VW I.D. Crozz

Der I.D.Crozz von Volkswagen. Die weiterentwickelte Elektrostudie ist Teil der Elektro-Offensive, die mit zunächst drei Modellen ab 2020 die Modellpalette von VW erweitern werden. - Bild: Pixabay

Allein bis 2025 sollen die VW-Konzernmarken, zu denen Audi, Porsche oder Skoda gehören, 80 neue Elektrofahrzeuge auf den Markt bringen. Davon sollen rund 50 rein elektrisch und etwa 30 als Plug-in-Hybride angeboten werden, wie der Autokonzern im Vorfeld der Internationalen Automobilausstellung (IAA) ankündigte. Spätestens fünf Jahre danach soll es dann von jedem der etwa 300 Konzernmodelle mindestens eine elektrische Variante geben.

"Das ist eine Selbstverpflichtung, an der wir uns ab heute messen lassen", sagte VW-CEO Matthias Müller laut Redetext zur E-Offensive namens "Roadmap E".

Die Reichweiten der Autos sollen bei bis zu 600 km liegen. Zudem kündigte der Wolfsburger Konzern bis 2030 mehr als 20 Milliarden Euro für direkte Investitionen in die Industrialisierung der Elektromobilität an. Dazu gehörten beispielsweise zwei neue Elektroplattformen, der Handel oder die Ladeinfrastruktur.

Volkswagen auf der Suche nach strategischen Partnern

Angesichts der enormen Mengen an Batteriekapazitäten sucht VW nach Partnern. Es sei eine Ausschreibung für langfristige strategische Partnerschaften für China, Europa und die USA auf den Weg gebracht worden, erklärte Müller. "Wir reden hier über eines der größten Beschaffungsvorhaben in der Geschichte unserer Industrie: mit einem globalen Auftragsvolumen in Höhe von mehr als 50 Milliarden Euro über Laufzeit", so der VW-CEO.

Mit der Roadmap E konkretisiert der Wolfsburger Konzern angesichts des beschleunigten Wandels zur Elektromobilität seine Ziele in diesem wichtigen Bereich. Mitte 2016 hatte VW sein Zukunftsprogramm "Together-Strategie 2025" vorgestellt und die Elektromobilität darin als einen der zentralen Handlungsfelder verankert.

Damals hatte das Unternehmen erklärt, bis 2025 die weltweite Nummer Eins in der Elektromobilität werden zu wollen. Bis dahin könnte jedes vierte neue Fahrzeug des Konzerns rein elektrisch angetrieben werden.

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Daimler will es in fünf Jahren schaffen

Daimler will innerhalb von fünf Jahren für die gesamte Mercedes-Modellpalette elektrische Antriebe auf den Markt bringen. Der Autokonzern plane bis 2022 mit mehr als 50 elektrifizierten Fahrzeugvarianten, sagte Vorstandschef Dieter Zetsche im Vorfeld der Internationalen Automobilausstellung. Bis zu 10 Milliarden Euro will der Konzern dazu investieren.

Noch früher, bis zum Ende der Dekade, will Zetsche die Kleinwagenmarke smart in Europa und den USA zu einer reinen Elektromarke machen. Der smart werde die erste Automarke, die vom Verbrennungsmotor komplett auf den Elektroantrieb umsteige, sagte Zetsche.

Der Daimler-Chef äußerte sich auch zum Dieselmotor. Es lohne sich, den modernen Diesel zu verbessern, weil der Antrieb gebraucht werde, um die Klimaziele beim CO2 erfüllen zu können. Er bedaure sehr, dass "Vertrauen in die Innovationskraft und die Zukunftsfähigkeit der deutschen Autoindustrie" verloren gegangen sei, sagte Zetsche mit Blick auf den Dieselskandal.

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