ROI Preisverleihung Supply-Chain Auszeichnung für Busch-Jäger

Das Team der Busch-Jaeger Elektro GmbH bei der Verleihung des Industrie 4.0 Awards 2019 in der Kategorie Smart Supply Chain. - Bild: ROI

Der Markt für Smart-Home-Anwendungen wächst rasant und mit ihm auch die Nachfrage nach individuell gestaltbaren Produkten. Die Digitalisierung und die damit einhergehende Beliebtheit der neuen Technologien führt gerade im B2B-Bereich zu völlig neuen Anforderungen hinsichtlich Lieferzeit, Transparenz, Benutzerfreundlichkeit und vor allem Flexibilität. Um auf diese Trends zu reagieren, hat der Hersteller für Elektro- und Installationstechnik Busch-Jaeger an seinem Standort in Lüdenscheid einen völlig neuen SCM-Prozess zur Fertigung individueller Bedienelemente eingeführt.

Lieferkette 4.0: Wie das Produkt die Produktion steuert

Lange war die Produktion des Unternehmens auf anonyme Lagerfertigung ausgelegt. Heute können Endkunden ihre Busch Tacteo KNX-Bedienelemente über einen Online-Produkt-Konfigurator individuell gestalten. So können sie etwa zwischen verschiedenen Gerätegrößen, -farben sowie konfigurierbaren Bediensymbolen wählen. Die via Internet generierten Produkt-Aufträge werden anschließend mittels Produktionsauftragscode und eindeutiger Design-ID an die Fertigung übergeben. Die durchgängige Wertschöpfungskette von der Produktkonfiguration durch den Endkunden über die Erzeugung der Auftragsdaten bis hin zur Fertigungsplanung und Rüstoptimierung stellt dabei maximale Transparenz und eine kosteneffiziente Fertigung sicher. "Mit der Digitalisierung unseres Supply-Chain-Managements haben wir es geschafft, Busch-Jaeger von einem anonymen Lagerfertiger in einen Individualfertiger mit kundenauftragsbezogener Produktion zu verwandeln", erklärt Lars Simora, Project Engineer bei Busch-Jaeger Elektro.

Digitalisierung über eine Plattform

Im Zentrum des prämierten SCM-Prozesses steht eine auf ABB Zenon aufsetzende Service-Bus-Architektur, die das Unternehmen gemeinsam mit dem Mannheimer Systemintegrator Neogramm, der Lösungen rund um die industrielle Digitalisierung anbietet, realisiert hat. Sie dient als zentrale Datendrehscheibe zur hierarchielosen Anbindung aller notwendigen Systeme - von ERP bis hin zum Code-Scanner. In Richtung OT (Operations Technology) wurden alle Maschinen und Anlagen über OPC UA standardisiert angebunden. Das ermöglicht ein dynamisches Engineering von Anlagen über ein generisches Informationsmodell. Anlagenspezifische Daten können so durch die Selbstbeschreibung nahtlos übernommen und auch bei Änderungen im Betrieb synchronisiert werden.

Ist Industrie 4.0 ohne das Internet of Things (IoT) überhaupt möglich? - Quelle: ROI

"Die Anforderungen, die wir in der Vernetzung unterschiedlichster Systemebenen hier hatten, wären für eine streng hierarchische Strategie schlicht und ergreifend nicht realisierbar gewesen" erklärt Christos Lithoxopoulos, Bussiness Development Manager bei Neogramm. "Stattdessen haben wir eine lose Kopplung der Expertensysteme und der einzelnen Fertigungsstationen gewählt, ohne diese maßgeblich zu verändern. Mit dieser serviceorientierten Architektur ist es uns gelungen, die Geschäftsprozesse dynamisch mit den Produktionsprozessen zu verbinden."

Industrie 4.0: Award von ROI-Efeso und der Zeitschrift PRODUKTION

Digitale Assistenzsysteme, Data Analytics, künstliche Intelligenz oder Machine Learning verändern die Wertschöpfungsprozesse der produzierenden Industrie in rasanter Geschwindigkeit. Unternehmen, die es schaffen, diese Digitalisierungs-Technologien, -Werkzeuge und -Systeme erfolgreich in ihre Wertschöpfungsprozesse zu integrieren, gehören zu den Taktgebern der Industrie 4.0. Sie zeichnet ROI-Efeso gemeinsam mit der Fachzeitung PRODUKTION seit 2013 mit dem Industry 4.0 Award aus – einem der wichtigsten Benchmarks für Digitalisierungs-Projekte und Industrie-4.0-Best-Cases.

 

Mehr zum Award erfahren Sie hier.

Plug&Produce: So funktioniert Industrie 4.0

Busch-Jäeger arbeitet mit DMC-Code
Dank DMC-Code: Die smarten Werkstücke navigieren sich eigenständig durch den Fertigungsprozess. - Bild: Busch-Jäger

Durch die State-of-the-Art Supply-Chain-Management-Plattform schafft Busch-Jaeger die Voraussetzung für flexible Fertigungslinien, über die neue Maschinen – unabhängig von ihrem Standort – jederzeit via Plug & Produce einfach in die bestehende Fertigungslinie integriert werden können. "Von der Lösung, die wir hier am Standort Lüdenscheid implementiert haben, sollen künftig auch weitere Bereiche im weltweiten Fabrikverbund profitieren können. Die Möglichkeit, unsere Erkenntnisse auf andere Produktlinien zu übertragen, erhöht unsere Anpassungsfähigkeit an kommende Marktanforderungen erheblich", betont Donato Caputo, Local Product Group Manager bei Busch-Jaeger.

Noch mehr Industrie-4.0-Infos?

Busch-Jaeger setzt bei seiner Lösung auf eine hochflexible IoT-Architektur. Mehr zur Bedeutung von IoT-Infrastrukturen und weitere Einblicke rund um die Themen Digitalisierung und Industrie 4.0 finden Sie in den Industrie-4.0-Lernvideos von ROI.

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