MRK, Pilz

Ohne Validierung keine Mensch-Roboter-Kollaboration: Insgesamt muss der Systemintegrator über 200 Punkte validieren, damit die MRK in der Praxis sicher ist. - Bild: Pilz

Auf dem Weg zur CE-Kennzeichnung nimmt die Validierung eine zentrale Rolle ein. In ihr werden die vorangegangenen Schritte nochmals reflektiert. Im Gegensatz zur Risikobeurteilung wird bei der Validierung jede Gefahrenstelle mit Schutzmaßnahmen betrachtet. Die Roboterapplikation muss hierfür in einem auslieferungsfertigen Zustand sein.

Für die Validierung sind unterschiedliche Methoden anzuwenden, darunter optische Kontrollen, praktische Tests und Messungen. Die Validierung umfasst unter anderem die Verifizierung des geforderten Performance Levels PLr, eine Fehlersimulation (2-kanalige Auslösung, Querschluss, etc.), eine Nachlaufwegmessung, wenn die MRK-Applikation mittels Geschwindigkeits- und Abstandsüberwachung abgesichert werden soll, die Prüfung der Checkliste der EN ISO 10218-2 Anhang G sowie eine Kollisionsmessung im Falle einer Leistungs- und Kraftbegrenzung.

Insgesamt muss der Systemintegrator über 200 Punkte validieren.

Kollisionen können auf verschiedene Arten abgemildert werden: Durch konstruktive Maßnahmen wie Abrunden der Kanten und Ecken, Polsterungen oder möglichst große Kontaktflächen, um die Kraft auf der Fläche zu verteilen. Oder aber durch technische Schutzmaßnahmen (z.B. die Reduzierung der Dynamik der Roboterbewegungen sowie Anpassungen der Roboterbahn, um Kollisionen mit besonders sensiblen Köperregionen zu vermeiden). Auch Schulungen der Mitarbeiter können helfen, das Verletzungsrisiko zu verringern.

Am Ende steht die Messung von Kraft und Druck

Letztlich muss aber zwingend durch ein Messverfahren zum Beispiel mit Hilfe des MRK Kollisionsmess-Set von Pilz ermittelt werden, ob die möglichen Kollisionen sicherheitstechnisch unbedenklich sind.

Als Lösungsanbieter unterstützt Pilz bei der Umsetzung relevanter Normen und Richtlinien. Gemeinsam mit dem Kunden erarbeiten die Experten von Pilz eine weltweit optimale Sicherheitsstrategie für Roboteranwendungen entlang der Lebensphasen des Robotersystems bis hin zur CE-Kennzeichnung. Als Bevollmächtigter unterschreibt Pilz die entsprechende Konformitätsbewertung und übernimmt damit die Verantwortung für das, was Pilz beurteilt, umgesetzt und validiert hat.

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