Bei Neu-Werkzeugen verhindern diese Normteile von vorne herein einen absehbaren Schaden. - Bild:

Bei Neu-Werkzeugen verhindern diese Normteile von vorne herein einen absehbaren Schaden. - Bild: Organisationsbüro Herbert Bübel

Bei bestehenden Werkzeugen können die T- und Kreuz-Auswerfer nach erfolgtem Bruch eines Bauteils im Austausch eine Serien-Herstellung garantieren, so das Organisationsbüro Herbert Bübel.

Die produzierten Artikel aus den Branchen der Kunststoff- und Druckguss-Industrie müssen aufgrund der allgemeinen Kosteneinsparungen mit immer geringerem Materialverbrauch hergestellt werden. Das bedeutet maximale Wanddickenreduzierung und somit auch eine Anpassung von Stegen usw. wegen dem nötigen Wandstärken/Rippen-Verhältnis. Durch diese Veränderung kann eine optimale Artikelfüllung deshalb nur über einen erhöhten Spritzdruck erfolgen.

Dadurch wiederum verspannen sich die Artikel noch stärker in den Werkzeugen. Die Entformung erweist sich darum oft als sehr schwierig. Die neuentwickelten T- und Kreuz-Auswerfer neigen ungeachtet der hohen Druckbelastung in Verbindung mit einem großen Auswerferhub nicht zum Knicken und Brechen wie herkömmliche Bauteile, die für das Auswerfen zuständig sind. Deshalb ist eine instandhaltungsfreie Serienproduktion im Bezug auf das Entformen gewährleistet.

Mitarbeiter der Fa. A-FORM AG, Mildenau (Erzgebirge), entdeckten auf der wfb-Messe in Augsburg die T- und Kreuz-Auswerfer am Stand des Organisationsbüros Bübel. Beim Gespräch mit Herrn Herbert Bübel ergab sich die Idee, bei nächster Gelegenheit diese Neuentwicklung zu testen. Kurz darauf ergab sich die Möglichkeit bei einem 4-fach Werkzeug für einen Tastenhalter mit jeweils 3 Kreuzrippen. Deren Form erforderte Kreuz-Auswerfer in Sonderausführung mit unterschiedlichen Schenkelabmessungen (längs 4,02mm x 0,59mm und quer 2,51mm x 0,59mm). Diese Lösung erwies sich als optimal.

Auch bei der Fa. Jansen & Bahlo GmbH aus Bad Salzuflen (NRW) fand sich auf Grund einer Empfehlung ein Einsatzgebiet für einen Sonder-Kreuz-Auswerfer. Der Grund hierfür: Eine Kreuzrippe sollte mittels eines Rundauswerfers mit Ø3mm entformt werden, durch die starke Haftung des Artikels in der Form drückte sich der Auswerfer ins Teil ein.
Die Anforderung der Fa. Jansen & Bahlo GmbH war ein Sonder-Kreuz-Auswerfer, welcher in der Mitte den Durchmesser Ø3mm und aus Stabilitätsgründen zusätzlich ein Kreuzprofil von 7,5mm x 1,1mm aufwies. Dadurch konnte die Auswerferfläche um das 2,5-fache vergrößert werden.
Diese Sonderlösung wurde mittlerweile von mehreren Firmen erfolgreich genutzt.

In Leutkirch (Allgäu) bei der Fa. elobau GmbH & Co KG wurden die Mitarbeiter der Konstruktion auf die T- und Kreuz-Auswerfer aufmerksam. Der aktuelle Artikel “Tastenkappe” (siehe Bild) zeigte ideale Voraussetzungen. Die Stirnseite seiner Kreuzstege bot einen optimalen Querschnitt für T-Auswerfer in der Größe 3,8mm x 0,8mm. Dadurch konnte der Artikel produktionssicher aus dem Werkzeug entformt werden.

Die Fa. Franz Kaltenbach GmbH, Simonswald (Schwarzwald), verwendete bei Kreuzrippen bisher selbst gefertigte, zweiteilige Kreuz-Auswerfer. Diese bestanden aus einem geschliffenen Kreuzprofil und einem Rundauswerfer, versehen mit einer Senkung für das Kreuzprofil. Diese beiden Teile wurden anschließend verlötet. Auf der Fachmesse Fakuma entdeckten deren Konstrukteure genormte, aus einem Stück gefertigte Kreuz-Auswerfer. Bei einem aktuellen Projekt, es handelte sich hierbei um eine Taste für die Automobilindustrie, ließen sich diese Kreuz-Auswerfer erfolgreich einsetzen.
Der Vertrieb der neuentwickelten, gebrauchsmustergeschützten Normteile erfolgt über das Organisationsbüro Herbert Bübel aus Nürnberg.

Ferdinand Frey