Gerhard Hein (VDW), Ulrich Hermann (MF) und Ulrich Kromer (Messe Stuttgart) im Gespräch. Bild:

Gerhard Hein (VDW), Ulrich Hermann (MF) und Ulrich Kromer (Messe Stuttgart) im Gespräch. Bild: Messe Stuttgart

Seit vergangenem April steht fest: Die Moulding Expo wird vom 5. bis 8. Mai ihre Premiere feiern. Auf dieser neuen Leistungsschau des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus, die in zweijährigem Turnus in Stuttgart stattfinden wird, gibt es die komplette Bandbreite dessen zu entdecken, was das Metier an Hightech zu bieten hat – von Formen für den Spritz- und Druckguss über Stanz- und Umformwerkzeuge bis hin zu den neuesten Entwicklungen im Modell- und Prototypenbau oder bei additiven Fertigungsverfahren. Den Besucher erwarten in Stuttgart zudem die Technologie-Highlights aller namhaften Zulieferer und Dienstleister dieses Industriezweigs.

Messen sind wichtiger denn je – gerade für die Werkzeug-, Modell- und Formenbaubranche
Messen haben für die deutsche Wirtschaft eine hohe Bedeutung. Gerade für die vielen „Hidden Champions“ der Werkzeug-, Modell- und Formenbaubranche. Für diese oft klein- und mittelständisch geprägten Unternehmen, die großes Know-how bündeln, aber nur selten eine Marketingstelle im Unternehmen besetzt haben, bzw. in denen der Chef selbst akquiriert, sind Messen wichtige Schnittstellen nach außen: zu möglichen neuen oder auch zu weit entfernten Kunden.

Auf der anderen Seite schreitet die technologische Entwicklung auf allen Ebenen stetig voran. Daher sind Messen ein wesentliches Instrument für jeden Werkzeug-, Modell- oder Formenbauer, um sich gezielt und effektiv an einem Ort über neueste Technologien zu informieren. Neben der Fachkompetenz in den Unternehmen ist die Qualität zugelieferter Produkte und Dienstleistungen – von Werkzeugmaschinen über standardisierte Systemkomponenten und Materialien bis zur Software für Fertigung und Organisation – nämlich mit entscheidend für die Güte der hergestellten Werkzeuge, Formen oder Modelle.

Stuttgart, der ideale Standort für die Moulding Expo
„Die Zahlen zeigen, dass die Moulding Expo zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort entsteht“, sagt Ulrich Kromer von Baerle. „Die Unternehmen haben uns ihr Vertrauen geschenkt und so die Frage beantwortet, ob der Markt überhaupt eine weitere Werkzeug-, Modell- und Formenbau-Messe benötigt. Unser Fokus liegt nun darauf, für Aussteller und Besucher gleichermaßen eine ideale Veranstaltung umzusetzen. Wir arbeiten konzentriert daran, dass die Moulding Expo auch die Leistungsschau der Branche wird, als die sie geplant wurde“, erklärt der Geschäftsführer der Messe Stuttgart weiter.

Die Messelandschaft in der Werkzeug-, Modell- und Formenbaubranche verändert sich und Stuttgart steht mit seinem 2007 bezogenen, modernen Messe- und Kongresszentrum bereit, der Branche ein adäquates „Zuhause“ zu bieten. Die Premiere im Mai 2015 wird ein Erfolg, das belegen die äußerst positiv stimmenden Ausstelleranmeldungen. Über 20 Prozent der Unternehmen, die im Mai in Stuttgart ihre Innovationen zeigen, kommen aus dem Ausland. Den größten Anteil unter diesen 26 Nationen nehmen Portugal, Italien, die Schweiz, Frankreich und die USA ein.
Aktuell sind die drei avisierten Messehallen 4, 6 und 8 bereits mit 550 Ausstellern belegt und der Platz ist knapp geworden. Bis Anfang Mai wird eine komplette Auslastung der verfügbaren Fläche von insgesamt 31.500 Quadratmetern erwartet. „Und was mich besonders freut“, sagt Kromer von Baerle, „rund ein Drittel aller Anmeldungen kommen aus dem Kernbereich des Metiers, sind also Werkzeugmacher oder Modell- und Formenbauer.“

