Digitalisierung,SAP,Lieferkette

Richtig implementiert, steigern Technologien zur Digitalisierung der Lieferkette den Umsatz und verbessern die Servicequalität. - Bild: Jakub Jirsák/Fotolia.de

Durch die digitale Transformation ihrer Lieferkette können Unternehmen Technologien zur Personalisierung von Produkten implementieren, ihre Waren schneller auf den Markt bringen und steigende Kundenerwartungen erfüllen. Doch noch zu Beginn dieses Jahrzehnts waren Führungskräfte in der Fertigungsbranche skeptisch, ob ihr Unternehmen von digitalisierten Prozessen profitieren kann.

Wandel zum digitalen Unternehmen

Studien zufolge glaubten nur 37 Prozent von ihnen, der Wandel zum digitalen Unternehmen könne ihren Umsatz ankurbeln. Genau 25 Prozent waren der Meinung, der digitale Wandel werde in den nächsten fünf Jahren starke Auswirkungen auf ihre Branche haben. Und nur 10 Prozent arbeiteten an der Einführung digitaler Technologien, um ihre Geschäftsprozesse durchgängig zu optimieren. Das war damals. Inzwischen hat sich das Bild gewandelt.

Heute treiben Führungsetagen in Fertigungsunternehmen den digitalen Wandel immer schneller voran, wobei das Hauptaugenmerk auf der Lieferkette liegt. Das Jahr 2019 wird Forschern des Marktforschungsunternehmens IDC zufolge einen klaren Wendepunkt markieren: Bis dahin soll die Hälfte aller Unternehmen in der Fertigungsbranche von den Vorteilen einer digitalisierten Lieferkette profitieren.

Beispiele für erfolgreiche Implementierung

Richtig implementiert, steigern Technologien zur Digitalisierung der Lieferkette den Umsatz und verbessern die Servicequalität. Zudem helfen sie, die Kosten für Innovation zu senken und die Zeit bis zur Marktreife zu verkürzen. Dafür gibt es bereits heute zahlreiche Beispiele.

2018

90 % aller Lieferketten sind über B2B-Handelsnetzwerke verknüpft.

Blockchain-Technologien ermöglichen die dezentrale Zusammenarbeit zwischen Mitgliedern eines Netzwerks und haben damit das Potenzial, Transaktionen im Netzwerk der Lieferkette automatisch zu beschleunigen. Der Website CoinDesk zufolge setzt BHP Billiton, eines der weltweit größten Bergbauunternehmen, die Blockchain-Technologie bereits heute ein, um Daten automatisch mit Vertragspartnern zu teilen. So muss es nicht auf Excel-Tabellen zurückgreifen, sondern erhält Informationen direkt von Geologen und Zulieferern, die Proben aus der Förderung sammeln.

Investitionen in Produktionszentren und Microfactorys mit 3D-Druckern steigen um 500 Prozent. Ford testet aktuell 3D-Drucker für die Herstellung von Bauteilen. Dabei soll es sich zunächst um Kunststoffverkleidungen für den Fahrzeuginnenraum und Spoiler für Rennsportmodelle handeln. Durch die Technologie sollen Bauteile schneller bereitgestellt und Kosten für Montage- und Service-Prozesse gesenkt werden.

Daten: IDC

2019

Die Lieferkettenproduktivität und -effizienz steigt dank IoT-Sensoren um 30 Prozent.

Das Internet der Dinge basiert auf einer Vielzahl von Sensoren, die große Datenmengen sammeln. Durch die Analyse und Auswertung dieser vielfältigen Daten lassen sich Produktivitäts- und Effizienzsteigerungen erzielen. Nach einem Modell von General Electric, das ursprünglich für Flugzeugtriebwerke entwickelt wurde, hat das Unternehmen Kaeser Kompressoren seine Druckluftkompressoren mit IoT-Sensoren ausgestattet, die als Zähler fungieren. Nun versorgt das Unternehmen seine Kunden mit Druckluft, anstatt ihnen Kompressoren zu verkaufen. Kaeser Kompressoren erschließt sich damit nicht nur ein neues Geschäftsmodell, sondern verbessert auch die Verfügbarkeit und Qualität der Services für seine Kunden. So ist in diesem Modell nicht der Kunde, sondern der Hersteller für die Wartung zuständig.

