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Nach Studien der Harvard-Absolventin Laura Adler hat Barcelona dank seiner IoT-Strategie allein 58 Millionen Dollar an Wasserkosten eingespart, etwa 50 Millionen Dollar jährlich an zusätzlichen Parkgebühren generiert und rund 47.000 neue Jobs geschaffen. - Bild: Pixabay

Touristen lieben Barcelona. Wer will es ihnen verdenken? Ein urbanes Lebensgefühl, das mediterane Klima, grandiose Sehenswürdigkeiten inklusive einer mitunter atemberaubenden Architektur sind nur einige Gründe für einen ausgiebigen Besuch. Und die Gäste kommen in Scharen – so manchem Einheimischen wird das langsam schon zu viel.

Die intelligente Stadt steckt voller Sensoren

Ein weiteres Pfund, mit dem Spaniens zweitgrößte Stadt wuchern kann, fällt dem gemeinen Pauschalreisenden nicht sofort auf. Fast unbemerkt von der breiten Öffentlichkeit hat sich die katalanische Metropole in den vergangenen Jahren zu einer ‚intelligenten Stadt’ par excellence entwickelt. Will man mehr über das Internet der Dinge (Internet of Things, IoT) und seine Einsatzmöglichkeiten wissen: Dort kann man es hautnah erleben.

Wer etwa spätabends ausgeht, bekommt mit, wie die Straßenbeleuchtung automatisch gedimmt wird, sobald weniger Leute unterwegs sind. Zusätzlich messen an den Lampen angebrachte Sensoren die Luftqualität. Und ganz nebenbei sind die Laternen Teil des städtischen WiFi-Netzes, das freien Internet-Zugang gewährt.

Ob Autofahrer geradewegs zum nächsten freien Parkplatz geleitet werden oder um den Wasserbedarf der Brunnen in öffentlichen Parks zu kontrollieren: Barcelona steckt voller Sensoren. Mal ermitteln sie den Energieverbrauch, mal steuern sie die Müllentsorgung: In den städtischen Mülltonnen befestigt, registrieren Messpunkte das Abfallaufkommen und liefern Daten, die dazu dienen, die Touren der Müllwagen optimal zu planen – aus Big Data wird Smart Data.

IoT-Strategie schafft Jobs

Nach Studien der Harvard-Absolventin Laura Adler hat Barcelona dank seiner IoT-Strategie allein 58 Mio Dollar an Wasserkosten eingespart, etwa 50 Millionen Dollar jährlich an zusätzlichen Parkgebühren generiert und rund 47.000 neue Jobs geschaffen. Insgesamt identifizierte die Stadt zwölf Bereiche, in denen ab 2012 konkrete IoT-Vorhaben gestartet wurden – wobei die koordinierten IoT-Lösungen ursprünglich auf einem einzigen robusten Glasfasernetz aufbauten. Übrigens: Über das Internet können sich die Bürger jederzeit darüber informieren, wie es um die städtische Infrastruktur steht und welche Verbesserungen erzielt werden.

In Karlsruhe sind Straßenlaternen smart

Ein ganzheitlicher Ansatz, wie ihn die Spanier fahren, verspricht am meisten Erfolg, weil sich Einzelprojekte dann effizient miteinander verknüpfen lassen, meint SAP-Experte Holger Tallowitz. „Überall dort, wo bereits Leitungen existieren, können grundsätzlich IoT-Anwendungen angedockt werden“, meint der Public-Services-Experte. Natürlich müsse man im Einzelfall bestimmte Voraussetzungen beachten: Wenn etwa wie in Karlsruhe intelligente Straßenlaternen gleichzeitig als Ladestationen für Elektroautos dienen – die Stadt hat ihr Pilotprojekt ‚Sm!ght’ (smart.city.light) zusammen mit dem Energieversorger EnBW und der SAP realisiert –, müsse das Stromnetz entsprechend ausgelegt sein. So ganz trivial sind IoT-Projekte also nicht.

Das weiß auch Columbus‘ Bürgermeister Anrew J. Ginther. Die Kommune im US-Bundesstaat Ohio hatte sich im Frühjahr in einem landesweiten Wettbewerb (‚Smart City Challenge’) gegen 78 Mitbewerber durchgesetzt. Sein Plan ‚SmartColumbus’ sei für alle „ein Lernprozess“; in einer Pressemitteilung bittet Ginther die Bürger um Geduld, während sich sein Team formiert, um „die gegebenen Versprechen einzulösen“.

