Die AGH University of Science and Technology hat sich für den UR5 wegen seiner einfachen Bedienbarkeit und seiner hohen Präzision entschieden.

Die AGH University of Science and Technology hat sich für den UR5 wegen seiner einfachen Bedienbarkeit und seiner hohen Präzision entschieden. - Bild: Universal Robots

Ob im heimischen Wohnzimmer, in den Produktionshallen der Unternehmen oder der Forschung: Serviceroboter sind überall, aber ihre Definition ist noch recht trübe und viele Fragen sind unbeantwortet. Was bereits klar ist: Mensch-Roboter Kollaboration ist die Grundvoraussetzung für Servicerobotik. Durch die direkte Möglichkeit der Interaktion von Mensch und Maschine wird die Rolle des Roboters als „Dienstleister“ überhaupt ermöglicht.

Denn erst durch das Wegfallen von Schutzzäunen um den Roboter und die einfache Programmierung kann der Roboter seine volle Serviceleistung erbringen. Auch die AGH University of Science and Technology in Polen hat nach Unterstützung gesucht, die kollaborierend und sicher, flexibel in der Anwendung und einfach zu programmieren ist. Die Lösung: Ein Roboterarm von Universal Robots, der nun als Serviceroboter dazu beiträgt, die Medizin der Zukunft zu entwickeln – ganz nebenbei übernimmt er dabei unter anderem auch die Mischung von giftigen Chemikalien.


Wie aber kam es zum Einsatz des automatisierten Alleskönners in der polnischen Forschungseinrichtung? Die AGH bat Universal Robots zunächst bei der Entwicklung eines hochpräzisen Werkzeuges um Hilfe, das im Operationssaal Stammzellen in den Körper implantieren sollte. Die Entscheidung fiel auf einen Roboterarm von Universal Robots, da dieser menschliche Bewegungsmuster abbilden und zudem in verschiedenen weiteren Anwendungen genutzt werden kann. Konkret arbeitet die AGH an der Entwicklung einer spezialisierten Roboterstation für gyno-urologische Behandlungen. Der Roboter von Universal Robots hat also hier die bedeutende Aufgabe, Stammzellen in den Körper zu implantieren. Diese hochpräzise Roboterlösung kann die gleiche Bewegung wieder und wieder ausführen, bei einer minimalen Abweichung von den Steuerungswerten.


Die Implantation erfolgt nun sehr viel präziser als durch die menschliche Hand. Denn eine menschliche Hand hat, selbst wenn sie sehr genau arbeitet, eine geringere Wiederholgenauigkeit als der Roboterarm von Universal Robots und macht entsprechend leichter Fehler. Genau das darf bei Labortests von AGH nicht passieren.


Das zweite von der AGH Universität durchgeführte Projekt ist die Entwicklung einer Station für das Mischen von Zytostatika-Arzneimitteln, die in der Chemotherapie bei Krebs eingesetzt werden. Der Roboter soll die Effizienz der Herstellung von Zytostatika zu verbessern. Zurzeit kann diese Aufgabe nur in spezialisierten Krankenhausapotheken von Mitarbeitern ausgeführt werden. Grund ist die hohe Toxizität der Substanz, die bei der Herstellung dieser Arzneimittel freigesetzt wird, so dass Mitarbeiter nur wenige Stunden in einer solchen Umgebung arbeiten dürfen. Heute ist AGH in der Lage, eine Vielzahl von Aufgaben durch schnelles Umprogrammieren zu lösen.
Der UR5-Roboterarm wurde wegen seiner einfachen Bedienbarkeit und seiner hohen Präzision ausgewählt. Sie erlaubt es, Bewegungen mit einer Auflösung von +/- 0,1 mm zu programmieren. Zudem ist es möglich, den Roboter durch manuelles Führen in die gewünschte Position zu bringen.


Ein anderer Grund für die Wahl des UR5 war die Schwerkraft-Kompensation. „Wir haben uns für den UR5 von Universal Robots aufgrund seiner einzigartigen Funktionen entschieden. So hat uns unter anderem die Schwerkraftkompensation überzeugt, die verhindert, dass er die Lage verändert, sogar wenn er abgeschaltet ist. Dies ist besonders wichtig, wenn wir Roboter dazu einsetzen die Bewegungsbahn von Handbewegungen bei Eingriffen zu messen, die Präzision und Sicherheit erfordern“, sagte Grzegorz Karpiel Ph.D. Eng., Fakultät für Maschinenbau und Robotik an der AGH.
Der Roboter bietet dem wissenschaftlichen Personal und zukünftigen Generationen von Ingenieuren an der AGH damit die Möglichkeit, die eigenen Fähigkeiten weiterzuentwickeln und innovative Lösungen zu schaffen.

Universal Robots / Susanne Nördinger