50 Prozent aller Lieferketten sind digitalisiert – die andere Hälfte gerät wegen überholter Geschäftsmodelle und Systeme in Verzug. Lokale Fabriken und kleine Lagerhallen sorgen dafür, dass Einzelteile künftig näher an dem Ort hergestellt und gelagert werden, an dem sie gebraucht werden. Insgesamt rücken sowohl der Produktionsprozess als auch das fertige Produkt näher an den Kunden. Adidas baut derzeit eine sogenannte „Speedfactory“ in Atlanta, die 2017 eröffnen soll. Ziel ist es, individualisierte Produkte schneller an amerikanische Kunden zu liefern, als dies bei einer Produktion in Asien möglich ist. In dem Werk in Atlanta, das nach dem Vorbild einer deutschen Fabrik entsteht, sollen Roboter eingesetzt werden, um Produktionsprozesse zu automatisieren. So können beispielsweise Schuhe mit individuellem Design hergestellt werden, die genau auf die Wünsche des Kunden zugeschnitten sind.

Daten: IDC

2020

50 Prozent der etablierten Lieferketten setzen künstliche Intelligenz und komplexe Analysen für Planung und Vorhersagen ein.

Intelligente Systeme können schnellere und genauere Vorhersagen treffen als der Mensch. Der Geschäftsbereich Healthcare des Chemie- und Pharmaunternehmens Merck KGaA arbeitet laut The Wall Street Journal daran, Sensoren und intelligente Softwarealgorithmen zu entwickeln, die Einfluss auf seine Lieferkette nehmen können. Ziel dabei ist es, genauere Daten dazu zu erheben, welchen Erfolg Produkte auf dem Markt haben und den Planungsprozess zu beschleunigen.

50 Prozent aller Fertigungsbetriebe liefern direkt an den Kunden. Die Lieferkette von McDonalds reichte einst nur bis zur Restauranttür. Doch nachdem das Unternehmen in der Vergangenheit bereits Lieferservices in Asien und im Nahen Osten anbot, hat es nun ein Pilotprojekt gestartet, um diesen Geschäftszweig weiter auszubauen. In Florida tut es sich dafür sogar mit Digital Natives zusammen, die über den Dienst Uber Mitfahrgelegenheiten anbieten.

Daten: IDC

 

Digitale Energiequelle

SAP,Digitalisierung,Lieferkette
Die digitale Transformation der Lieferkette birgt echte Chancen, doch auf dem Weg dorthin lauern viele Herausforderungen. Eine von SAP in Auftrag gegebene Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Longitude zeigt, dass viele Firmen zwar augenscheinlich digitalisiert sind, ihre grundlegenden Betriebsprozesse wie die Lieferkette, Beschaffung und Logistik jedoch nach wie vor analog abwickeln. - Bild: SAP

Die digitale Transformation der Lieferkette birgt echte Chancen, doch auf dem Weg dorthin lauern viele Herausforderungen. Eine von SAP in Auftrag gegebene Studie des Marktforschungs- und Beratungsunternehmens Longitude zeigt, dass viele Firmen zwar augenscheinlich digitalisiert sind, ihre grundlegenden Betriebsprozesse wie die Lieferkette, Beschaffung und Logistik jedoch nach wie vor analog abwickeln. Diese Unternehmen geraten durch die Marktdynamik zunehmend unter Druck und riskieren, von digitalen Start-ups verdrängt zu werden.

Um die Transformation anzustoßen, müssen sie beginnen, analoge Prozesse in digitale Liefernetzwerke umzuwandeln – und zwar sofort. Natürlich benötigt jeder Betrieb eine eigene Digitalisierungsstrategie, doch es gibt einige Grundvoraussetzungen, die alle Unternehmen erfüllen müssen:

