item Lean Management

Lean Management fördert durch das Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung und den Abbau von Silodenken die Produktivität. Quelle: Pixabay

Was in der japanischen Automobilindustrie der 1950er-Jahre seinen Anfang nahm, hat sich zu einem globalen Erfolgsprinzip entwickelt: Ob in Form eines speziell entwickelten Lean Production Systembaukastens wie dem Profilrohrsystem D30 von item oder Workshops aller Art – die schlanke Produktion ist omnipräsent.

Im Zuge dessen findet man jedoch auch außerhalb der industriellen Produktion die Grundprinzipien der Lean Production wieder. Was hat es aber mit Lean Management auf sich? Die Grundzüge von Lean Management sind schnell erklärt: Reduziert man die Lean-Philosophie auf ihren Kern, so lassen sich die zugrundeliegenden Methoden rund um die Produktivitätssteigerung und Vermeidung von Verschwendung perfekt auf andere, übergreifende Kontexte übertragen.

Kontinuierliche Verbesserung: Das Herz des Lean Managements

Wie wir in unserem Beitrag über Kaizen bereits aufgezeigt haben, kann die Bedeutung dieses Begriffs innerhalb der Lean-Philosophie gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Er setzt sich im Japanischen aus Kai (= „Veränderung“) und Zen (= „zum Besseren“) zusammen. In Form des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses (KVP) fand er durch den Siegeszug der Lean Production weltweite Verbreitung – eben auch im Lean Management. Das Entscheidende beim Prinzip der kontinuierlichen Verbesserung ist Folgendes: Dieser Optimierungsprozess findet niemals einen Abschluss. Folglich gibt es auch keinen fehlerfreien Zustand.

Verbunden wird dieser Gedanke mit einer Managementkultur, die Optimierungsbedarf in einem dezidiert positiven Licht erscheinen lässt. Freilich bedeutet dies nicht, dass dies auf Kosten der Sorgfalt gehen sollte. Eine Nachlässigkeit ist eine Nachlässigkeit, Punkt. Bei einer korrekten Implementierung ist hingegen das exakte Gegenteil der Fall: Jeder einzelne Mitarbeiter hinterfragt im besten Sinne das eigene Tun. Auf dieser Basis lassen sich für jeden Schritt im Management stets noch Potenziale offenlegen. Um es bildlich auszudrücken: Es kommt einfach darauf an, das Mikroskop noch genauer einzustellen.

Konzentrierte Orientierung auf Prozesse, Kunden und Mitarbeiter

In der Hierarchie der Konzepte des Lean Managements folgt nach KVP direkt die Prozessorientierung. Es gilt, sich von eingefahrenem Silodenken zu verabschieden und abteilungsübergreifende Prozesse in den Blick zu nehmen. In anderen Worten: Es kommt in diesem Zusammenhang nicht darauf an, für ein Spezialgebiet mit Detailwissen aufwarten zu können. Stattdessen zählen Kompetenzen wie interdisziplinäres Denken und Flexibilität. Gleichzeitig kommt dies natürlich nicht einer Auflösung etablierter Abteilungen gleich. Es geht lediglich darum, die Sicht für das große Ganze zu schärfen. Positiver Nebeneffekt: Diese Sichtweise fördert zudem die Realisierung des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses.

Zudem rückt Lean Management die Orientierung am Kunden noch stärker in den Fokus – verbunden mit der Auflösung der Unterscheidung zwischen einem internen und externen Kunden: Jeder Auftrag erfordert das gleiche Maß an Qualität. Ein solcher Qualitätsanspruch mag zunächst ebenso selbstverständlich wie die zuvor genannte Aspekte des Lean Managements sein. Gerade solche scheinbaren Selbstverständlichkeiten geraten jedoch im Arbeitsalltag allzu schnell in den Hintergrund. Daher ist es das Verdienst des Lean Managements, das Bewusstsein für solche Aspekte zu schärfen.

Führung im Lean Management: Der Mensch im Fokus

Indem hierarchisch bedingte Hindernisse abgebaut werden, entsteht gleichzeitig eine stärkere Berücksichtigung jedes einzelnen Mitarbeiters. Dementsprechend setzt auch das Führungsprinzip im Lean Management, Lean Leadership genannt, ausdrücklich auf die Wertschätzung und Weiterbildung der Belegschaft. Führungskräfte sollen daher durch zielgerichtetes Coaching ihre Mitarbeiter befähigen, den kontinuierlichen Verbesserungsprozess vorantreiben. Ein entscheidender Aspekt, der dabei vermittelt wird, ist die Fähigkeit, das eigene Handeln, kritisch zu hinterfragen. An dieser Stelle zeigt sich erneut die nicht zu unterschätzende Relevanz des KVP-Gedankens innerhalb des Lean Managements.

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