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Trenitalia gehört zur italienischen Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato Italiane (FS) und hat beinahe 30.000 Lokomotiven, elektrische und LRV-Züge und Waggons im Einsatz. Täglich verkehren über 8.000 Züge. Bereits 2014 arbeitete Trenitalia mit SAP zusammen, um ein dynamisches Wartungsmodel einzuführen. - Bild: Trenitalia

Bei Trenitalia kommt heute ein dynamisches Wartungsmanagement und SAP-Technologie für das Internet der Dinge zum Einsatz. Damit wandelt sich das Anlagenmanagement durch Sensordaten sowie Echtzeit-Einblicke. Zudem lassen sich traditionelle, geplante und reaktive Modelle mit Prognosefunktionen erweitern.

„Trenitalia setzt sich für die stetige Weiterentwicklung von Serviceleistungen und Prozessen ein“, sagt Barbara Morgante, Vorstandsvorsitzende bei Trenitalia. „Wir möchten unseren Kunden ein erstklassiges Erlebnis bieten. Deshalb investieren wir in Hightech-Lösungen, die effizientere, nachhaltigere und schnellere Bahnreisen ermöglichen. Die Kooperation mit SAP ist Teil dieser Strategie und hilft uns, unsere Serviceleistungen zu verbessern und dabei die industriellen Kosten erheblich zu reduzieren.“

„Wir freuen uns sehr, dass wir Trenitalia beim digitalen Wandel und bei der Optimierung der Geschäftsprozesse unterstützen können“, so SAP-Chef Bill McDermott. „Trenitalia setzt zukunftsweisende Technologien ein, um topaktuelle Einblicke in das operative Unternehmensgeschehen zu erhalten. Das ist ein eindrucksvolles Beispiel dafür, welche Vorteile das Internet der Dinge für das Unternehmen und die Millionen Fahrgäste, die jedes Jahr Trenitalia nutzen, bringt.“ So hat SAP Ende September unter anderem bekannt gegeben, dass der Softwarekonzern bis 2020 zwei Milliarden Euro in den Ausbau seines IoT-Portfolios investieren wolle.

Zusammenarbeit erweitert

Trenitalia gehört zur italienischen Eisenbahngesellschaft Ferrovie dello Stato Italiane (FS) und hat beinahe 30.000 Lokomotiven, elektrische und LRV-Züge und Waggons im Einsatz. Täglich verkehren über 8.000 Züge. Mit einschlägiger Erfahrung im Bereich Innovationen suchte Trenitalia nach einer Möglichkeit, Ausfällen und wartungsbedingten Ausfallzeiten vorzubeugen und gleichzeitig den Lebenszyklus von Geräten durch die Verarbeitung riesiger Datenmengen, Hyperkonnektivität und Prozessoptimierung zu verlängern.

Schon 2014 arbeitete Trenitalia mit SAP zusammen, um ein dynamisches Wartungsmodel einzuführen. Das Unternehmen implementierte die Lösung SAP Predictive Maintenance and Service, um per Remotezugriff Sensordaten auszuwerten und das Equipment-Verhalten zu überwachen. Gleichzeitig sollten die Kosten für Wartung und Instandhaltung reduziert und die Serviceleistungen für Fahrgäste in puncto Verfügbarkeit und Zuverlässigkeit gesteigert werden.

„Weil wir Vorfälle und Wartungsvorgänge vorhersagen können, ist unser Unternehmen in der Lage, die Fehlerquote zu verringern, effizientere Prozesse zu gestalten, bessere Serviceleistungen anzubieten und unsere Qualitätsstandards stetig zu erhöhen“, sagt Danilo Gismondi, IT-Leiter bei Trenitalia. „Wir gehen davon aus, dass wir die Wartungskosten um acht bis zehn Prozent senken werden – das ist für uns ein sehr beachtlicher Erfolg.“

Mithilfe von vorausschauenden Analysen auf Basis der Plattform SAP HANA verarbeitet das System von Trenitalia riesige Mengen an operativen Echtzeitdaten, die aus Sensoren und intelligenten Anlagen ausgelesen werden. Es stellt Prognosemodelle für maschinelles Lernen und die nahtlose Integration in Unternehmenssysteme bereit, mit denen sich beim Auftreten von Problemen Gegenmaßnahmen in den Wartungs- und Instandhaltungssystemen anstoßen und dadurch ungeplante Ausfallzeiten vermeiden lassen.

Mithilfe des Systems können Teams von Trenitalia Daten von Geräten, zum Beispiel von Motoren, Batterien und Bremsen, mit Lebenszyklusmodellen und Abnutzung und anderen Kennzahlen verbinden. Trenitalia setzt zudem vorausschauende Analysen auf Basis von SAP HANA ein. Das System für dynamisches Wartungsmanagement bei Trenitalia ist Teil einer Strategie, die Bahnkunden komfortableres Reisen ermöglichen soll. Der FS-Unternehmensplan 2017 bis 2026 sieht außerdem innovative Projekte vor, wie etwa Apps zur Reiseplanung und -begleitung, komplexe Analysen, Kundeninteraktion und die Verwaltung von GPS-Daten.