  • Stellen Sie die richtigen Fragen. Um zu vermeiden, dass Sie von einem Lean Start-up überholt werden, müssen Sie Ihre Betriebsprozesse ständig mit denen ihrer Wettbewerber vergleichen. Einem Artikel von Peter Weill und Stephanie Woerner in der Wirtschaftszeitschrift MIT Sloan Management Review zufolge sollten Sie sich folgende Fragen stellen: Haben Sie für Ihre Produkte einen digitalen Bestell- und Lieferprozess implementiert? Können Sie Daten einsetzen, um den Wert Ihrer Waren zu erhöhen? Gibt es andere Firmen, die Ihre Kunden bedienen und die Ihre Wettbewerber werden könnten? Gibt es ein digitales Angebot, das Ihre Produkte heute oder in Zukunft ersetzen kann?
  • Implementieren Sie die richtigen Datensysteme. Um Ihren Produktionsprozess zu optimieren, müssen an jeder Anlage in Ihrer Produktionsumgebung Daten sammeln – Sensoren, Maschinen, Betriebs- und Lagerausstattung, LKWs und sogar Produkte – und zwar in analysierbarer Form.
  • Setzen Sie auf Automatisierung. Durch Technologien, in denen maschinelles Lernen zum Einsatz kommt, werden Ihre Systeme intelligenter. So können Sie sich neue Chancen erschließen und die gewünschten Ergebnisse erzielen. Wird beispielsweise die Blockchain-Technologie auf Supply-Chain-Systeme angewandt, lassen sich Bestellprozesse so konfigurieren, dass sie unmittelbar abgewickelt werden können.
  • Berücksichtigen Sie alle Prozesse. Die Digitalisierung sollte alle Fertigungsprozesse vom Produktdesign und der Konfiguration bis hin zum Supply Chain Planning, der Produktion, dem Versand und dem Kundendienst umfassen.

Diese Prinzipien können als Ausgangspunkt für die Planung dienen – letztlich muss jedoch jede Geschäftsleitung selbst entscheiden, wie sie diese Elemente kombiniert, um eine erfolgreiche Digitalisierung zu gewährleisten. Viele Unternehmen setzen ihre Digitalstrategie bereits heute konsequent in die Tat um. Alle anderen sollten schon bald damit beginnen.

  • Mensch-Roboter-Interaktion Kollaboration mit dem Großroboter: In einem offenen Arbeitsraum können Werker sicher mit einem Schwerlastroboter von Kuka zusammenarbeiten. Hierdurch können das Fachwissen und die Geschicklichkeit des Menschen mit der Kraft und Ausdauer des Roboters kombiniert werden. Die Resultate sind ein Arbeitsplatz mit besserer Ergonomie, höherer Produktivität und Qualität. Möglich macht dies das sicherheitszertifizierte Kamerasystem Safetyeye der Firma Pilz, das von oben über den Arbeitsraum des Roboters wacht. Das System erkennt, wenn sich Menschen dem Arbeitsraum des Roboters nähern. In diesem Fall reduziert der Roboter seine Geschwindigkeit oder stoppt, um die Sicherheit des Menschen zu gewährleisten. Des Weiteren kann der Roboter in einen Handführmodus geschaltet werden. - Bild: Fraunhofer

    Mensch-Roboter-Interaktion - Kollaboration mit dem Großroboter: In einem offenen Arbeitsraum können Werker sicher mit einem Schwerlastroboter von Kuka zusammenarbeiten. Hierdurch können das Fachwissen und die Geschicklichkeit des Menschen mit der Kraft und Ausdauer des Roboters kombiniert werden. Die Resultate sind ein Arbeitsplatz mit besserer Ergonomie, höherer Produktivität und Qualität. Möglich macht dies das sicherheitszertifizierte Kamerasystem Safetyeye der Firma Pilz, das von oben über den Arbeitsraum des Roboters wacht. Das System erkennt, wenn sich Menschen dem Arbeitsraum des Roboters nähern. In diesem Fall reduziert der Roboter seine Geschwindigkeit oder stoppt, um die Sicherheit des Menschen zu gewährleisten. Des Weiteren kann der Roboter in einen Handführmodus geschaltet werden. - Bild: Fraunhofer

  • Mensch-Roboter-Interaktion Einfache Roboterprogrammierung: Mit der vom Fraunhofer IPA entwickelten Lösung drag&bot lassen sich Roboterprogramme einfach parametrieren und konfigurieren. Im Future Work Lab kann dies an einem sensitiven Leichtbauroboter geübt werden. Die Software baut aus sogenannten ‚Building Blocks‘, in denen bestimmte Fähigkeiten beziehungsweise Roboterskills wie beispielsweise eine Bewegung oder das Schließen eines Greifers hinterlegt sind Ablaufprogramme auf. An einem Touchscreen lassen sich diese Blöcke einfach kombinieren, sodass ein Roboterprogramm entsteht. - Bild: Fraunhofer

