Der Transport von Schüttgütern stellt hohe Anforderungen an die Antriebstechnik, weil Bänder und Antriebe meist rauen Umgebungsbedingungen ausgesetzt sind. Für dieses Branchensegment hat sich Getriebehersteller Flender hervorgetan, konnte er die immer wichtigere Wärmegrenzleistung um weitere circa 20 Prozent erhöhen.

Denn die mitunter in den entlegensten und trockenen Winkeln der Erde laufende Förderbandantriebe sollten stabil arbeiten - auch ohne Wasser- oder Ölkühlung. Die dringend benötigte Kühlung erreicht Flender anhand von Kühlern und Axiallüftern. Dieser Effekt lässt sich durch eine intelligente Luftstromführung am Gehäuse vorbei noch verstärken. Dafür gibt es die neue erweiterte Luftleithaube.

Wärmegrenzleistung auch durch Bauart und Qualität des Getriebes

Nichtsdestotrotz muss das Getriebe von sich aus von der Bauart und von der Qualität eine hohe Wärmegrenzleistung erbringen. Erst wenn diese Mechanismen nicht mehr ausreichten, müsste auf eine Wasser- oder Ölkühlung zurückgegriffen werden. So möchte beispielsweise niemand Wassercontainer in die Atacama-Wüste schicken.

Flender setzt deshalb sein Know-how dafür ein, Getriebelösungen zu entwickeln, die einerseits eine geringe Verlustleistung aufweisen und andererseits hohe Leistungen übertragen können. Die B3SE-Getriebe erfüllen diese Forderung, ohne dass eine externe Kühlung notwendig ist. Es gibt sie standardmäßig in zehn Baugrößen und sie sind für Antriebsaufgaben mit sehr großen Leistungsaufnahmen – auch als Mehrfachantriebe – einsetzbar.

Verzicht auf externe Kühlung

Bis zum Bereich zwischen 2500 kW und 3000 kW ist abhängig von den Umgebungsbedingungen und der Getriebeausführung ein Verzicht auf externe Kühlanlagen möglich. Der Grund für deren außergewöhnlich hohe Wärmegrenzleistung ist eine weitere Effizienzsteigerung bei Wirkungsgrad und Wärmeableitung. Allein die Erweiterung der Gehäuseoberfläche in Verbindung mit der Neugestaltung der Luftleithaube mit drehrichtungsunabhängigem Lüfter sorgt für etwa 20 Prozent höhere Wärmeabfuhr.

Hinzu kommen Optimierungen in der Getriebegestaltung für weniger Verlustleistung, so dass sich mit den B3SE standardmäßig Drehmomente bis 490.000 Nm übertragen lassen. Dadurch gibt es in der Praxis Situationen, in denen wegen der hohen Wärmegrenzleistung der neuen Getriebe eine Baugröße kleiner gewählt werden kann als früher. Sofern die Mechanik es zulässt profitieren Anwender also von dieser technisch und wirtschaftlich besseren Lösung.

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