Auf dem Messestand des Fraunhofer IPA werden Industrie 4.0- und MRK-Lösungen im Mittelpunkt stehen.

Auf dem Messestand des Fraunhofer IPA werden Industrie 4.0- und MRK-Lösungen im Mittelpunkt stehen. - Bild: Fraunhofer IPA

Das Robotik-Geschäft rund um den Globus boomt. Der Weltroboterverband IFR (International Federation of Robotics) vermeldet im Bereich Industrie-Roboter mit 8 % einen globalen Absatzrekord für 2015. Die Zahl der weltweit verkauften Industrie-Roboter hat damit erstmals die Marke von rund 240 000 Einheiten erreicht.

„Die weltweiten Verkaufszahlen von Industrie-Robotern in 2015 bestätigen, dass wir uns in sehr aufregenden Zeiten für die Roboterindustrie befinden“, sagt Per Vegard Nerseth, Managing Director, ABB Robotics. „Mit dem Start in das Jahr 2016 werden die traditionellen Treiber unserer Industrie von einer enormen Nachfrage für Lösungen im Bereich des Internets der Dinge (IoT) sowie Services & People vervollständigt. Diese Entwicklung wird zu einem neuen Rekordjahr führen.“

Kollaborierende Roboter ebnen mittelständischen Betrieben dabei einen revolutionären neuen Weg, ihre Fertigung auf technisches Spitzenniveau zu automatisieren und damit kostensparend die eigene Wettbewerbsposition zu sichern. Bei der Entwicklung ihrer kollaborativen Roboter gehen die Hersteller unterschiedliche Wege. Während die eine Fraktion, darunter ABB, Kuka, Universal Robots, Yaskawa und Co auf Spezialmaschinen für die MRK setzt, qualifizieren Stäubli und Fanuc ihre Standardroboter für MRK-Anwendungen. Auf der Messe sind alle namhaften Roboterhersteller vertreten, was den direkten Vergleich dieser Lösungsansätze ermöglicht.

Auch Yaskawa setzt auf die bekannten Trendthemen. Dazu Bruno Schnekenburger, Division Director Robotics bei Yaskawa Europe: „Auf der Automatica werden wir mit dem Motoman HC10 ein neu entwickeltes Modell für MRK-Anwendungen erstmals in Europa vorstellen. Der Roboter ist extrem schlank, sodass er bei engen Platzverhältnissen optimal integriert werden kann.“

Zu den Neuheiten bei Fanuc zählen der kollaborative Roboter CR-7iA und das Schwergewicht, der M-2000iA mit einer Traglast von 2 300 kg. Ein weiteres Highlight ist die ‚grüne CR-Welt‘, in der einfache Anwendungsbeispiele ebenso wie ausgefallene Einsatz­ideen für kollaborative Roboter zu sehen sind. Dr. Yoshiharu Inaba, der Präsident und CEO der Fanuc Corporation. besucht dieses Jahr zum ersten Mal die Messe.

Passend zu den aktuellen Anforderungen des digitalen Produktionszeitalters zeigt Fraunhofer IPA Exponate aus den Bereichen Mensch am Arbeitsplatz, Produkt und Automatisierung sowie IT-Infrastruktur und Vernetzung und führt damit den Mehrwert einer im Sinne von Industrie 4.0 ausgerichteten Produktion vor.

Susanne Nördinger / Messe München