    Mensch-Roboter-Interaktion - Einfache Roboterprogrammierung: Mit der vom Fraunhofer IPA entwickelten Lösung drag&bot lassen sich Roboterprogramme einfach parametrieren und konfigurieren. Im Future Work Lab kann dies an einem sensitiven Leichtbauroboter geübt werden. Die Software baut aus sogenannten ‚Building Blocks‘, in denen bestimmte Fähigkeiten beziehungsweise Roboterskills wie beispielsweise eine Bewegung oder das Schließen eines Greifers hinterlegt sind Ablaufprogramme auf. An einem Touchscreen lassen sich diese Blöcke einfach kombinieren, sodass ein Roboterprogramm entsteht. - Bild: Fraunhofer

  • Assistierte Montage Personalisierter Arbeitsplatz: Das Future Work Lab präsentiert eine Montagestation mit dem modular aufgebauten und flexibel anpassbaren Montageassistenzsystem Active-Assist von Bosch Rexroth. Diese aus Hard- und Software bestehende Lösung verbindet einen realen Montagearbeitsplatz mit der virtuellen Welt der Informationstechnologie. Anwender können je nach Aufgabenstellung eine Vielzahl verschiedener digitaler Assistenten miteinander kombinieren. Im Future Work Lab identifiziert Active-Assist das jeweilige Werkstück und ruft den zugehörigen Arbeitsplan ab. Danach führen digitale Assistenten die Mitarbeiter durch die Montage und projizieren per Beamer die Arbeitsanweisungen auf einen Arbeitstisch. Leuchtdioden an Bauteilbehältern, sogenannte ‚Pick-to-Light-‚ und ‚Pick-to-Beamer-Module‘, markieren eindeutig, welche Bauteile der Mitarbeiter als nächstes greifen soll. Kameras und Ultraschallsensoren überprüfen die Arbeitsschritte und helfen den Mitarbeitern, bei Fehlern Korrekturmaßnahmen einleiten zu können. Ein integrierter Funkakkuschrauber von Bosch Rexroth überwacht zusätzlich in Echtzeit, ob er in der richtigen Position ist, und vermeidet zu festes oder zu lockeres Schrauben.

    Assistierte Montage - Personalisierter Arbeitsplatz: Das Future Work Lab präsentiert eine Montagestation mit dem modular aufgebauten und flexibel anpassbaren Montageassistenzsystem Active-Assist von Bosch Rexroth. Diese aus Hard- und Software bestehende Lösung verbindet einen realen Montagearbeitsplatz mit der virtuellen Welt der Informationstechnologie. Anwender können je nach Aufgabenstellung eine Vielzahl verschiedener digitaler Assistenten miteinander kombinieren. Im Future Work Lab identifiziert Active-Assist das jeweilige Werkstück und ruft den zugehörigen Arbeitsplan ab. Danach führen digitale Assistenten die Mitarbeiter durch die Montage und projizieren per Beamer die Arbeitsanweisungen auf einen Arbeitstisch. Leuchtdioden an Bauteilbehältern, sogenannte ‚Pick-to-Light-‚ und ‚Pick-to-Beamer-Module‘, markieren eindeutig, welche Bauteile der Mitarbeiter als nächstes greifen soll. Kameras und Ultraschallsensoren überprüfen die Arbeitsschritte und helfen den Mitarbeitern, bei Fehlern Korrekturmaßnahmen einleiten zu können. Ein integrierter Funkakkuschrauber von Bosch Rexroth überwacht zusätzlich in Echtzeit, ob er in der richtigen Position ist, und vermeidet zu festes oder zu lockeres Schrauben. -Bild: Fraunhofer

  • Assistierte Montage Mobiler Arbeitsplatz: Von der Firma Elabo präsentiert das Future Work Lab ein wandlungsfähiges Systemkonzept und Montagelayout, was sich für die Kompensation volatilitätsbasierter Kapazitätsschwankungen eignet. Konkret handelt es sich um Arbeitssysteme für die manuelle Montage, die auf Basis von Portalen und flexibel kombinierbaren Tischen realisiert wurde. Das System ermöglicht zudem die Individualisierung des Arbeitsbereichs durch Beleuchtungssituation, Tischhöhe, Informationsbereitstellung für den Mitarbeiter und die jeweilige Arbeitssituation. Arbeitstische, Werkzeuge und Materialien werden flexibel per mobilem Roboter zum Mitarbeiter transportiert. Der mobile Roboter kann sowohl frei durch den Raum navigieren und Hindernissen ausweichen als auch per Mobilgerät durch den Mitarbeiter gesteuert werden. -Bild: Fraunhofer

