SAP, Internet of Things, IoT, Industrie 4.0, I4.0, I40, Internet der Dinge, openSAP, Wettberweb, Imagine

Beim Prototyping-Wettbewerb auf openSAP im Rahmen des Kurses ‚Imagine IoT’ durften die Gewinner entscheiden, welche gemeinnützigen Organisationen eine SAP-Spende erhalten. - Bild: Pixabay

Was passiert, wenn 18.000 Menschen zusammenkommen und sich gemeinsam neue Möglichkeiten überlegen, wie das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) das Leben von Menschen und die Welt verbessern kann? Dann können Neugeborene rund um die Uhr betreut werden und es ist möglich, Großveranstaltungen effektiv zu überwachen und für Sicherheit zu sorgen. Außerdem verschwindet Müll in Stadtparks wie von Zauberhand, noch bevor er stört. Und Wanderer erhalten auf Fernwegen die nötigen Informationen, damit sie dort Zugang zu Trinkwasser haben.

Praxisorientierte Aufgaben, Crowdsourcing & Profi-Tools von SAP

Dies sind nur ein paar der äußerst innovativen Ideen, die die Teilnehmer des aktuellen OpenSAP-Kurses mithilfe des Internets der Dinge umsetzten, um damit Probleme aus ihrem Umfeld zu lösen. Der Kurs ‘Imagine IoT’ stand vom 12. Oktober bis zum 10. November 2016 als Einführungskurs auf open SAP zur Verfügung.

OpenSAP ist eine preisgekrönte Lernplattform, auf der ein breites Spektrum an Business- und IT-Schulungen angeboten wird und dabei moderne Lernmethoden wie Crowdsourcing, Gamification und Wettbewerbe für die Entwicklung eigener Anwendungen eingesetzt werden.

‘Imagine IoT’  vermittelte sowohl für Laien als auch für Experten Grundlagen zum Internet der Dinge. Technische Vorkenntnisse waren dafür nicht nötig. Der Kurs umfasste Basisthemen (Sensoren und Cloud) sowie neue Interaktionsmodelle (Augmented Reality und Wearables).

Am Ende des Kurses wurde ein Prototyping-Wettbewerb veranstaltet, für den die Teilnehmer ihre eigenen IoT-Prototypen konzipieren und entwickeln konnten. Dieser sollte außerdem eine Geschichte, Rollen, benutzerfreundliche Oberflächen, Ansichten und Mockups umfassen. Sie konnten für ihre Projekte auch das SAP-Prototyping-Tool BUILD nutzen.

Anschließend beurteilten die anderen Teilnehmer und SAP-Experten die Prototypen. Aufgrund der guten Qualität und der innovativen Ansätze entschied sich SAP dazu, die besten 150 der über 1300 Einsendungen zu präsentieren. In der Gallerie können Sie sehen, welche Prototypen die vorderen Plätze belegten.

Sieger entscheiden über SAP-Spende

SAP, Internet of Things, IoT, Industrie 4.0, I4.0, I40, Internet der Dinge, openSAP, Wettberweb, Imagine
V.l.n.r: SAP-Vorstandssprecher Bill McDermott, Tanja Rueckert, Executive Vice President für Digital Assets & IoT bei SAP SE, und Bernd Welz, Vorstandsmitglied, Verantwortlicher für Products and Innovation bei SAP SE, überreichen den Scheck in Höhe von knapp 30.000 Euro an die gemeinnützige Organisation NetHope. - Bild:SAP

Die zehn Besten des Wettbewerbs durften entscheiden, an wen eine SAP-Spende in Höhe von fast 50.000 Euro gehen sollte. Zur Auswahl standen die im Vorfeld bestimmten gemeinnützigen Organisationen NetHope, Institute of International Education und Wikimedia.

Jeder der zehn Gewinner durfte knapp 5.000 Euro an einen der drei Wohltätigkeitsvereine verteilen. SAP wählte die gemeinnützigen Organisationen danach aus, inwiefern sie sich für das "Internet der guten Dinge" engagierten und dafür Bildung förderten und sich für Technologie zur Verbesserung der Welt einsetzten.

SAP berücksichtigte dabei außerdem, wie diese bei Bewertungen in Bezug auf operative Effizienz abschnitten. In den Blogbeiträgen der SAP-Community erhalten Sie weitere Informationen über die Online-Schulung und die gemeinnützigen Vereine.

Jeder dieser Prototypen bietet eine innovative maßgeschneiderte Lösung für ein ganz spezifisches Alltagsproblem. Gemeinsam zeigen sie einzigartige und kreative Wege auf, wie man das Internet der Dinge für die verschiedensten Herausforderungen in unserem Leben praktisch nutzen kann.

Monitoring-System für Neugeborene im Krankenhaus

Mit dem Prototypen soll der Gesundheitszustand von neugeborenen Babys während der ersten Tage auf der Entbindungsstation genau beobachtet werden. Eine IoT-Lösung kann das viel beschäftigte Klinikpersonal unterstützen und dafür sorgen, dass jedes Neugeborene die richtige Pflege im richtigen Moment erhält und dass das Personal bei problematischen Entwicklungen schnell benachrichtigt wird.

Die größte Herausforderung bei diesem Prototypen ist die Datenkonsolidierung, um Datenlücken zu vermeiden und einen zentralen Datenpool zu erhalten.

Folgende IoT-Technologien kamen dabei zum Einsatz: Baby-Armbänder mit Sensoren, die die Körpertemperatur und den Herzschlag messen; weitere Sensoren, die den Schlafrhythmus aufzeichnen; Raum- und Bettkameras, die das Zimmer des Neugeborenen im Blick haben und die Bewegungen des Babys verfolgen; Integrationsschnittstellen, um Daten aus anderen Laborsystemen zu sammeln und einen Datenpool zu schaffen, sowie Schnittstellen, um Gesundheitsdaten, Bilder und Videos von den Babys für Krankenpfleger, Ärzte und natürlich auch für die Eltern zur Verfügung zu stellen.

Die Idee zu diesem Monitoring-System für Neugeborene hatte Bahadir Murat Kandemirli, eine erfahrene Technologie-Projektleiterin aus Dubai, nach der Geburt ihres Sohnes. "Als ich meinen Sohn zum ersten Mal im Entbindungssaal sah, hatte ich Tausende von Fragen zu seinem Gesundheitszustand", erzählte Kandemirli. "Ich erhielt darauf allerdings keine Antworten. Dann überlegte ich mir, warum hier kein Monitoring-System eingesetzt wird, um wichtige Daten zu erheben und auf dieser Grundlage mein Baby zu behandeln."

Als Kandemirli mit den Ärzten und dem Pflegekräften über ihre Sorgen sprach, erkannte sie, dass die fehlenden Daten das Problem des Klinikpersonals war. "Ich habe verstanden, dass sie mit solch einem Tool ihre Arbeitsabläufe wirklich effizienter gestalten könnten."

Kandemirli hat bereits andere openSAP-Kurse sowie Schulungen auf nicht SAP-Lernplattformen absolviert. Sie beschreibt ihre openSAP-Erfahrungen als "fantastisch und optimal": Die Trainingsvideos und -dokumente seien gut verständlich, die Dozenten sehr kompetent und das Bewertungssystem nützlich.

Besonders gerne arbeitet sie mit neuen SAP-Anwendungen und -Tools wie SAP S/4HANA und BUILD. "Es ist enorm wichtig, üben zu können und theoretische Lerninhalte mit praktischen Erfahrungen zu kombinieren."