Proto Labs, Oberflächenveredelung

Bei der Oberflächenveredelung durch Metallbeschichtung können echt aussehende und funktionale Teile und Prototypen erzeugt werden. - Bild: Proto Labs

Es gibt verschiedene Verfahren, wie die Oberflächen von Prototypen und Teilen, die im Kunststoff-3D-Druck mittels Stereolithographie oder selektivem Lasersintern hergestellt wurden, nachbearbeitet und veredelt werden können. Die Auswahl des Verfahrens ist abhängig von Material und späterem Anwendungsbereich der Teile.

 

Zum einen gibt es das Galvanisieren oder auch Metal Coating, Galvanoforming, Elektroplattieren oder Verchromen – also das Beschichten mit Metall. Hierbei wird das 3D-gedruckte Teil zunächst aufbereitet (das sogenannte Finishing), das heißt Supportstrukturen – sofern vorhanden – werden entfernt und Oberflächen werden laut Kundenwunsch oder zur Vorbereitung für eine optimale Metallbeschichtung bearbeitet. Dann wird, ebenfalls laut Anforderung des Bestellers und Empfehlung unserer Experten was die funktionalen Ansprüche des fertigen Teils angeht, dasselbe mit Metall beschichtet.

Solche Ansprüche können ganz simpel ein gutes Aussehen durch eine glänzende und glatte Oberfläche beispielsweise mit Chrom sein, aber auch eine bestimmte Temperaturbeständigkeit, die notwendige Abschirmung gegen elektrische oder magnetische Felder und weitere Eigenschaften sein.

Bei diesem Verfahren können ganze Teile oder auch nur einzelne Bereiche eines Teils bearbeitet werden. Wird nach dem Beschichten mit Metall die Urform aus Kunststoff entfernt, spricht man von Galvanoplastik oder auch Galvanoforming.

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Die Galvanotechnik ist ein Prozess, bei dem Teile durch Elektrodeposition oder Elektroplattieren aus Metall geformt werden. Das Ergebnis sind Teile aus Metall mit Wandstärken im Mikrometerbereich (μm). Die Urform oder auch der Grundkörper wird je nach Beschaffenheit vorbehandelt, um sicherzustellen, dass nach der Bearbeitung die die fertige Elektroform und der Grundkörper gut voneinander trennbar sind. Hierbei ist zwischen leitfähigen (zum Beispiel metallische) und nicht leitfähigen (beispielsweise aus Glas, Silikon oder Kunststoff) Grundkörpern zu unterscheiden.

Der große Vorteil in diesen Verfahren besteht darin, dass auch Teile und Prototypen mit hoch komplexen Geometrien beschichtet werden können. So erhalten Sie besonders echt und hochwertig aussehende Prototypen und beschichtete Teile, die so nicht fräsbar sind oder das Fräsen sich aus finanzieller Sicht nicht lohnen würde. Typische Anwendung findet die Oberflächenveredelung durch Metallbeschichtungen bei dünnen, leichten und sehr detailreichen Bauteilen, bei Komponenten zur Abschirmung gegen elektrische oder magnetische Felder sowie für die Verchromung von Oberflächen bei Prototypen.

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