    Assistierte Montage - Mobiler Arbeitsplatz: Von der Firma Elabo präsentiert das Future Work Lab ein wandlungsfähiges Systemkonzept und Montagelayout, was sich für die Kompensation volatilitätsbasierter Kapazitätsschwankungen eignet. Konkret handelt es sich um Arbeitssysteme für die manuelle Montage, die auf Basis von Portalen und flexibel kombinierbaren Tischen realisiert wurde. Das System ermöglicht zudem die Individualisierung des Arbeitsbereichs durch Beleuchtungssituation, Tischhöhe, Informationsbereitstellung für den Mitarbeiter und die jeweilige Arbeitssituation. Arbeitstische, Werkzeuge und Materialien werden flexibel per mobilem Roboter zum Mitarbeiter transportiert. Der mobile Roboter kann sowohl frei durch den Raum navigieren und Hindernissen ausweichen als auch per Mobilgerät durch den Mitarbeiter gesteuert werden. -Bild: Fraunhofer

  • Assistierte Montage - Qualifizierung mit Lernvideos: Integriert ins Elabo Arbeitssystem wurde ein Screen, auf dem Videofilme eingeblendet werden, die den Anlernprozess neuer Mitarbeiter oder die Ausführung diffiziler Arbeiten unterstützen. Das System der Firma Memex passt sich dabei den Fähigkeiten des Werkers an, zeigt zu Beginn lange Videos und blendet später, wenn der Werker mehr Erfahrung hat und daher weniger Informationen braucht, nur noch Bilder oder kurze Mitteilungen ein. Ausgedruckte, schriftliche Arbeitsanweisungen sind so nicht mehr notwendig

    Assistierte Montage - Qualifizierung mit Lernvideos: Integriert ins Elabo Arbeitssystem wurde ein Screen, auf dem Videofilme eingeblendet werden, die den Anlernprozess neuer Mitarbeiter oder die Ausführung diffiziler Arbeiten unterstützen. Das System der Firma Memex passt sich dabei den Fähigkeiten des Werkers an, zeigt zu Beginn lange Videos und blendet später, wenn der Werker mehr Erfahrung hat und daher weniger Informationen braucht, nur noch Bilder oder kurze Mitteilungen ein. Ausgedruckte, schriftliche Arbeitsanweisungen sind so nicht mehr notwendig. - Bild: Fraunhofer

  • Intelligente Sensorik  Mobile Mehrmaschinenbedienung: Das Start-up Aucobo zeigt hier, wie moderne Anlagen oder Bestandslagen mit dem Aucobo-System verbunden werden können. Dadurch lassen sich zum Beispiel Fehlermeldungen oder der Anlagenstatus über eine Smartwatch an den Instandhalter kommunizieren. Dazu generiert Aucobo auf Basis der Daten, die bestimmte Sensoren an den Maschinen liefern, Kontext und leitet daraus Handlungen wie beispielsweise Benachrichtigungen ab. Diese Nachrichten werden anschließend an die Smartwatch des Instandhalters versendet, der schnell und gezielt eingreifen kann. -Bild: Fraunhofer

    Intelligente Sensorik - Mobile Mehrmaschinenbedienung: Das Start-up Aucobo zeigt hier, wie moderne Anlagen oder Bestandslagen mit dem Aucobo-System verbunden werden können. Dadurch lassen sich zum Beispiel Fehlermeldungen oder der Anlagenstatus über eine Smartwatch an den Instandhalter kommunizieren. Dazu generiert Aucobo auf Basis der Daten, die bestimmte Sensoren an den Maschinen liefern, Kontext und leitet daraus Handlungen wie beispielsweise Benachrichtigungen ab. Diese Nachrichten werden anschließend an die Smartwatch des Instandhalters versendet, der schnell und gezielt eingreifen kann. -Bild: Fraunhofer

