E.Go, Rehau, strategische Partnerschaft

Unterzeichner des Kooperationsvertrags (von links): Christian Steinborn (CSO e.GO), Prof. Günther Schuh (CEO e.GO), Dr. Stefan Girschik (Deputy CEO REHAU Gruppe, hinten links), Petra Flemming (REHAU), Sascha Rosengart (REHAU Automotive, hinten rechts), Markus Grundmann (CEO REHAU Automotive) und Win Neidlinger (CFO e.GO). - Bild: E.Go Mobile AG

Das erklärte E.Go Mobile via Pressemitteilung. Für den Automobilzulieferer Rehau mit Stammsitz im gleichnamigen Rehau (Oberfranken) ist Elektromobilität kein Neuland. Das gilt ebenso für die  RWTH Aachen Campus. „Wir pflegen seit Jahren einen sehr konstruktiven und gegenseitig befruchtenden Umgang“, sagt Dr. Stefan Girschik, Deputy CEO der REHAU Gruppe. Die kreative Energie und der Drang, Fortschritt zu gestalten, seien am RWTH Aachen Campus förmlich spürbar.

„Das deckt sich hervorragend mit unserem Selbstverständnis, als erfahrener Materialspezialist und innovativer Technologieexperte die Zukunft der Mobilität aktiv mitzugestalten“, betont Girschik. E-Mobilität, autonomes Fahren, Sicherheit, Individualisierung und Design sowie Industrie 4.0 – all das seien Themen und Trends, mit denen man sich aktuell auseinandersetze.

„Ob Industriekonzern oder Startup – von den Chancen, die sich aus diesen Themen ergeben, profitieren beide Seiten. Mindestens, indem Synergien in Netzwerken viel schneller genutzt werden“, ist Maschinenbau-Professor und E.Go-Gründer Günther Schuh überzeugt. 

In der strategischen Partnerschaft, in der Rehau an der Seite weiterer Unternehmen kooperiert, geht es konkret um die Weiterentwicklung des E.Go-Projektes und eine geplante Zusammenarbeit am Modell E.Go Mover.

Der Mover ist ein universell ausbau- und einsetzbarer Kleinbus, der sowohl für den Personennahverkehr als auch für private und gewerbliche Transportaufgaben ausgerüstet werden kann. „Der E.Go Mover wird auch mit Assistenz- und Autonom-Fahrfunktionen ausgestattet werden können“, verspricht Schuh. Eine erste Testflotte sei für Juli 2018 vorgesehen. In dieses  Projekt ist Rehau als Industrieexperte eingebunden.

Gesetzgeber drängt auf Reduzierung der CO2-Emissionen

„Unser eingebrachtes Know-how reicht über die gesamte Wertschöpfungskette des klassischen Automobilzulieferbetriebs“, erklärt Markus Grundmann, Vorsitzender der Automotive-Geschäftsleitung bei Rehau. Das sind Erfahrungen, von denen E-Go Mobile profitieren könnte. „Ebenso“, so Grundmann weiter, „ziehen wir natürlich auch einen Nutzen aus zukunftsweisenden Mobility-Konzepten innerhalb eines äußerst dynamischen Netzwerks. Das Wissen, das wir dabei erwerben, kommt wiederum unseren Kunden zu Gute.“

Auch die Gesetzesgeber drängen auf Fortschritt. Nach dem Willen der EU-Kommissare sollen bis zum Jahr 2030 Neuwagen EU-weit 30 Prozent weniger Kohlendioxid ausstoßen, bis 2025 ist ein Minus von 15 Prozent gefordert. Autobauern drohen hohe Geldstrafen, wenn sie die Grenzwerte nicht einhalten. Noch gibt es keine verbindliche Quote für Elektrofahrzeuge. Aber einen zusätzlichen Anreiz: Um die Verbreitung von Elektrofahrzeugen zu fördern, will die EU-Kommission nun 800 Millionen Euro in den Ausbau der europäischen Ladeinfrastruktur investieren.