Columbus experimentiert unter anderem mit selbstfahrenden Bussen im öffentlichen Nahverkehr (CMAX). Sie sollen Bewohner ländlicher Gebiete schneller zu ihren Jobs in der Stadt bringen und gleichzeitig den Transport von Bürgern in die Kliniken und zu den Gesundheitszentren zuverlässig gewährleisten. Die Region weist eine überdurchschnittlich hohe Kindersterblichkeitsrate auf. Hier will die Stadt gegensteuern.

Inzwischen hat sich um das Internet der Dinge ein regelrechter Hype entwickelt. Eher den Ball mal flach halten, rät Tallowith. Es komme immer darauf an, welche Strategie eine Stadt verfolge und was sie mit den Daten anfange. Technisch gesehen sei fast alles möglich, ergänzt Reiner Bildmayer. Der SAP-Entwickler aus Bernd Leukerts Vorstandsbereich P&I hat lange Zeit eine Art IoT-Grundlagenforschung betrieben. Bildmayer: „SAP HANA bietet an dieser Stelle unendlich viele Möglichkeiten.“

Ein anschauliches Beispiel dafür hat Joe Blinkley vom HCP Marketing auf der diesjährigen SAP TechEd in Las Vegas vorgestellt. Sein Modell eines ‚Smart Buildings’ kommuniziert via Sensoren mit der SAP HANA Cloud Platform, um das ‚Gebäude’ zu überwachen und zu steuern.

IoT eröffnet Möglichkeiten

Allerdings sollte man bei aller Euphorie auch nicht verschweigen, dass viele gut gemeinte IoT-Maßnahmen nach einem vielversprechenden Start nicht zu Ende geführt werden. Speziell in Europa bremsen rigide Verwaltungsvorschriften und die politischen Rahmenbedingungen so manches Projekt aus. Da sind die komplexen Ausschreibungsverfahren für öffentliche Projekte, die die Umsetzung innovativer Ideen auf die lange Bank schieben. Oft beeinflussen – und verzögern – Wahlperioden die Entscheidungsfindung der Verwaltungsoberen.

Generell mahlen die Mühlen im Public Sector aufgrund des öffentlichen Interesses, wie Steuergelder verwendet werden, etwas langsamer als in der Industrie (Tallowitz: „Im Public Sector dauert ein Quartal ein Jahr“). Hinzu kommen laut Bildmayer häufig falsche Vorstellungen hinsichtlich der Komplexität und der Realisierung von IoT-Projekten. „Oft scheitern Verhandlungen an der Frage, wer die Lösung nach der Einführung wie betreiben soll“, sagt Bildmayer und spricht aus Erfahrung. Dass dazu ein gewisses Budget nötig ist, das in der Regel nicht durch Fördergelder abgedeckt wird, sei nicht allen Entscheidern bewusst. - Zu einer Smart City gehören eben nicht nur smarte Bürger – sondern auch zupackende Lenker.

Die besten Arbeitgeber Deutschlands für 2017

  • Deutsche Telekom

    Platz 25: Deutsche Telekom, Unternehmensbewertung: 4,0. "Die Deutsche Telekom bietet vielfältige Arbeitsgebiete durch ein breites Produkt- und Leistungsspektrum. Breit gefächerte Standorte. Multikulturell und -lingual." - Entwickler bei der Deutschen Telekom (Darmstadt, Hessen). - Bild: Telekom

  • Amazon

    Platz 24: Amazon, Unternehmensbewertung: 4,0. "Angenehmes Arbeitsumfeld, Entwicklungsmöglichkeiten, viele interne Trainings- und Weiterbildungsmöglichkeiten. Super Unternehmen und eine faire Geschäftsführung. Manager immer offen für Vorschläge und Probleme, weiter so!" - Area Manager bei Amazon (München, Bayern). - Bild: Amazon

  • Continental

    Platz 23: Continental, Unternehmensbewertung: 4,0. "Globaler Einsatz möglich. Werte sind definiert und werden gelebt, tolle Kultur - nicht nur auf dem Papier! Großes Vertrauen der Mitarbeiter in das Top-Management. Hohe Identifikation der Mitarbeiter mit dem Unternehmen." - IT-Manager bei Continental (Hannover, Niedersachsen). - Bild: Continental

  • Siemens

    Platz 22: Siemens, Unternehmensbewertung: 4,0. "Intern sind gute Weiterbildungen möglich. Sehr flexible Arbeitszeit und somit auch wirklich ein familienfreundliches Unternehmen. Anspruchsvolle Aufgaben treffen auf ein innovatives Umfeld." - Berechnungsingenieur bei Siemens (Erlangen, Bayern). - Bild: Siemens

