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2018 steigt das Gehalt von Fachkräften und Vorständen. - Bild: Pixabay

Im westeuropäischen Durchschnitt erhöhen sich die Gehälter um 2,6 Prozent bei einer erwarteten Inflation von 1,3 bis 1,8 Prozent. Demzufolge werden Reallohnsteigungen für Deutschland von rund 1,5 Prozent erwartet. Als einziges westeuropäisches Land verzeichnet Großbritannien bei einer Inflation von 2,8 Prozent einen geringen realen Gehaltsrückgang.

Dies geht aus einer Studie hervor, die die Personal- und Managementberatung Kienbaum in 36 Ländern durchgeführt hat. Weltweit haben über 1.550 Unternehmen unterschiedlicher Branchen und Größen haben hierfür Informationen zur erwarteten Gehaltsentwicklung preisgegeben.

Fachkräfte profitieren am stärksten

Unter Betrachtung der einzelnen Hierarchieebenen gestaltet sich die Verteilung der Gehaltserhöhungen in Westeuropa von Land zu Land verschieden. Während Vorstände in Finnland, Italien oder Portugal mit den vergleichsweise höchsten Gehaltszuwächsen rechnen können, profitieren in Deutschland, Österreich oder Luxemburg die Spezialisten und Fachkräfte am meisten. In der mittleren Managementebene sind in Frankreich, Belgien und den Niederlanden bei Steigungsraten zwischen 2,5 und 3,4 Prozent die stärksten Gehaltserhöhungen zu erwarten. 

In den osteuropäischen Ländern ist bei einer durchschnittlichen Rate von fast fünf Prozent über alle Hierarchieebenen hinweg von einer wesentlich stärkeren Gehaltssteigerung als in Westeuropa auszugehen. Die prozentualen Gehaltssteigerungen in den Ländern Osteuropas liegen zwischen 2,9 und 7,6 Prozent, wobei die erwarteten Gehaltszuwächse in den osteuropäischen Nicht-EU-Staaten vergleichsweise höher ausfallen.

Allerdings wird in der Ukraine, Türkei und Weißrussland eine Inflationsrate von über acht Prozent erwartet, sodass die prognostizierten Gehaltssteigerungen von der Preisteuerung aufgezehrt werden und die Realeinkommen sinken. Der Inflationsausgleich ist daher wesentlicher Treiber und ausschlaggebender Faktor für die Gehaltsentwicklung in diesen Ländern. Aufgeteilt nach Hierarchieebenen profitieren sowohl in den EU- als auch in den Nicht-EU-Staaten Osteuropas Spezialisten und Fachkräfte mit durchschnittlich mehr als 5 Prozent am stärksten von Gehaltserhöhungen, wie die Kienbaum-Studie ergibt.

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    Platz 10: In der Consulting/Berater Branche liegt das durchschnittliche Jahresgehalt bei 58.587 Euro. - Bild: Pixabay

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    Platz 7 belegt die Medizintechnik. Hier wird jährlich ein Gehalt von im Schnitt 61.043 Euro gezahlt. - Bild: Siemens Healthcare

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    Platz 6: In der IT/ITK Branche beträgt das jährliche Gehalt 61.058 Euro - Bild: Pixabay

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    Platz 5 nimmt mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 61.229 Euro die Banken-und Versicherungsbranche ein. - Bild: Pixabay

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    Platz 4: Mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 62.045 Euro verdient der Beschäftigte Automotivebereich etwas mehr als ein Banker. - Bild: VW

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    Platz 3: Die Automatisierungsbranche zahlt durchschnittlich 62.140 Euro pro Jahr. - Bild: Pixabay

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    Platz 2: Im Rechtswesen sind Jahresgehälter von 63.031 Euro üblich - Bild: Pixabay

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    Platz 1: Am besten verdient mit einem durchschnittlichen Jahresgehalt von 63.115 Euro die Chemie- und Pharmaindustrie - Bild: Pixabay

In Indien steigen Reallöhne am stärksten

Bei den untersuchten außereuropäischen Staaten werden insbesondere in den  Schwellenländern hohe Gehaltssteigerungen erwartet. In Indien werden Gehaltszuwächse von bis zu 8,2 Prozent prognostiziert, gefolgt von Brasilien und China mit 6,4 Prozent  beziehungsweise 5,3 Prozent. Im Hinblick auf die nach Hierarchieebenen aufgeteilten Gehaltszahlungen steigen in Mexiko, Indien, Japan und China die Gehälter von Spezialisten und Fachkräften am stärksten.