„Wir sind hier in Stuttgart in einem Automobil-Cluster und zudem in einem der größten Konsumgütermärkte Europas. Daher gibt es in Süddeutschland auch eine sehr hohe Dichte an Werkzeug-, Modell- und Formenbau-Betrieben“, erklärt der Messe-Chef. Aber: deren Markt erstreckt sich weit über die Landesgrenzen hinweg – größtenteils auch bis ins europäische Ausland und sogar darüber hinaus.

Der aufgrund seiner Architektur mehrfach preisgekrönte Gebäudekomplex der Messe befindet sich nur drei Gehminuten entfernt vom Stuttgarter Flughafen und bietet damit optimale Bedingungen für An- und Abreise. Das Stuttgarter Messegelände zu den am besten ausgelasteten Einrichtungen dieser Art in Deutschland. Für Technikmessen rund um die Metallver- und -bearbeitung ist der Standort in Stuttgart daher genau richtig, Beispiele wie die AMB mit 90.000 Fachbesuchern belegen dies.

Mosaik der Kooperationen
Die Messe Stuttgart ist Dienstleister und hat für die inhaltliche Ausprägung der Moulding Expo die vier wichtigsten Branchenverbände als Partner mit ins Boot geholt. Den Verband Deutscher Werkzeug- und Formenbauer (VDWF), den Bundesverband Modell- und Formenbau (MF), den Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau (VDMA) und den Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken (VDW). „Von der Branche für die Branche“ lautet die Idee der Moulding Expo. Und das wird gelebt in Beiratssitzungen sowie gemeinsamen Veranstaltungen und Treffen zur Planung der Messe.
Zahlreiche weitere Mosaiksteine stellen sicher, dass die neue internationale Fachmesse für den Werkzeug-, Modell- und Formenbau ein hochwertiges Programm präsentieren kann. Eine Reihe von Kooperationen bringt Qualität und Fachkompetenz in die Messe ein.

Wichtiger Partner unter den Medienhäusern ist der Verlag moderne industrie. Das Medienhaus wird sich umfassend für das Zukunftsforum Werkzeug-, Modell- und Formenbau in Halle 6 verantwortlich zeigen. Zudem organisiert der Verlag auch die Branchenauszeichnung für herausragende Lebensleistungen im Werkzeug-, Modell- und Formenbau. Der Preis wird von einer Expertenjury auf dem Ausstellerabend verliehen.

Auch bezüglich der von der Messe Erfurt organisierten Rapid.Area hat die Messe Stuttgart für die Moulding Expo eine Kooperation vereinbart. Die Sonderschau wird in Stuttgart das Thema Generative Fertigungsverfahren umfassend abbilden. Eine weitere wichtige Kooperation ging die Messe Stuttgart mit der Landesagentur für Leichtbau Baden-Württemberg ein. Die Besucher der internationalen Fachmesse für Werkzeug-, Modell- und Formenbau können sich zu diesem Themenkomplex auf dem 2. Technologietag Hybrider Leichtbau über neueste Trends und Entwicklungen in diesem Technologie-Feld informieren.

Auf der Sonderschau des Innonet Kunststoff – ein Unternehmernetzwerk, das fast 70 Betriebe der Kunststoffbranche in Baden-Württemberg vereint – werden im Rahmen der Moulding Expo einzelne Verarbeitungsschritte der Wertschöpfungskette präsentiert: vom Formenbau über die Kunststoffverarbeitung bis hin zur Bedruckung von Bauteilen.

