SAP OIF
Der Markt fordert immer häufiger individuell angepasste Produkte. - Bild: SAP

Sieben Co-Innovation-Partner der SAP – der Spezialist für Automatisierungstechnik Beckhoff, Roboterhersteller Stäubli, der Spezialist für industrielle Bildverarbeitung asentics, die Messtechnik-Sektion aus dem Honeywell-Konzern, das Industriedruckunternehmen CAB, der Spezialist für 3-D-Druck Stratasys sowie Wearable-Hersteller Proglove – sind dafür zuständig, dass Roboterarme Einzelteile auf das Transportsystem verfrachten, Laserdrucker individuelle Namen und Texte auf Oberschalen schreiben und Digitalkameras nach vollendeter Fertigung die Qualitätssicherung der Schlüsselanhänger vornehmen.

Die Individualisierung von Produkten liegt im Trend: „Der Markt fordert immer häufiger individuell angepasste, im Konsumgüterbereich sogar zunehmend personalisierte Produkte“, erläutert der Director für das Product Management SAP Plant Connectivity Rüdiger Fritz von SAP.

SAP Pyramide
Klassische Automatisierungspyramide - Grafik: SAP

Die klassische Automatisierungspyramide mit ihrer strikten Trennung in die Bereiche der Automatisierungstechnik, der Supervisory Control and Data Aquisition (SCADA), der Manufacturing Execution Systeme (MES) und des Enterprise Resource Planning (ERP) ist nicht mehr zeitgemäß.

Die Datenmodelle dieser Schichten müssen nahtloser als bisher ineinander greifen und zugleich ist die Interoperabilität auch auf neue Prozesse im Zusammenspiel mit Kunden, Lieferanten und Dienstleistern auszurichten.

SAP Manufacturing Execution schlägt Brücke

Dass einerseits die Gravur in der Oberschale und das Vorbereiten der Chips parallel möglich sind und 70 so genannte „Mover“, die die Einzelteile im Produktionskreislauf bewegen, gleichzeitig im Einsatz sind, ist dem Manufacturing Execution System der SAP zu verdanken.

SAP Manufacturing Execution (SAP ME) schlägt die Brücke zwischen der Betriebswirtschaft und der Automatisierungstechnik, schafft sekündlich Transparenz über die Prozesse und damit die Grundlage für schnelle Entscheidungen auf Basis von aktuellen Fertigungsdaten und überwacht zudem sämtliche Arbeitsfortschritte.

Zusammen mit SAP Manufacturing Integration and Intelligence (SAP MII) und SAP Plant Connectivity (SAP PCo) übernimmt SAP ME die Kommunikation zwischen Produktion und ERP.

„Die Welt der betriebswirtschaftlichen und der automatisierungsnahen Daten gehören zusammen. Das vermeidet Medienbrüche und ermöglicht aus kombinierten Daten neue Erkenntnisse“, ist Fertigungsexperte Fritz überzeugt.

Erfasst man während der Produktion etwa Mess- und Prozesswerte und führt sie mit Informationen über Kundenbeschwerden zusammen, ist die Ursache für einen Fehler nun schneller zu finden.

Grundlage für das „neue Verständnis zwischen Maschine und ERP“ ist der M2M-Standard OPC Unified Architecture, der Maschinendaten transportiert und maschinenlesbar semantisch beschreibt.