  • Deutsche Bahn

    Platz 21: Deutsche Bahn, Unternehmensbewertung: 4,0. "Sozialleistungen wie Freifahrten, weitere Fahrvergünstigungen, kostenfrei mit der Bahn zum Arbeitsplatz pendeln, Unterstützung beim Aufbau der Altersvorsorge, gutes Mitarbeiterklima ‚Bahner-Familie’!" - Zugbegleiter bei der Deutschen Bahn (München, Bayern)

  • Rewe

    Platz 20: Rewe Markt, Unternehmensbewertung: 4,0. "Familienorientiert, Urlaub wird meist wie gewünscht geplant, Bezahlung ist gut, nette Mitarbeiter, hohe Kundenzufriedenheit, man kann immer über alles reden und bei Fragen bekommt man immer eine Antwort!" - Verkäufer im Einzelhandel bei REWE Markt (Bad Rodach, Bayern). - Bild: Rewe

  • Ernst&Young

    Platz 19: Ernst&Young, Unternehmensbewertung: 4,0. "Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen sind sehr gut, da es oft Trainings gibt und Mentoren Programme zur stetigen Begleitung. Auch Homeoffice ist möglich." - Mitarbeiter bei EY (ohne Ortsangabe). - Bild: EY

  • KPMG

    Platz 18: KPMG, Unternehmensbewertung: 4,0. "Viele abwechslungsreiche Jobs, viel und früh Verantwortung, tolle Kollegen. Seit ein paar Jahren fühle ich mich sehr gut abgeholt und habe auch das Gefühl, dass die Wünsche und Belange "oben wahrgenommen" werden." - Tax Manager bei KPMG (München, Bayern). - Bild: picture alliance

  • Lidl

    Platz 17: Lidl, Unternehmensbewertung: 4,0. "Top Arbeitgeber in der Region Heilbronn. Die Mitarbeiter werden wertgeschätzt und auch so behandelt. In der IT fallen viele spannende Herausforderungen an. Die Karrierechancen sind ausgezeichnet." - Teamleiter bei Lidl (Neckarsulm, Baden-Württemberg). - Bild: obs/Lidl

  • ZF Friedrichshafen

    Platz 16: ZF Friedrichshafen, Unternehmensbewertung: 4,0. "Modern, zeitgemäß, innovativ, fair und arbeitnehmerfreundlich. Büroarbeitsplätze sind ergonomisch gestaltet. Weiterbildung, mobiles Arbeiten, zeitnahe Informationen vom Management an die Mitarbeiter über Veränderungen, Vertrauen." - Kaufmännische Angestellte bei ZF Friedrichshafen (Stemwede, Nordrhein-Westfalen). - Bild: ZF

  • Volkswagen

    Platz 15: Volkswagen, Unternehmensbewertung: 4,0. "Professionalität, Zusammenarbeit mit Konzerngesellschaften, soziale Sicherheit." Mitarbeiter bei Volkswagen (ohne Ortsangabe). - Bild: Pixabay

  • Fraunhofer Gesellschaft

    Platz 14: Fraunhofer Gesellschaft, Unternehmensbewertung: 4,1. "Nette Kollegen, ein sehr arbeitsfreundliches Umfeld. Man kann viel lernen und sich für Weiteres qualifizieren. Es macht Spaß, dort zu arbeiten." - Mitarbeiter bei der Fraunhofer Gesellschaft (ohne Ortsangabe). - Bild: Fraunhofer Gesellschaft

  • Bayer

    Platz 13: Bayer, Unternehmensbewertung: 4,1. "Unterstützen Weiterbildungen, sehr guter Verdienst, 30 Tage Urlaub, Altersvorsorge unter anderem durch Pensionskasse, legen extrem hohen Wert auf Arbeitssicherheit, Aufstiegschancen, Mitarbeitergespräche, Schulungen/Lehrgänge und vieles, vieles mehr." - Technischer Mitarbeiter bei Bayer (Wuppertal, Nordrhein-Westfalen). -Bild: Bayer

  • Vodafone

    Platz 12: Vodafone, Unternehmensbewertung: 4,1. "Modernes Unternehmen mit vielen Entwicklungschancen und -optionen, sehr gute Arbeitsumgebung sowie moderne und flexible Arbeitskultur mit Homeoffice / mobilen Arbeitsmöglichkeiten." - Mitarbeiter bei Vodafone (ohne Ortsangabe). - Bild: Vodafone

