Im Mittelpunkt des diesjährigen ERP-Forums auf der CeBIT stehen digitale Geschäftsprozesse wie Industrie 4.0, Smart Services  sowie Omnichannel Marketing und Retailing.

Im Mittelpunkt des diesjährigen ERP-Forums auf der CeBIT stehen digitale Geschäftsprozesse wie Industrie 4.0, Smart Services sowie Omnichannel Marketing und Retailing. - Bild: Trovarit

In Fachvorträgen und Podiumsdiskussionen erörtern Software-Anbieter, -Anwender sowie unabhängige Experten, wie Business Software richtig eingesetzt werden kann, um die zukünftigen Herausforderungen zu meistern und Chancen zu ergreifen.

Zuschauer können sich auf interessante Fallbeispiele freuen, die Strategien und Lösungsansätze rund um ERP & Co. bereithalten. Ein zusätzliches Highlight bietet die ERP-Challenge (nachmittags von Dienstag bis Donnerstag), bei der sich zwei Software-Anbieter im direkten Vergleich gegenüberstehen und live einen vorgegebenen Geschäftsprozess mit Hilfe ihres ERP-Systems durchlaufen.

Organisiert wird das ERP-Forum in Halle 5, F04 seit einigen Jahren von der Trovarit AG im Auftrag der Deutschen Messe. Durch das Programm führt Sie ERP-Tuner Michael Schober. 

Das ERP-Forum startet am Montag mit dem Thema “Wirtschaftlichkeit & Compliance bei Business Software“. Um den ERP-Betrieb flexibler und effizienter zu gestalten, wird oft zu modernen Bereitstellungs- und Abrechnungsmodellen (z.B. Business Software aus der Cloud / Software-as-a-Service) gegriffen. Bei der Weiterentwicklung von Lösungen vertrauen ERP-Anbieter auf die Cloud. Anwenderunternehmen dagegen sind oftmals skeptisch, ob das Modell für ein zentrales und komplexes System geeignet ist.

Besonders in der Funktion als Rückgrat der Unternehmenssteuerung und ‚Taktgeber‘ der inner- und überbetrieblichen Auftragsabwicklung wird dem ERP-System eine erhöhte Bedeutung zugeordnet. Auf dem ERP-Forum werden diese Themen aufgegriffen, um Pro und Kontra einer ERP-Cloud-Lösung abzuwägen. Natürlich werden auch klassische On-Promise Lösungen diskutiert, welche stets unter dem Aspekt von Wirtschaftlichkeit und Compliance zu betrachten sind. Vorträge, eine Podiumsdiskussion und ein Interview runden das Tagesprogramm ab und bieten Zuhörern interessanten Content und Input für weiterführende Gespräche.

Den Anfang macht Dr. Karsten Sontow von der Trovarit AG mit seinem Vortrag ‚Wirtschaftlichkeit beim Einsatz von Business Software: Investitionen in Business Software absichern‘ (11.00 - 11.30 Uhr).

„Mit ERP die Zukunft gestalten“ lautet das Thema am Dienstag. Industrie 4.0, Smart Services und ‚App-lification‘ von Business Software sind nur einige Stichwörter, die in diesem Zusammenhang fallen. Anforderungen und Komplexität von ERP-Systemen werden auch zukünftig wachsen und lassen Themen wie ‚Usability‘/ ‚Benutzerführung‘ immer wichtiger werden.

Diese und andere ERP-Trends werden im Laufe des Tages beleuchtet und Lösungsansätze präsentiert. Spannend wird es auch beim Vortrag ‚ERP- der Dirigent der Industrie 4.0: Taktgeber für das Zusammenspiel von Menschen, Maschinen und Produkten‘ (10:00 - 10:30 Uhr) mit Dirk Bingler, Vorsitzender des Arbeitskreises ERP im BITKOM und Sprecher der Geschäftsführung der GUS Deutschland GmbH.

Der Mittwoch steht unter dem Thema „Unternehmensnavigation mit ERP“ und lehnt sich an das Motto der CEBIT „d!conomy“ sowie an die wachsende Digitalisierung unseres Alltags an. Die IT-technische Integration schreitet in allen Dimensionen voran: horizontal, vertikal, innerhalb des Unternehmens, zwischen den Unternehmen entlang der Supply Chain etc. Die ERP-Lösungen stellen hierbei die „Single Source of Truth“ entlang der Wertschöpfungskette für zentrale Stamm- und Bewegungsdaten dar.

Die Podiumsdiskussionen und Vorträge zeigen, wie ERP-Lösungen diese Rolle ausfüllen und bei der Unternehmensnavigation unterstützen. Den Standardisierungsdruck durch die Digitalisierung der Prozesse gepaart mit dem Wunsch nach individuellen und situativen Lösungsansätzen erörtert Günter Mayer von der inition GmbH in seinem Vortrag ‚Agiles Prozessmanagement im Spannungsfeld von Kundenfokussierung und Standardisierung in kleinen und mittelständischen Unternehmen‘ von 10:00 bis 10:20 Uhr.

Der Donnerstag steht unter dem Motto „ERP-Nutzen maximieren“. Damit eine ERP-Lösung den relevanten Beitrag zur Wertschöpfung eines Unternehmens leisten kann, muss das System auf die Prozesse des Unternehmens abgestimmt werden. Da sich Unternehmensprozesse im Rahmen der Internationalisierung, Digitalisierung und des steigenden Wettbewerbsdrucks jedoch stetig ändern, ist es zwingend erforderlich, ERP-Einsätze regelmäßig zu überprüfen und gegebenenfalls neu auszurichten, um den ERP-Nutzen sicherzustellen.

Wie man den ERP-Nutzen über den gesamten Lebenszyklus der Lösung und die gesamte Software-Landschaft hinweg maximiert, erörtern die Experten auf dem ERP-Forum. Peter Treutlein von der Trovarit AG spricht in seinem Vortrag ,ERP nutzenorientiert auswählen und betreiben: Standard Application Lifecycle Management‘ (10:00 - 10:30 Uhr) die Notwendigkeit an,  Business Software Projekte prozessorientiert anzugehen, um den Nutzenbeitrag der Software-Infrastruktur voll auszuschöpfen.

Der letzte Tag der CeBIT am Freitag beleuchtet das Thema „Prognosefähig durch ERP“. Im Fokus steht hierbei das Ziel, Ereignisse prognostizieren zu können anstatt sie nur zu erfassen. Insbesondere das Kaufverhalten von Kunden sollte vorhersehbar sein, um somit eine Planungsgrundlage für Vertrieb und Warenwirtschaft zu schaffen. Zusätzlich bietet die Kenntnis über Materialverfügbarkeit und Produktionskapazität einen Vorsprung für Fertigungsplanung und –steuerung.

Ansatzpunkte liefern die immer schneller fortschreitenden Digitalisierung der Unternehmen sowie die daraus resultierenden großen Datenmengen (Big Data). Der Vortrag von Prof. Dr. Helmut Beckmann und Thomas Schäfer von der Hochschule Heilbronn ,Trendstudie Stammdatenqualität 2015: Ergebnisse, Trends und Handlungsempfehlungen‘ (10:00 - 10:30 Uhr) zeigt, wie Unternehmen ihre Stammdatenqualität messen und sichern können, um somit Geschäftsprozesse zu optimieren.