Flaschenöffner Montage

Unscheinbar, aber wirkungsvoll: Die dynamische Schaltmatte PSENmat von Pilz. - Bild: Pilz

Frau Mironovova, welche Sicherheitsfunktionen müssen moderne kollaborierende Roboter wie der Motoman HC10 heute bieten?

Kollaborierende Roboter sind für die enge Zusammenarbeit zwischen Mensch und Maschine gedacht. Die Sicherheit bei unserem Motoman HC10 wird durch Kraft- und Momentenüberwachung in allen 6 Achsen sowie durch Leistungs- und Kraftbegrenzung gewährleistet. Durch die Überwachung und Auswertung externer Kräfte ist es möglich, den Roboterarm direkt mit der Hand zu führen und zu programmieren. Eine Armgeometrie ohne Quetschkanten bietet darüber hinaus weiteren Schutz zum Beispiel für Finger.

Die Sicherheitsfunktionen im Roboter selbst werden um Sicherheitstechnologie um die Applikation herum ergänzt. Warum?

Natürlich gilt es, die Vorgaben der Maschinenrichtlinie zu erfüllen. Für jede Applikation muss dabei eine Risikoanalyse durchgeführt werden. Je nach Ergebnis können dann zusätzliche Sicherheitseinrichtungen notwendig werden.

Dr. Martina Mironovova arbeitet im Product Management Robotics Division bei Yaskawa
Dr. Martina Mironovova arbeitet im Product Management Robotics Division bei Yaskawa. - Bild: Yaskawa

Yaskawa erprobt hierfür den Einsatz der dynamischen Schaltmatte PSENmat von Pilz. Was waren die Gründe?

Für die sichere Robotik stehen eine Reihe von Sensortechnologien zur Verfügung. Jede hat dabei ihre Stärken. Die Sicherheitsschaltmatte eignet sich besonders für den Einsatz in unübersichtlichen und hindernisreichen Applikationen – auch bei erschwerten Sichtbedingungen etwa durch Staubentwicklung.

Welche Aufgabe übernimmt PSENmat in der Applikation?

Zunächst einmal geht es um die sichere Flächenüberwachung: Die Sicherheitstrittmatte erkennt, wenn sich Personen auf ihr befinden. Betreten Personen den Gefahrenbereich, verlangsamt oder stoppt die Maschine. Die dynamische Schaltmatte PSENmat bietet darüber hinaus auch über eine Ortsdetektion und ermöglicht neue Maschinenbedienkonzepte. So kann der Werker per Fuß die Maschine steuern. Das hat uns sehr gut gefallen.

Können Sie die ersten Erfahrungen zusammenfassen?

Die Sensoren der PSENmat sind sehr feinfühlig und registrieren auch leichte Bewegungen, zugleich ist die Matte aber auch äußerst robust und widerstandsfähig – auch bei großen mechanischen Belastungen. Und dank der OSSD-Ausgänge lässt sich die Matte einfach in Betrieb nehmen.

Welche Perspektiven sehen Sie für eine solche Sensorik, die Sicherheit und Bedienung kombiniert?

Mit solchen hybriden Lösungen, bestehend aus Sicherheitsfunktionen, die im Roboter integriert sind, plus zusätzlichen Sicherheitstechnologien im Umfeld des Roboters lässt sich die Geschwindigkeit und damit die Produktivität von Roboterapplikationen erhöhen. Solche Lösungen machen in unseren Augen wirklich Sinn.