Automatica Messe München

Ein Auge für neue Robotik-Konzept. - Bild: Messe München

Die Technologien der Machine Vision werden in den Bereichen Qualitätssicherung, in Fertigungs- und Produktionsprozessen sowie in der Messtechnik eingesetzt – in zunehmender Anzahl: mit 12 % jährlich wächst die Branche überdurchschnittlich.

Die Automobil- und Weiße-Ware-Industrie gelten als Vorreiter im Einsatz dieser Systeme. Dies bestätigt Dr. Juan-Ignacio Conrat, Head of Corporate Technology, BSH Hausgeräte: „Bildverarbeitende Systeme nehmen einen wichtigen Stellenwert ein. Visuelle Kontrollen können zwar zum Teil durch Menschen vorgenommen werden, aber die dann gemachten Erfahrungen sind immer personenbezogen und gehen im Anschluss verloren, da eine Dokumentation kaum möglich ist.“ Nur durch die Menge der generierten Daten können im Anschluss Fehleranalysen und somit Qualitäts- und Performance-Verbesserungen erreicht werden.

Allerdings lässt die Usability der IBV-Systeme häufig noch zu wünschen übrig. Conrat: „Wir benötigen einfach adaptierbare Systeme. Derzeit ist der Aufwand hinsichtlich Know-how und auch Adaption sehr hoch.“

Das Thema Usability bewegt auch die Anbieter. Auf der Automatica zeigen sie, wie weit sie in der Anpassung ihrer Systeme bereits sind: „Unsere Entwicklungen zielen auf eine verbesserte Usability – insbesondere für nichtprofessionelle Bildverarbeiter – sowie eine hohe Standardisierung. Damit wollen wir eine einfache Verknüpfung von industrieller Bildverarbeitung mit anderen Disziplinen innerhalb stark automatisierter Fertigungsumgebungen sicherstellen. Denn als ‚Auge der Produktion‘ ist die IBV eine Schlüsseltechnologie der Industrie 4.0“, sagt beispielsweise Dr. Maximilian Lückenhaus, Director Marketing + Sales, MVTec Software.