  • Intelligente Sensorik Retrofitting mit Sense&Act: Das Fraunhofer IPA bietet den Service, beliebig alte Bestandsanlagen über eine Cloud zu vernetzen. Im Future Work Lab wird das Ganze anhand einer alten Fräsmaschine (Baujahr 1957) gezeigt, die mit Sensoren ausgestattet ist und dadurch Signale an die Cloud schicken kann. In der Cloud kann dann zum Beispiel eine E-Mail mit dem Anlagenstatus erzeugt werden. Als IT-Plattform wird für dieses Projekt ‚Virtual Fort Knox‘ vom Fraunhofer IPA genutzt. - Bild: Fraunhofer

    Intelligente Sensorik - Retrofitting mit Sense&Act: Das Fraunhofer IPA bietet den Service, beliebig alte Bestandsanlagen über eine Cloud zu vernetzen. Im Future Work Lab wird das Ganze anhand einer alten Fräsmaschine (Baujahr 1957) gezeigt, die mit Sensoren ausgestattet ist und dadurch Signale an die Cloud schicken kann. In der Cloud kann dann zum Beispiel eine E-Mail mit dem Anlagenstatus erzeugt werden. Als IT-Plattform wird für dieses Projekt ‚Virtual Fort Knox‘ vom Fraunhofer IPA genutzt. - Bild: Fraunhofer

  • Sichere Produktionsarbeit  Aktive Unfallprävention: Gezeigt wird eine Bandsäge, die Bescheid weiß, ob sich ein Werker in einem bestimmten, gefährlichen Arbeitsraum aufhält. Radar- oder Funksensoren erfassen dazu die Bewegungen des Werkers. Fällt beispielsweise eine Person um oder tritt in den gefährlichen Bereich der Bandsäge ein, stoppt die Säge sofort. Das Gefahren-Erkennungssystem ist dabei mit dem Not-Aus-Mechanismus der Maschine verbunden. So lassen sich Arbeitsunfälle zuverlässig verhindern. - Bild: Fraunhofer

    Sichere Produktionsarbeit - Aktive Unfallprävention: Gezeigt wird eine Bandsäge, die Bescheid weiß, ob sich ein Werker in einem bestimmten, gefährlichen Arbeitsraum aufhält. Radar- oder Funksensoren erfassen dazu die Bewegungen des Werkers. Fällt beispielsweise eine Person um oder tritt in den gefährlichen Bereich der Bandsäge ein, stoppt die Säge sofort. Das Gefahren-Erkennungssystem ist dabei mit dem Not-Aus-Mechanismus der Maschine verbunden. So lassen sich Arbeitsunfälle zuverlässig verhindern. - Bild: Fraunhofer

  • Sichere Produktionsarbeit Szenenanalyse zur Unfallerkennung: Das Fraunhofer IPA hat ein Sensorsystem entwickelt, mit dem Notfälle in Räumen erkannt werden können. Es eignet sich beispielsweise zur Überwachung von Lagerräumen oder Silos in der Lebensmittelindustrie. Die Sensorbox erkennt, wenn Personen länger als ein paar Sekunden am Boden liegen und startet in diesem Fall ein eskalierbares Alarmsystem. Die Sensorbox sendet keine personenbezogenen Daten, sondern meldet nur, ob ein Notfall vorliegt. - Bild: Fraunhofer

    Sichere Produktionsarbeit - Szenenanalyse zur Unfallerkennung: Das Fraunhofer IPA hat ein Sensorsystem entwickelt, mit dem Notfälle in Räumen erkannt werden können. Es eignet sich beispielsweise zur Überwachung von Lagerräumen oder Silos in der Lebensmittelindustrie. Die Sensorbox erkennt, wenn Personen länger als ein paar Sekunden am Boden liegen und startet in diesem Fall ein eskalierbares Alarmsystem. Die Sensorbox sendet keine personenbezogenen Daten, sondern meldet nur, ob ein Notfall vorliegt. - Bild: Fraunhofer

  • Optimierte Ergonomie Live-Visualisierung von Belastung: Mit diesem Lösungsansatz kann haltungsbedingte Belastung sichtbar gemacht werden, um ein besseres und eindrücklicheres Verständnis von nicht ergonomischen Haltungen und Bewegungen zu vermitteln. Die betroffenen Gelenke werden zu Analyse- und Schulungszwecken in Echtzeit direkt mit einem farblichen Overlay auf den betroffenen Gelenken hervorgehoben.  - Bild: Fraunhofer

