftsmodelle als auch die gesamte Lieferkette umfasst. Zusätzlich sind Investitionen erforderlich, die sich nicht nur auf die Fertigungstechnologie beschränken. Beispielsweise müssen auch Back-Office-Systeme aktualisiert und kundengerichtete Webanwendungen entwickelt werden. Außerdem sollten die Datenauswertung und -analyse stärker im Mittelpunkt stehen.

Qualifizierte Fachkräfte notwendig

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Schnell, kostensenkend und zuverlässig. Wer Industrie 4.0 in allen Bereichen clever nutzt und umsetzt, hat beste Chancen, von der digitalen Fertigung zu profitieren. - Bild: Proto Labs

In einigen Bereichen gibt es die Besorgnis, dass Automaten und Roboter die Fertigung vollständig beherrschen und die Menschen komplett aus der Arbeitswelt verdrängen könnten. Allerdings sind diese Ängste unbegründet, denn das zugrundeliegende Geschäftsmodell wird sich nicht verändern.

Es wird vielmehr ein Fokus auf die geschäftlichen Vorteile, die die neuen Technologien bringen, gelegt. Unabhängig vom Automatisierungsgrad sind auch in intelligenten Fabriken qualifizierte Fachkräfte notwendig, die für einen reibungslosen Produktionsprozess sorgen.

In Verbindung mit der Vernetzung von Kunden, den Geschäftsprozessen sowie den Produktionstechnologien, sind die Mitarbeiter das Fundament für eine optimal funktionierende digitale Fertigung. Auf dem Weg zur Industrie 4.0 müssen Unternehmen Investitionen in all diesen Bereichen tätigen, um Erfolge mit der intelligenten Fabrik zu erzielen.

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Proto Labs, der Experte für 3D-Druck, CNC-Bearbeitung, Spritzguss und digitale Fertigungsdienstleistungen hat in seinem Whitepaper "Daten, Digital Threads und Industrie 4.0" zusammengefasst, was die Führungskraft von heute zum Thema Digitale Fertigung wissen muss, um vom Boom zu profitieren.

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