Wayray, Augmented reality

Informationen, die den Fahrer unterstützen, werden auf die Windschutzscheibe projiziert. Das System stammt vom Schweizer Start-up Wayray. - Bild: Wayray

Die internationale Messe und Konferenz für die Mobilität der Zukunft findet im Vorfeld der Los Angeles Auto Show statt.

Mit Hauptsitz in Lausanne entwickelt WayRay im Bereich Augmented-Reality (AR) Holografie-Technologien und Benutzeroberflächen der nächsten Generation. Das holografische Navigationssystem eröffnet laut Unternehmensangaben neue Wege im Fahrzeugdesign. Zudem bietet es über die Windschutzscheibe alternative Abrufmöglichkeiten für Inhalte und Informationen.

300 Start-ups nahmen an Wettbewerb teil

Wegen seines Ansatzes beim User Experience Design wählte die Jury WayRay als bestes Start-up aus. In dem von Magna International gesponserten Wettbewerb setzten sich die Schweizer in einem internationalen Feld aus über 300 Bewerbern durch.

Zu den besten drei Neugründungen gehören außerdem GhostWave aus Ohio (USA) und InnovizTechnologies aus Israel. Wichtige Kriterien im Auswahlverfahren waren die Bedeutung für den Verkehr der Zukunft und die Mobilitätsanforderungen von Verbrauchern und Unternehmen. Die Jury setzte sich aus Führungskräften von Technologie-Unternehmen wie Elektrobit, Nvidia, dem Online-Magazin The Drive von Time, Porsche Consulting und Microsoft sowie der Führungsmannschaft der LA Auto Show zusammen.

Die Hauptgewinner wurden am Mittwoch live auf der Bühne im Technologie-Pavillon am LA  Convention Center gekürt. Ein öffentliches Mentoring mit Silicon-Valley-Investor Bill Tai, Dr. Norman Firchau, Präsident und CEO Porsche Consulting North America und Jeff Henshaw, Program Manager Quantum Computing Microsoft, war Teil der Siegprämie.

"Mobilitätssektor weiter voranbringen"

Der Barpreis in Höhe von 15.000 Dollar steht dem Unternehmen für Investitionen zur Verfügung. Dazu kommen zwei Jahre lang sogenannte Azure Credits im Wert von 40.000 Dollar im Rahmen des Microsoft BizSpark Plus Programms, Elektrobit robinos sowie Beratungsleistungen von Elektrobit, Microsoft und Porsche Consulting.

"WayRay ist aus dem sehr hochkarätigen Bewerberfeld herausgestochen, wir beglückwünschen das Unternehmen zum Gewinn unseres diesjährigen Top Ten Automotive-Start-up-Wettbewerbs", sagte Lisa Kaz, Präsidentin und CEO von AutoMobility LA und Los Angeles Auto Show. "Dieser von der AutoMobility LA international ausgerichtete Wettbewerb trägt dazu bei, den Fortschritt im Mobilitätssektor weiter voranzubringen."

Die Top Ten Finalisten präsentierten ein breites Themenspektrum. Darunter finden sich unter anderem Start-ups mit Software für das autonome Fahren und Management-Lösungen, Entwickler von Künstlicher Intelligenz, Softwareanbieter im Bereich Fahrgemeinschaften oder für Ladesysteme von Elektrofahrzeugen. Insgesamt erhielten die drei Finalisten Preise im Wert von über 200.000 Dollar.

Autobauer schalten in Sachen autonomes Fahren einen Gang höher

Selbstverständlich beschäftigen sich rund um die LA Auto Show nicht nur Start-ups mit dem autonomen Fahren. Audi sorgte unlängst in den USA mit dem neuen A8 für Schlagzeilen, der in Sachen autonomes Fahren bereits auf dem sogenannten Level 3 unterwegs ist. Das Auto kann also die volle Kontrolle übernehmen, während der Fahrer beispielsweise Emails checken kann.

Cadillac, Tochterunternehmen von General Motors, präsentierte diesen Herbst sein sogenanntes Super Cruise System im Limousinen-Flaggschiff CT6. Auch hier kann der Fahrer die Hände vom Steuer nehmen. Experten ordnen Super Cruise aber eher auf Level 2 ein. Die andere GM-Tochter Chevrolet hat derweil eine Flotte von autonom fahrerender Elektroautos auf die Straßen geschickt. Diese seien sogar auf Level 4 unterwegs.

Dass Tesla die Entwicklung des autonomen Fahrens weiter vorantreibt, verwundert kaum. Anders sah die Sache bei Toyota aus. Der Auto-Gigant hat sich lange Zeit bedeckt gehalten. Jetzt geben die Japaner aber über ihre Submarke Lexus Gas. Die Fahrzeuge des Herstellers sollen künftig auf Level 4 des autonomen Fahrens unterwegs sein, berichtet das US-Blatt Detroit News.

So funktioniert das System von Wayray