    Optimierte Ergonomie - Live-Visualisierung von Belastung: Mit diesem Lösungsansatz kann haltungsbedingte Belastung sichtbar gemacht werden, um ein besseres und eindrücklicheres Verständnis von nicht ergonomischen Haltungen und Bewegungen zu vermitteln. Die betroffenen Gelenke werden zu Analyse- und Schulungszwecken in Echtzeit direkt mit einem farblichen Overlay auf den betroffenen Gelenken hervorgehoben. - Bild: Fraunhofer

  • Stuttgarter Exo-Jacket: Sind Tätigkeiten an sich unergonomisch, kann ein Exoskelett Abhilfe schaffen. Mit dem ‚Stuttgart Exo Jacket‘ haben Wissenschaftler des Fraunhofer IPA ein Oberkörperexoskelett entwickelt, das den Träger mit zusätzlicher Kraft unterstützt, dabei aber auch schnelle und intuitive Bewegungen zulässt. Um das Gewicht des Exoskeletts möglichst gering zu halten, setzen die Wissenschaftler leichte Motoren mit hohen Drehzahlen ein. Das Antriebsmodul ist direkt an Schulter und Ellenbogen angebracht und kann daher direkte Kraftunterstützung liefern. Eine mechanische Freilaufkupplung gewährleistet die Sicherheit des Trägers selbst bei stillstehendem Antrieb. Da der Motor nur dann arbeitet, wenn er tatsächlich benötigt wird, sinkt zusätzlich der Energieverbrauch. An der Schulterpartie ist eine Gelenkkette mit fünf Rotationsachsen angebracht, die der Schultergelenkgruppe in jede Position folgen. Auf diese Weise werden komplexe Bewegungen in drei Richtungen ermöglicht, nach oben, hinten und innen. Sogar Überkopfmontagen lassen sich realisieren. Erprobt wird das Exoskelett derzeit in der Kabelmontage bei einem Bushersteller. - Bild: Fraunhofer

    Optimierte Ergonomie - Stuttgarter Exo-Jacket: Sind Tätigkeiten an sich unergonomisch, kann ein Exoskelett Abhilfe schaffen. Mit dem ‚Stuttgart Exo Jacket‘ haben Wissenschaftler des Fraunhofer IPA ein Oberkörperexoskelett entwickelt, das den Träger mit zusätzlicher Kraft unterstützt, dabei aber auch schnelle und intuitive Bewegungen zulässt. Um das Gewicht des Exoskeletts möglichst gering zu halten, setzen die Wissenschaftler leichte Motoren mit hohen Drehzahlen ein. Das Antriebsmodul ist direkt an Schulter und Ellenbogen angebracht und kann daher direkte Kraftunterstützung liefern. Eine mechanische Freilaufkupplung gewährleistet die Sicherheit des Trägers selbst bei stillstehendem Antrieb. Da der Motor nur dann arbeitet, wenn er tatsächlich benötigt wird, sinkt zusätzlich der Energieverbrauch. An der Schulterpartie ist eine Gelenkkette mit fünf Rotationsachsen angebracht, die der Schultergelenkgruppe in jede Position folgen. Auf diese Weise werden komplexe Bewegungen in drei Richtungen ermöglicht, nach oben, hinten und innen. Sogar Überkopfmontagen lassen sich realisieren. Erprobt wird das Exoskelett derzeit in der Kabelmontage bei einem Bushersteller. - Bild: Fraunhofer

