Gehärtete Stähle bis 65 HRC, sehr verschleißfeste PM-Stähle bis 75 HRC oder Vollhartmetall

Gehärtete Stähle bis 65 HRC, sehr verschleißfeste PM-Stähle bis 75 HRC oder Vollhartmetall lassen sich mit den Werkzeugen von GDE bearbeiten. Bild: GDE-Werkzeuge

Vollkommene Oberflächen sind inzwischen im Formen- und Werkzeugbau wesentliche Qualitätsmerkmale. Gerade um diese zu erreichen wird hier ein hoher Aufwand- und Kostenfaktor an Nach- und Polierarbeiten betrieben. Speziell für diese Aufgabenbereiche hat
GDE-Werkzeuge GmbH seine Palette an VHM- Fräsern, CBN- Fräsern und PCD- Fräsern stark erweitert um für jeden Einsatzbereich ein schnell geliefertes Standartprodukt anbieten zu können.

Direkt perfekt Oberflächengüte durch Fräsen
Lieferbar sind die Werkzeuge für die Mikrobearbeitung ab Durchmesser 10µm.
Für die generelle HSC- Bearbeitung sind die Fräser ab 0,1mm Durchmesser als Radius-, Torus- und Nutenvariante in unterschiedlichsten Freischliffen auch für tiefere Bearbeitungen erhältlich. Die Toleranzen sind hier extrem eng gefasst. Insbesondere die Werkzeuge zum„High Finishing“- Fräsen werden einzeln auf die Radius- und Durchmessertoleranz überprüft und auf das µ genau angegeben.

Effizient und Leistungsstark
Die spanende Fertigung sieht sich seid Jahren stetig wachsenden Anforderungen gegenüber. Genauigkeiten in Kontur und Oberfläche werden bei immer verschleißfesteren und härteren Materialien zunehmend maßhaltiger toleriert. Nicht nur bei Optik- oder Mikrobeuteilen, auch im klassischen Formenbau werden immer perfektere Oberflächen verlangt. Grundvoraussetzung ist die Schaffung eines stabilen Umfeldes. Das beinhaltet nicht nur den Investitionsbereich, also Maschinen, Peripherie und Produktionsstätte. Insbesondere die Verbrauchsgüter, wie hochgenaue Aufnahmen und der richtige Einsatz von eng tolerierten Fräsern haben einen wesentlichen Einfluss auf das Ergebnis der Oberflächengüte.

In der folgenden Bearbeitung werden die Ansprüche, die sich der Zerspaner gegenübersieht, verdeutlicht.

Testbearbeitung:Reflektor
Das zu fräsende Material, dieses 20×20 mm großen Würfels ist Elmax (58HRC).
Die Prismen sind leicht geneigt, so dass die Bearbeitungstiefe nur maximal 0,35mm beträgt.

Während der gesamten Bearbeitungszeit von 19 h 15 min wird Minimalmengenkühlung und eine Spindeldrehzahl von 40.000 rpm genutzt.
Der zum Schruppen eingesetzte VHM- Fräser ist ein MSBH230 R0,2 mm. Er legt in 3 h 20 min bei 800m/min und 0,015x 0,05 mm (apxae) einen Bearbeitungsweg von 119 m zurück.
Zum Vorschlichten dient ein CBN- Fräser (SSB200 R0,2x 1,2 mm). Bei einem Vorschub von 700 mm/min, einer Zustellung von 0,005×0,01 mm (apxae) und einem zurückgelegten Arbeitsweg von 61 m ist das CBN- Werkzeug nach 2 h 10 min fertig mit seiner Fräsbearbeitung.
Die endgültige Schlichtbearbeitung wird, bei einem Vorschub von 400 mm/min und einer Zustellung von 0,004x 0,002 mm (apxae), mit dem SFB200 getätigt. Der CBN- Fräser mit dem Maß R0,2x 1,0 mm übersteht eine Fräszeit von 13 h 37 min und einem Fräsweg von 268m ohne erkennbaren Verschleiß.

Bei dieser Bearbeitung ist die erzielte Oberflächen so gut, dass sich in den Prismen nur eine, gleich bleibende Spektralfarbe widerspiegelt. Der Fräserverschleiß ist so gering, das sich dieses Oberflächenbild vom ersten bis zum letzten Prisma zeigt. Die Prismen stehen so genau zueinander, dass sie jeweils gleich schräg zueinander stehenden Oberflächen die gleiche Spektralfarbe haben. In Zahlen ausgedrückt hat die gemessene Oberflächengüte in allen Flächen Rz:0,35 µm, Ra 0,05 µm.

GDE Werkzeuge/Sebastian Moser