In den USA und in Singapur dagegen profitieren die obersten Führungsetagen mit Erhöhungen von bis zu 4,7 Prozent (USA) am stärksten von Gehaltszuwächsen. Über alle Hierarchieebenen hinweg ist in den USA mit einem Gehaltszuwachs von 3,9 Prozent und einer realen Lohnsteigerung von 1,7 Prozent zu rechnen.

Unternehmensleistung bleibt stärkster Einflussfaktor

Die Kienbaum-Studie zeigt außerdem: Die Unternehmensperformance bleibt auch für das Jahr 2018 der weltweit wichtigste Einflussfaktor auf die Gehaltsentwicklung. Allerdings bilden im westeuropäischen Vergleich Österreich und Griechenland regionale Ausnahmen. Hier wird die Leistung der Mitarbeiter für die Gehaltsannahmen stärker einbezogen als das Unternehmensergebnis.

Zudem spielen in Deutschland, Österreich und in den skandinavischen Ländern Tarifverträge eine zentrale Rolle bei der Gehaltsentwicklung. In Osteuropa ist vor allem der Inflationsausgleich, in Bulgarien und Weißrussland aber auch das Wirtschaftswachstum zentraler Einflussfaktor der Gehaltsentwicklung.

Nicht-monetäre Anreizsysteme gewinnen an Bedeutung

Obwohl die finanzielle Vergütung auch in Zeiten der unter dem Begriff „New Work“ gefassten Veränderungen in Arbeitsprozessen und Organisationsstrukturen weiterhin zentrales Element bleibt, gewinnen nicht-monetäre Anreizsysteme zunehmend an Bedeutung.

Wie aus einer Fokusbefragung mit 500 Studienteilnehmern hervorgeht, geben drei Viertel der Befragten an, dass flexible Freizeitgestaltungsmöglichkeiten wie zum Beispiel die Möglichkeit von Sabbaticals als neue Faktoren in die Vergütungssysteme zunehmend an Bedeutung gewinnen. Zudem erachten mehr als 70 Prozent Mitarbeiterbeteiligungen am Unternehmenserfolg zukünftig als wichtigen Baustein in der Vergütung der Mitarbeiter.

Zunehmend etablieren die befragten Unternehmen Bewertungen durch gleichrangige Peers, um die individuelle Leistung der Mitarbeiter differenziert bewerten zu können. Auch Kompetenzprofile finden verstärkt Anwendung, wenn es um die Bewertung und Förderungen von Leistungspotenzialen der Mitarbeiter geht.

Kienbaum

Die Top-Verdiener mit Berufserfahrung

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    Platz 12: Geistes- und Sozialwissenschaftler erhalten mit einer Berufserfahrung von mehr als drei Jahren ein durchschnittliches Jahresgehalt von 45.292 Euro. Quelle: Jobware - Bild: Pixabay

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    Platz 9: Deutlich mehr erhalten Psychologen nach ihren ersten drei Jahren im Beruf. Dort liegt das Jahresgehalt in etwa bei 58.483 Euro. Quelle: Jobware - Bild: Pixabay

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    Platz 8: Chemiker mit Berufserfahrung werden mit einem durchschnittlichen Gehalt von 59.268 Euro pro Jahr honoriert. Quelle: Jobware - Bild: Pixabay

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    Platz 6: Ab einer Berufserfahrung von über drei Jahren erhalten Biologen ein Jahresgehalt von 59.683 Euro. Quelle: Jobware - Bild: Pixabay

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    Platz 5: Physiker erhalten ab ihrem dritten Berufjahr ein Durchschnittsgehalt von 59.789 Euro pro Jahr. Quelle: Jobware - Bild: Pixabay

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    Platz 4: Im Fachbereich Mathematik werden erfahrene Akademiker ab dem dritten Arbeitsjahr mit einem Jahresgehalt von 60.512 Euro entlohnt. Quelle: Jobware - Bild: Pixabay

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    Platz 3 belegen Berufserfahrene (Wirtschafts-) Informatiker. Sie erhalten pro Jahr eine Vergütung von 62.793 Euro. Quelle: Jobware - Bild: Pixabay

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    Platz 2: Ingenieure mit einer Berufserfahrung von drei Jahren können mit einem Durchschnittsgehalt von 63.205 Euro pro Jahr rechnen. Quelle: Jobware - Bild: Pixabay

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    Platz 1: Nach drei Jahren Arbeitserfahrung verdienen Juristen ein durchschnittliches Jahresgehalt von 64.602 Euro und sind somit die absoluten Top-Verdiener. Quelle: Jobware - Bild: Pixabay