  • Digital Industrial Engineering: Augmented-Reality-Brillen wie die Microsoft HoloLens werden die Industriearbeit verändern. Die Technologie bietet die Möglichkeit, beliebige virtuelle Inhalte für den Menschen sichtbar frei im Raum zu positionieren. Vorgestellt wird ein Szenario aus der Fertigungsplanung. Shopfloor-Mitarbeiter werden dazu befähigt, bei der Fertigungsplanung zu unterstützen oder diese gar zu übernehmen. Die realitätsgetreue Darstellung von umzuplanenden Anlagen vor Ort verringert das für die Aufgabe benötigte Abstraktionsvermögen, da die Planung nicht mehr nur über Skizzen am Bürotisch durchgeführt wird. Diese aktive Partizipation der Mitarbeiter am Veränderungsprozess steigert sowohl die Akzeptanz der Maßnahme als auch deren Kommunikation. Im Beispiel werden ein virtuelles Modell eines Roboterarms in einer bestehenden Fertigung positioniert und die geplanten Bewegungen des Arms durchgespielt. Mitarbeiter aus der Entwicklung, Produktion und Fertigung diskutieren zusammen die für alle sichtbare virtuelle Planung. Die Interaktion mit dem Modell geschieht dabei völlig natürlich über Blickrichtung, Gesten- und Sprachsteuerung. - Bild: Fraunhofer

    Virtual Engineering - Digital Industrial Engineering: Augmented-Reality-Brillen wie die Microsoft HoloLens werden die Industriearbeit verändern. Die Technologie bietet die Möglichkeit, beliebige virtuelle Inhalte für den Menschen sichtbar frei im Raum zu positionieren. Vorgestellt wird ein Szenario aus der Fertigungsplanung. Shopfloor-Mitarbeiter werden dazu befähigt, bei der Fertigungsplanung zu unterstützen oder diese gar zu übernehmen. Die realitätsgetreue Darstellung von umzuplanenden Anlagen vor Ort verringert das für die Aufgabe benötigte Abstraktionsvermögen, da die Planung nicht mehr nur über Skizzen am Bürotisch durchgeführt wird. Diese aktive Partizipation der Mitarbeiter am Veränderungsprozess steigert sowohl die Akzeptanz der Maßnahme als auch deren Kommunikation. Im Beispiel werden ein virtuelles Modell eines Roboterarms in einer bestehenden Fertigung positioniert und die geplanten Bewegungen des Arms durchgespielt. Mitarbeiter aus der Entwicklung, Produktion und Fertigung diskutieren zusammen die für alle sichtbare virtuelle Planung. Die Interaktion mit dem Modell geschieht dabei völlig natürlich über Blickrichtung, Gesten- und Sprachsteuerung. - Bild: Microsoft

  • Fraunhofer IPA und Fraunhofer IAO bieten im Rahmen des Future Work Labs auch Qualifizierungsmaßnahmen in der sogenannten ‚Future Lern-Welt‘. Hier gibt es zum Beispiel Seminare zum Thema Industrie 4.0. Das Gelernte kann dabei direkt an den Demonstratoren im Future Work Lab angewendet werden. - Bild: Fraunhofer

    Qualifizierung 4.0: Fraunhofer IPA und Fraunhofer IAO bieten im Rahmen des Future Work Labs auch Qualifizierungsmaßnahmen in der sogenannten ‚Future Lern-Welt‘. Hier gibt es zum Beispiel Seminare zum Thema Industrie 4.0. Das Gelernte kann dabei direkt an den Demonstratoren im Future Work Lab angewendet werden. - Bild: Fraunhofer

  • Station 8: Digitalisierte Produktionsplanung Kabellose Arbeitsplätze: Das Fraunhofer IAO hat die sogenannte ‚Wirefree Workstation‘ entwickelt, die komplett ohne Verkabelung auskommt. Laptop, Handy usw. erhalten ihren Strom per Induktion. So bleibt der Arbeitsplatz lean und clean. Docking-Stationen werden beispielsweise nicht mehr benötigt. Dies sorgt für einen flexiblen Übergang von einer Arbeitssituation in eine andere, da hierfür nur das eigene Endgerät mitgebracht werden muss und sämtliche andere Infrastruktur bereit steht. - Bild: Fraunhofer

    Digitalisierte Produktionsplanung - Kabellose Arbeitsplätze: Das Fraunhofer IAO hat die sogenannte ‚Wirefree Workstation‘ entwickelt, die komplett ohne Verkabelung auskommt. Laptop, Handy usw. erhalten ihren Strom per Induktion. So bleibt der Arbeitsplatz lean und clean. Docking-Stationen werden beispielsweise nicht mehr benötigt. Dies sorgt für einen flexiblen Übergang von einer Arbeitssituation in eine andere, da hierfür nur das eigene Endgerät mitgebracht werden muss und sämtliche andere Infrastruktur bereit steht. - Bild: Frauehofer