Daimler setzt auf sein Car-Sharing-Projekt Car2Co, um sich neuen Mobilitätsbedürfnissen anzupassen

Daimler setzt auf sein Car-Sharing-Projekt Car2Co, um sich neuen Mobilitätsbedürfnissen anzupassen (Bild: Daimler).

von Gunnar Knüpffer

MÜNCHEN. Immer mehr Großstädter weichen auf alternative Mobilitätsangebote aus und werden kein eigenes Auto besitzen. Dennoch haben die wenigsten Automobilhersteller schon Geschäftsmodelle etabliert, die die Möglichkeiten der neuen Mobilität und ihr traditionelles Kerngeschäft mit Neuwagen, Ersatzteilen, Service und Finanzdienstleistungen vernetzen. Das besagt die Studie „Vom Automobilbauer zum Mobilitätsdienstleister“ der Beratung Bain.
Einige Hersteller starteten jedoch bereits eigene Pilotprojekte zum Car-Sharing und kombinierbaren Mobilitätsdiensten: So testet Citroën ein Mobilitätsangebot, bei dem die Marke als Mobilitäts- und Reiseagentur fungiert, und Daimler bietet mit Car2Go Car-Sharing an. Diese Projekte sollten nach Einschätzung von Bain jeweils zu einem von vier möglichen Ansätzen weiterentwickelt werden:

1. Der integrierte Mobilitätsdienstleister bietet alles aus einer Hand. Damit können die größten Synergien erzielt werden, es bestehen aber die größten Risiken.
2. Der Vermittler bietet alles aus einer Hand, nutzt aber Kooperationspartner.
3. Selektierer: Dieser bietet nur ausgewählte Dienstleistungen für die unterschiedlichen Kundensegmente an.
4. Der Minimalist offeriert nur solche Dienstleistungen, die in Zukunft zum Standard gehören.