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Begeisterung für SAP-Technologien und rege Zusammenarbeit quer durch das Ökosystem von Unternehmen und Partnern zu fördern war zentrales Thema bei den Technologietagen der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) im Mannheimer Rosengarten. - Bild: DSAG

Begeisterung für SAP-Technologien und rege Zusammenarbeit quer durch das Ökosystem von Unternehmen und Partnern zu fördern war zentrales Thema bei den Technologietagen der Deutschsprachigen SAP-Anwendergruppe (DSAG) im Mannheimer Rosengarten. Unter dem Motto ‚Change = Chance: Heute ist morgen schon gestern’ wurde mit 2.200 Teilnehmern ein neuer Besucherrekord aufgestellt.

Zeit und somit menschliche Ressourcen, so Ralf Peters, CIO des österreichischen Nahrungsmittel-Konzerns Agrana und neuer Technologie-Vorstand der DSAG, seien die größten Herausforderungen bei technischer Entwicklung und dem Markteintritt neuer Produkte. Angesichts des wachsenden Bedarfs von IT-Fachkräften kommt der Generation Z eine herausragende Bedeutung zu – also den ab 1995 geborenen Digital Natives, die ganz selbstverständlich mit der Nutzung von Internettechnologien wie Social Media, Apps und Tablets großgeworden sind und in absehbarer Zeit auf den Arbeitsmarkt drängen werden.

Unternehmen stehen zunehmend in hartem Konkurrenzkampf um die besten jungen Talente. Diese den US-Giganten der IT-Branche wie Google, Facebook oder Apple wegzuschnappen, spielt für Kunden und Partner von SAP eine ebenso große Rolle wie für den Walldorfer Softwarekonzern selbst. Das hat sich herumgesprochen. Aus eigener Erfahrung mit Praktikanten und jungen Mitarbeitern weiß Peters: „Die wissen schon, welchen Wert sie haben.“

Es ist jedoch vergleichsweise schwierig, diese Newcomer für SAP-Lösungen zu begeistern. Peters sieht es als gemeinsame Aufgabe von SAP und DSAG, dafür zu sorgen, dass die Generation Z die Innovationskraft der SAP-Technologien erkennt und die spannenden Beschäftigungsfelder, die diese bieten. Um im Rennen um herausragende Talente die Nase vorn zu haben, müssen SAP-Inhalte an Lehrinstitutionen herangetragen und in der Lehre an Hochschule platziert werden.

Nicht nur ihre Kunden und Partner, auch die SAP selbst durchläuft den Prozess der Digitalisierung und steht in den meisten Bereichen vor den gleichen Herausforderungen. Es habe nie eine spannendere Zeit gegeben, in der IT-Branche tätig zu sein, meinte Thomas Saueressig, Chief Information Officer der SAP, auf den Technologietagen der DSAG.

Das Userverhalten habe sich geändert, das sei nicht an eine bestimmte Generation gebunden. Mitarbeitermotivation über die verschiedenen Altersgruppen im Unternehmen hinweg sieht Saueressig als ausschlaggebend für das Gelingen der digitalen Transformation. Wer in seiner Freizeit die Möglichkeiten einer digital vernetzten Welt von Internetshopping bis zu sozialen Netzwerken nutzt, der will auch am Arbeitsplatz Applikationen benutzen, die Spaß machen und durch eine intuitive Benutzeroberfläche überzeugen. Als Beispiel demonstrierte Saueressig den SAP CoPilot, einen digitalen Assistenten, mit dem Mitarbeiter künftig über Spracherkennung in Dialog treten können, um Workflowaufgaben wie Urlaubsanträge und Shopping Carts abzuwickeln.

Hybride IT-Landschaften – also eine Mischung von Cloud- und On-Premise-Lösungen – werden in naher Zukunft die Regel sein, ist Ralf Peters überzeugt. Diese böten Betreibern den Vorteil, so Saueressig, dass keine mentalen Kapazitäten mehr für Commodity-Services aufgewandt müssten und man sich stattdessen auf die eigene Wertschöpfungkette konzentrieren könne. Für Diskussionsstoff sorgte hierbei die SAP-Strategie zur SAP HANA Cloud Platform und die Auswirkungen auf das Partnergeschäft.

Dem Ökosystem kommt im Zusammenhang mit der SAP HANA Cloud Platform eine noch höhere Bedeutung zu als bisher. Bis vor Kurzem entwickelten Partner Add-ons für bestehende On-Premise-Lösungen. Mit der Einführung der SAP HANA Cloud Platform können Kunden nun von Partnern eine App kaufen, die diese in der SAP-Cloud anbieten und die einen bestimmten Prozess abdeckt. Entwicklern ermöglicht die SAP HANA Cloud Platform den Zugriff auf sogenannte Microservices, vorgefertigte Komponenten, die eine schnellere Entwicklung der Apps möglich machen, da Teile der Anwendung nicht mehr selbst codiert werden müssen.

Die SAP hat großes Interesse daran, dass Partnern und Kunden wiederverwendbare Komponenten in der SAP HANA Cloud Platform zugänglich sind. Reusable Code, so Saueressig, erlaube Entwicklung über Unternehmensgrenzen hinweg. Er verwies auf das von Apple geschaffene Ökosystem, das großen Mehrwert für den Konzern, seine Partner und Kunden stiftet. Die SAP HANA Cloud Platform biete vergleichbare Möglichkeiten. Gerade dieser Aspekt sollte sie auch für die ‚Generation Apple’ attraktiv machen.