Ein Drittel der deutschen Firmen ist mit seinem Erfolg in China unzufrieden (Bild: kalafoto -

Ein Drittel der deutschen Firmen ist mit seinem Erfolg in China unzufrieden (Bild: kalafoto - Fotolia.com).

von Gunnar Knüpffer

MANNHEIM. Hohe Umsatzpotenziale locken immer mehr Unternehmen auf den attraktiven chinesischen Markt. Dabei sollte ein Markteintritt im Reich der Mitte wohlüberlegt und strategisch vorbereitet sein.
Denn ein Drittel der Unternehmen, die diesen Schritt gewagt haben, klagt über einen nur mäßigen Erfolg. Das ergab eine Erhebung der Managementberatung Homburg & Partner bei 62 Experten der Branche, die in der Geschäftsführung, im Marketing und Vertrieb tätig sind. Die Gründe für diese Enttäuschung liegen demnach vor allem an einer mangelnden klaren, internen Kommunikation, einer fehlenden Präsenz vor Ort und einer nicht vorhandenen Anpassung der Produkte an lokale Designs. Als weitere Gründe für nicht erfüllte Erwartungen gaben die Befragten unter anderem Preisdruck, Plagiatsprobleme aber auch mentalitätsbedingte Faktoren an.
Zwei Drittel der Befragten bezeichnen ihren Markteintritt jedoch als erfolgreich. Insgesamt generieren die Teilnehmer bereits 11 % ihres Umsatzes in China. Und für die kommenden fünf Jahre prognostizieren sie Umsatzanteile von durchschnittlich 18 %. Gründe für dieses starke Wachstum seien vor allem der steigende Produktbedarf in China sowie eine unternehmensinterne strategische Fokussierung auf das Land.