Easelink, Garage

Zahlreiche Anwendungsgebiete: Von der Tiefgarage über den Taxi-Stand bis zum Privat-Parkplatz kann Matrix Charging von Easelink eingesetzt werden. - Bild: Easelink

Die Hälfte der weltweit zugelassenen Elektrofahrzeuge ist auf Chinas Straßen unterwegs – mit rasanten Wachstumsraten: Im Vorjahr wurden knapp über eine halbe Million Elektro- und Plug-In-Fahrzeuge abgesetzt, 53 Prozent mehr als im Jahr davor.

Im Zeitraum von Januar bis August dieses Jahres wurden weitere 320.000 E-Fahrzeuge verkauft – eine weitere Steigerung um 43,5 Prozent. Doch damit nicht genug: Durch die im September erlassene E-Auto-Quote soll China weiter unter Strom gesetzt werden: Ab dem kommenden Jahr sollen Autohersteller im Land verpflichtende Mindestziele für den Anteil alternativer Antriebe in Produktion und Verkauf einhalten, zunächst eine zehnprozentige Quote, ab 2020 sind es zwölf Prozent.

Deswegen will Easelink auf dem chinesischen Automarkt Fuß fassen und hat mit Great Wall schon einen ersten Kunden. In einem Konzeptfahrzeug der Great Wall Tochter Wey hat das österreichische Unternehmen auf der Ghuangzhou-Automotive-Show ihre Ladetechnik-Lösung präsentiert: Matrix Charging, eine kabellose, konduktive Ladetechnologie.

Easelink-Gründer Hermann Stockinger erklärt die Technik: „Ein sich aus dem Unterboden des Fahrzeuges absenkender Konnektor dockt vollautomatisch an einem robusten am Parkplatz befindlichen Pad an. Eine Matrix aus sechseckigen, metallischen Kontaktflächen sorgt flexibel – unabhängig vom genauen Parkpunkt und Ausrichtung des Fahrzeugs – für die Verbindung zwischen Konnektor und Pad.“

Mit einer Leistung von bis zu 43 kW (DC) bzw. 22 kW (AC) ausgestattet, lässt Matrix Charging laut Angaben von Easelink alle vergleichbaren Technologien hinter sich, zudem sind „Pad und Konnektor im Vergleich zu bestehenden und absehbaren Ladelösungen um ein Vielfaches günstiger – und damit massentauglich“, betonte Wey-Markenchef Jens Steingräber bei der Präsentation des Konzeptfahrzeugs in China.

Tests rund um den Globus

Prototypen des Systems werden aktuell in unterschiedlichsten Entwicklungsumgebungen quer über den Globus validiert, „ein Markteintritt ist in absehbarer Zeit geplant“, so Stockinger. Denn die Anwendung von Matrix Charging sei unbegrenzt möglich: Von der öffentlichen Tiefgarage über den Privatparkplatz bis hin zu Taxiständen.

"Unsere Technologie hat alle Voraussetzungen, der internationale Standard zum Laden von E-Fahrzeugen zu werden", so der Geschäftsführer und Gründer. Auch weil die Ladetechnologie in jedes beliebige Serienfahrzeug integriert werden könne: "Die Technologie ist die einzige konduktive und vollautomatische Ladetechnologie weltweit, die infrastrukturseitig keine bewegten Teile benötigt. Gleichzeitig können wir fahrzeugseitig einen hochintegrierten Konnektor mit unidirektionaler und zuverlässiger Mechanik anbieten", unterstreicht Geschäftsführer Stockinger.

Gerade im E-Mobilitäts-Vorreiterland China träfe Easelink damit den Nerv der Zeit. Stockinger: "Die Weichenstellung für die Elektromobilität von morgen fällt hier in China – und wir wollen Teil davon sein."