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Fertigungsunternehmen nutzen ihre vorhandenen Technologien für eine möglichst weitgehende Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Damit hat die digitale Transformation aber gerade erst begonnen. - Bild: Pixabay

Disruptive Technologien verdrängen etablierte Standards

Vor allem junge Unternehmen bedienen sich neuer Technologien aus dem ‚Baukasten’ des Internet of Things (IoT), um völlig neue Geschäftsmodelle auf den Markt zu bringen. Damit fordern sie traditionelle Unternehmensstrategien heraus und lassen zahlreiche weniger agile Wettbewerber hinter sich.

Viele der neuen Konzepte lassen einen eindeutigen Trend erkennen: Plattformmodelle und digitale Ökosysteme ersetzen den Verkauf klassisch produzierter Güter. Fertigungsunternehmen, die diese Disruption erfolgreich mitgehen, durchlaufen in der Regel drei Phasen: Zunächst nutzen sie ihre vorhandenen Technologien für eine möglichst weitgehende Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse. Damit hat die digitale Transformation aber gerade erst begonnen.

In Phase zwei folgt die Integration und Vernetzung neuartiger Assistenzsysteme – vom Sensor, der per Predictive Analytics eine vorausschauende Anlagenwartung ermöglicht, bis hin zur holografischen 3-D-Brille für den Servicetechniker. Die letzte Phase ist schließlich erreicht, wenn die IT-Systeme je nach Bedarf dezentral autonome Entscheidungen treffen können.

Die Märkte werden anspruchsvoller…

Globale, innovative Anbieter verschärfen den Wettbewerbsdruck. Vor allem die Konkurrenz aus Nordamerika und Asien treibt die europäischen Unternehmen. Einerseits müssen Fertiger daher effizienter werden und sich andererseits mit neuen Services stärker vom Markt abheben. Hinzu kommt, dass die klassischen Märkte für traditionell-analoge Produkte und Dienstleistungen zunehmend gesättigt sind. Waren, die jahrzehntelang begehrt waren, werden kaum noch gekauft.

Die Effizienz gehört zur Paradedisziplin einer Smart Factory, in der sich Fertigungsanlagen und Logistiksysteme eigenständig steuern. Vernetzte Objekte (physisch und digital), eine lückenlose Überwachung und ein ortsunabhängiger Zugriff auf die Anlagen sind die Voraussetzungen dafür. Den gesättigten Märkten wiederum können Fertigungsunternehmen mit individualisierten, vernetzten Produkten begegnen, die beispielsweise aus einer intelligenten Variantenkonfiguration folgen können.

…und die Kunden erst recht

Individuelle Produkte erwarten Kunden heute ohnehin, ganz gleich, ob im B2C- oder B2B-Sektor. Klar: Wer privat seinen Alltag mit digitalen, personalisierten Produkten und Services erleichtert – vom Smartphone bis zum Sprachassistenten –, der erwartet auch von einem Fertiger neue Technologien mit spürbarem Mehrwert.

Der Schlüssel dazu kann die additive Fertigung per 3D-Druck sein, ein servicebasiertes Geschäftsmodell oder eine verkürzte Entwicklungszeit, die mit der Integration von CAD-Systemen möglich wird. Aber auch ein einheitlicher, einfacher und mit der Kunden-IT vernetzter Bestellprozess können dazu beitragen, die gestiegenen Erwartungen der Kunden zu erfüllen.

Das ist SAP Leonardo

Datensicherheit: Nach außen öffnen oder einigeln?

Vernetzte Anlagen und Geräte tauschen Produktionsdaten aus, ERP-Systeme stellen Stamm- und Auftragsdaten bereit, Sensoren erfassen permanent Zustandsinformationen. Übertragen werden die ‚IoT-Daten’ vermehrt über öffentliche Netze, beispielsweise UMTS. Unerlaubte Zugriffe häufen sich dabei. Es entsteht ein Dilemma: Aus Sicherheitsgründen möchten Unternehmen ihre Daten nicht herausgeben – doch gerade das ist die Voraussetzung für wertschöpfende Analysen und Prognosen. Vor allem deshalb, weil sich Fertiger im digitalen Zeitalter horizontal vernetzen müssen, also ihre Supply Chain zu einem integrierten Ökosystem ausbauen, das zahlreiche Partner einbindet.

Auf Druck dieser Partner, aber auch von Seiten der Kunden und des Gesetzgebers müssen sich Fertigungsunternehmen daher verstärkt mit einer hohen Datentransparenz und sicheren Schnittstellen beschäftigen. Dabei helfen etwa das SAP Asset Intelligence Network als Teil des digitalen Innovationssystems SAP Leonardo.

Ansätze für die Digitalisierung in der diskreten Fertigung

SAP-Partner itelligence begleitet die digitale Transformation vor allem in der mittelständischen Fertigungsindustrie bereits von Beginn an. Aus zahlreichen Kundenprojekten sind neben konkreten Geschäftsszenarien auch Empfehlungen für die ersten Schritte hin zur Smart Factory entstanden.

Hans Rauwolf, Leiter des Geschäftsfelds Industrie 4.0/IoT beim SAP-Partner itelligence: „Die itelligence AG begleitet die digitale Transformation vor allem in der mittelständischen Fertigungsindustrie bereits von Beginn an. Aus zahlreichen Kundenprojekten sind neben konkreten Geschäftsszenarien auch Empfehlungen für die ersten Schritte hin zur Smart Factory entstanden.“ - Bild: itelligence AG