  • Infineon

    Platz 11: Infineon Technologies, Unternehmensbewertung: 4,1. "Tolle soziale Leistungen, wunderbare Kollegen, schöner grüner Standort, Gehalt TOP, viele Veränderungs- und Aufstiegsmöglichkeiten." - Online Communication Manager bei Infineon Technologies (München, Bayern). - Bild: Infineon

  • BMW

    Platz 10: BMW, Unternehmensbewertung: 4,1. "Man kriegt alles was man braucht! Gefällt einem der aktuelle Arbeitsbereich nicht mehr, kann man sich in kurzer Zeit intern umbewerben. Dies wird sogar aktiv gefördert." - Mitarbeiter bei BMW (ohne Ortsangabe). - Bild: BMW Group

  • Allianz

    Platz 9: Allianz, Unternehmensbewertung: 4,1. "Sehr interessante Themenbereiche, Vielzahl von Beschäftigungsfeldern, frühe Übernahme von Verantwortung möglich. Internationaler Einsatz und internationale Projekte, tolle Arbeitsatmosphäre." - Mitarbeiter bei der Allianz (München, Bayern). - Bild: Allianz

  • dm-Drogerie Markt

    Platz 8: dm-Drogerie Markt, Unternehmensbewertung: 4,1. "Super Arbeitsklima, nette Kollegen, das Gehalt ist super, soweit es möglich ist fast freie Zeiteinteilung." - Verkäuferin bei dm-drogerie markt (Rellingen, Schleswig-Holstein). - Bild: dm-Drogerie Markt

  • Kaufland

    Platz 7: Kaufland, Unternehmensbewertung: 4,1. "Schnelles und dynamisches Einfinden ins Team. Offen und ein überwiegend freundliches Klima innerhalb der Belegschaft. Lockerer Umgang mit Führungskräften. Vertrauenswürdige Chefs. Gute, motivierende Bezahlung." - Mitarbeiter Markt bei Kaufland (Berlin). - Bild: Kaufland

  • Daimler

    Platz 6: Daimler, Unternehmensbewertung: 4,2. "Familienorientiert, auch in einer "schwierigen" Zeit. Dynamisch, trotz der Menge an Mitarbeitern und einer weit verzweigten Hierarchie." - International Key Account Manager bei Daimler (Germersheim, Rheinland-Pfalz). - Bild: Daimler

  • Accenture

    Platz 5: Accenture, Unternehmensbewertung: 4,2. "Nette Kollegen, innovatives Unternehmen, interessante Kunden und verantwortungsvolle Aufgaben. Freitags meist Home Office, gute Weiterentwicklungsmöglichkeiten." - IT Strategy Consultant bei Accenture (Düsseldorf, Nordrhein-Westfalen). - Bild: Accenture

  • Deloitte

    Platz 4: Deloitte, Unternehmensbewertung: 4,2. "Man hat interessante Aufgaben und gute Entwicklungsmöglichkeiten, darüber hinaus arbeitet man mit kompetenten und freundlichen Leuten zusammen, renommierte Kunden aus interessanten Branchen." - Professional bei Deloitte (München, Bayern). - Bild: Deloitte

  • Bosch

    Platz 3: Robert Bosch, Unternehmensbewertung: 4,2. "Gutes Gehalt, nette Kollegen, spannende Arbeit, vernünftiges Essen, viele Weiterbildungen und noch sehr viele andere Kleinigkeiten, die ein angenehmes Arbeiten ermöglichen." - Softwareentwickler bei Robert Bosch (Leonberg, Baden-Württemberg). - Bild: Bosch

  • Adidas

    Platz 2: Adidas Group, Unternehmensbewertung: 4,3. "Fokus auf Weiterentwicklung der Mitarbeiter, Campus, Benefits, Atmosphäre." - Senior Manager bei adidas Group (Herzogenaurach, Bayern). - Bild: Adidas

  • SAP

    Platz 1: SAP, Unternehmensbewertung: 4,4. "Firmenwagen ab 3 Jahren Zugehörigkeit, Aktienpakete (es gibt hier verschiedene Modelle), Arbeitgeberfinanzierte Altersversorgung, Mitarbeiterfinanzierte Altersversorgung (Geld in Zeit,...), Flexible Arbeitszeiten, Home Office.” - IT Technology Senior Consultant bei SAP (Walldorf, Baden-Württemberg). - Bild: SAP