BMW i3

Der BMW i3 wird bald einige Elektro-Brüder kriegen. BMW hat sich zahlreiche Namensrechte für seine Submarke gesichert. - Bild: BMW

In Deutschland und Europa erreicht der Münchner Autobauer laut dem unabhängigen POLK/IHS Report (Ausgabe vom 7.12.2017) einen Zulassungsanteil am elektrifizierten Fahrzeugmarkt von 21 Prozent und belegt damit den ersten Platz. Global teilt sich die BMW Group den ebenfalls ersten Platz und jeweils 10 Prozent Marktanteil mit Tesla.

Damit verfügt die BMW Group im elektrifizierten Fahrzeugsegment in Europa und weltweit bereits über einen mehr als dreimal so hohen Marktanteil wie bei den traditionellen Modellen mit Verbrennungsmotor. Und während in Europa inzwischen herstellerübergreifend 2 Prozent (weltweit 1 Prozent) aller Neuzulassungen auf elektrifizierte Fahrzeuge entfallen, sind es bei dem Premiumhersteller bereits 6 Prozent (weltweit 3 Prozent).

BMWs Elektroauto-Zeitplan

Speerspitze des Elektro-Erfolgs bei BMW: Der i3. Das kompaktes Elektroauto dürfte ziemlich bald Zuwachs bekommen. Denn für die Marke BMW i hat der OEM inzwischen die Namensrechte von BMW i1 bis i9 sowie von BMW iX1 bis iX9 gesichert.

2018 kommt der i8 Roadster, 2019 folgt ein batterieelektrischer MINI, 2020 die Elektroversion des X3 sowie 2021 der BMW iNEXT, der als Technologie-Speerspitze Elektromobilität mit autonomem Fahren zusammenbringen soll. Mit der nächsten und damit fünften Generation elektrischer BMW i Antriebs- und Batterie-Technik können ab 2021 dank skalierbarer E-Baukästen alle Modellreihen mit jeder Antriebsart ausgestattet werden.

Die Elektromobilität ist laut Unternehmensangaben wichtiger Bestandteil der BMW-Unternehmensstrategie Number One > Next. Das Unternehmen wird bis 2025 weltweit 25 voll- oder teilelektrische Modelle anbieten und erwartet dann einen Anteil an elektrifizierten Fahrzeugen am globalen Absatz zwischen 15 und 25 Prozent.

So funktioniert der BMW i3

BMW will Systemanbieter für Elektromobilität sein

Bei BMW wächst aber nicht nur das Modellportfolio an elektrifizierten Autos. Der OEM will sich als führender Systemanbieter für die Elektromobilität positionieren. So treibt BMW i als Keimzelle innerhalb der BMW Group weitere Felder der Elektromobilisierung voran:

Ein Beispiel dafür sind BMW i Hochvoltspeicher, die auch außerhalb des Autos zunehmend gefragt sind wie bei Anbietern elektrischer Bootsantriebe (z.B. Torqeedo), Nutzfahrzeugen (z.B. Streetscooter) und für Stationärspeicheranwendungen (z.B. Beck). Die Plug-&-Play-Fähigkeit der BMW i Batterie, die von Anfang an für die stationäre Weiterverwendung nach einem langen Autoleben vorgesehen wurde, ist inzwischen auch bei neuen Speichern eine gefragte Eigenschaft. So wurden 2017 über 30,7 Megawattstunden Speicherkapazität in Form neuer BMW i Batterien an Industriekunden ausgeliefert. Das entspricht einer Flotte von 1.400 i3.

Darüber hinaus hat die BMW Group die Anzahl an i3 Fahrzeugen in den DriveNow und ReachNow CarSharing-Programmen weiter ausgebaut und hat damit inzwischen hunderttausenden Kunden weltweit einen Erstzugang zur Elektromobilität ermöglicht. Mit stabil über 15 Prozent liegt der Anteil elektrifizierter Fahrzeuge laut Unternehmensangaben in diesen Flotten um ein vielfaches höher als der des jeweiligen nationalen Gesamtmarktes.

Ein weiteres Beispiel: BMW Energy Services operiert inzwischen als eigenständiges Geschäftsfeld und bündelt die bei BMW i gesammelten Erfahrungen in der Energieoptimierung. Die Koppelung von Elektromobilität mit dem Energiesektor gilt als ein weiteres wichtiges Thema und soll dazu beitragen, Elektromobilität nicht nur lokal emissionsfrei zu gestalten.

Das ist BMW i

BMW i ist eine Marke der BMW Group und soll sich laut Unternehmensangaben stark über das Thema Nachhaltigkeit definieren. Die Submarke des bayerischen Herstellers ist in 54 Ländern mit den Modellen i3 (Elektrofahrzeug), dem i8 (Plug-in-Hybrid-Sportwagen) und iPerformance Automobilen (alle BMW Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge) vertreten. 

BMW i soll neue Zielgruppen für das Unternehmen erschließen. Gleichzeitig dient die Marke als Inkubator für Innovationen. Technologien werden nach ihrem erfolgreichen Ersteinsatz bei BMW i auch in die Muttermarke BMW transferiert.

Weitere mit BMW i assoziierte Geschäftsfelder sind DriveNow (Carsharing), ReachNow (Carsharing 2.0), ChargeNow (Zugang zu großem Netzwerk an Ladepunkten), ParkNow (Finden, Reservieren und Bezahlen von Parkplätzen), BMW i Ventures (Investitionen in junge Unternehmen mit einem Schwerpunkt auf urbaner Mobilität), BMW Energy (Dienstleistungen zur Energieoptimierung) und das Kompetenzzentrum für Urbane Mobilität (Beratung für Städte).