Die Moulding Expo hat einen klaren Themenfokus und ein klares Nutzenversprechen
Der Werkzeug-, Modell- und Formenbauer steht in allen drei Hallen im Mittelpunkt des Messeprogramms – sei es mit begleitenden Fachveranstaltungen wie dem Einkäuferforum Werkzeuge des Bundesverbands Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik sowie den drei Vortragsforen oder mit dem Moulding-Expo-Infostand bei den parallel in Halle 9 stattfindenden Azubi- und Studientagen. „Dieses Rahmenprogramm und viele weitere Besonderheiten haben wir über die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Branchenverbänden erarbeitet“, sagt Ulrich Kromer von Baerle. „Umso akribischer beschäftigen wir uns auch damit, dass die Veranstaltung gerade die Kunststoffverarbeiter sowie die Blechumformer und die Stanzer aus allen Ländern anzieht – diejenigen also, von denen die Unternehmen der Branche schließlich ihre Aufträge erhalten. Denn der Erfolg wird sich nur dann einstellen, wenn Aussteller und Besucher gleichermaßen zufrieden sind.“
Aber ganz konkret: In Halle 4 wird man einen Schwerpunkt zum Modell- und Prototypenbau finden. Dort werden auch die additiven Fertigungsverfahren angesiedelt sein. In Halle 6 trifft man die Werkzeug- und Formenbauer selbst an und auch Zulieferer, wie z. B. Normalien- oder Heißkanalanbieter bzw. Werkstofflieferanten. Und in Halle 8 geht es dann um Werkzeugmaschinen, Präzisionswerkzeuge, Spannmittel, aber auch um Werkzeugmacher, die ganz nah am Metall dran sind und z. B. Umform- oder Stanzwerkzeuge präsentieren. Für Ulrich Kromer von Baerle ist diese Vielfalt innerhalb des Moulding Expo-Kernthemas ein Qualitätsmerkmal: „Sie merken also, dass unser Zielgruppen-Spektrum sehr breit gefächert sein wird“, erklärt der Messe-Chef.

MEX:bildung 4.0
Spannend wird es auch bei MEX:bildung 4.0, der „aktiven Bildungsstraße“. Auch hier haben sich alle vier Partnerverbände mit viel Engagement eingebracht, um die Aus- und Weiterbildung im Werkzeug-, Modell- und Formenbau voranzubringen. Besucher können hier interagieren, sich informieren und spannende Unterhaltung rund um die Ausbildungsberufe des Metiers erleben. Unternehmen, Institutionen und Initiativen präsentieren eine neue Sicht auf die aktuellen Berufsfelder und -qualifizierungen dieser Zukunftsbranche.

Zeitgleiche Veranstaltungen ergänzen sich ideal
Parallel zur Moulding Expo finden zwei weitere Technologiemessen mit großer relevanter Schnittmenge zum Werkzeug-, Modell- und Formenbau auf dem Stuttgarter Messegelände statt: Die KSS, Fachmesse für sicheres Kühlen, Schmieren, Reinigen, Ölen, Fetten (5. bis 7. Mai, C2, ICS Internationales Congresscenter Stuttgart) und die Control, Weltleitmesse für Qualitätssicherung (L-Bank Forum [Halle 1], Halle 3, 5 und 7).

„Freuen Sie sich also auf die Moulding Expo, freuen Sie sich auf die neue Leistungsschau des Werkzeug-, Modell- und Formenbaus.“ Mit diesem Aufruf will der Messe-Stuttgart-Geschäftsführer nicht nur die Einkäufer der kunststoff- und metallverarbeitenden Industrie, sondern auch alle Werkzeug-, Modell- und Formenbauer, Konstrukteure sowie Produktentwickler nach Stuttgart einladen, sich über Hightech-Werkzeuge, neueste Fertigungsverfahren und aktuelle technologische Innovationen zu informieren. „Immerhin sitzen wir hier mitten in einem der größten Märkte für Industriegüter und auf dem schönsten und modernsten Messegelände Europas“, so Kromer von Baerle.

Die Moulding Expo 2015 findet vom 5. bis 8. Mai 2015 auf dem Stuttgarter Messegelände statt. Geöffnet ist sie von Dienstag bis Donnerstag von 9 bis 18 Uhr, am Freitag von 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt beträgt 28 Euro.

Messe Stuttgart/Sebastian Moser